Pussy Riot

05. November 2013 16:07; Akt: 05.11.2013 16:08 Print

Verschwundene Aktivistin offenbar in Sicherheit

Nadeschda Tolokonnikowa von Pussy Riot ist laut einem Menschenrechtler in Sicherheit. Zuvor gingen Gerüchte um, dass die verhaftete Aktivistin verschwunden sei.

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Am zu besprechen. : Pussy-Riot-Mitglied Nadescha Tolokonnikowa darf das Gefängnis verlassen. Kaum in Freheit fordert sie ein «Russland ohne Putin». Nadescha Tolokonnikowa zeigt sich in Siegerpose. Kurz davor war bereits Maria Aljochina freigelassen worden. Ein Amnestie-Gesetz ermöglichte ihre Freilassung. Im Hintergrund steht ihr Anwalt Piotr Saikin. In diesem Gefängnis in Nischni Nowgorod sass Aljochina ein. Die 23-jährige Aktivistin und Mutter tritt aus Protest gegen die «unmenschlichen Haftbedingungen» in den Hungerstreik. Tolokonnikowa war in diesem Gefängnis in Krasnojarsk eingesperrt. : Das höchste Moskauer Gericht bestätigt das Urteil gegen die beiden Inhaftierten Pussy-Riot-Mitglieder und wirft Vorwürfe eines politischen Prozesses zurück. «Sie sind keine politischen Häftlinge, sondern einfach nur Rowdys», heisst es. Maria Aljochina, die eine Woche zuvor in den Hungerstreik getreten war, da man sie von ihrer eigenen Bewährungsanhörung ausgeschlossen hatte, wurde in ein Spital eingeliefert. Wende im Prozess gegen drei Mitglieder der russischen Punkband Pussy Riot. Eine der drei verurteilten Frauen, Jekatarina Samuzewitsch, wird im Berufungsverfahren freigesprochen. Die Anwältin von Samuzewitsch sagte vor Gericht, die Aktion habe ohne ihre Mandantin stattgefunden. Samuzewitsch sei bereits wenige Sekunden, nachdem sie die Kirche betreten hatte, festgenommen worden. Als mehrere Pussy-Riot-Künstlerinnen ihr «Punkgebet» aufgeführt hätten, habe sich Samuzewitsch bereits ausserhalb der Kirche befunden. Die zwei anderen Frauen, Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa, müssten aber für zwei Jahre ins Gefängnis, teilte das Gericht am mit. Der Berufungsprozess gegen die zweijährige Haftstrafe für die drei Frauen wird fortgesetzt. Die Verteidigung befand das Urteil für falsch: Das Gericht habe in erster Instanz ignoriert, dass es sich um einen politischen und nicht um einen religiösen Protest gehandelt habe, sagte sie. Vor dem Gebäude demonstrierten Anhänger der Band. Die Polizei markierte Präsenz. Zwei Personen wurden festgenommen. Am 17. August 2012 werden die Mitglieder der Punkband Pussy Riot - Jekaterina Samuzewitsch, 30, Maria Aljochina, 24, und Nadeschda Tolokonnikowa, 23 (v.l.) - wegen Rowdytums «aus religiösem Hass» von einem Moskauer Gericht zu je zwei Jahren Straflager verurteilt. Putin kann nicht gnädig sein: Pussy Riot haben ein . «Machen Sie Witze? Natürlich nicht. Eher sollte er uns und Sie um Gnade bitten», schrieb Nadeschda Tolokonnikowa der regierungskritischen Zeitung «Nowaja Gaseta». An ein unanabhängiges Urteil glaubt die 22-Jährige nicht. «Das ist eine Illusion.» Die Anklage gegen die Musikerinnen hatte international Empörung ausgelöst. Auch am Tag der Urteilverküdung kam es vor dem Gerichtssaal in Moskau zu Tumulten und Verhaftungen. Bei den Protesten wurde laut Nachrichtenagentur Interfax der Oppositionsführer ) Bürgerrechtler aus aller Welt haben für den , Proteste gegen Prozess angekündigt. Amnesty International erkennt die drei Musikerinnnen als politische Gefangene an. statt: Der russische Staat und die orthodoxe Kirche gehen hart gegen drei Mitglieder der Punkband Pussy Riot vor. Nadeschda Tolokonnikowam, Maria Aljochina und Jekaterina Samutzewitsch (v.l.) am 8. August 2012 im Gerichtssaal. Bereits am Morgen des , stehen Sicherheitskräfte vor dem Gerichtsgebäude in Moskau präsent. Ebenfalls bereits am Vormittag werden die drei angeklagten Frauen ins Gericht gebracht, im Bild Maria Aljochina. Unterstützung erhalten die drei Pussy-Riot-Mitglieder von der ukrainischen Frauenrechtsbewegung Femen. Am 17. August 2012 fällen sie ein orthodoxes Kreuz, das als Zeichen für die Opfer politischer Repression errichtet worden war. Die für Pussy Riot typischen farbigen Sturmmasken auf einem sozialistischen Monument zu Ehren der sowjetischen Armee in der bulgarischen Hauptstadt Bereits in den Tagen vor der angekündigten Urteilseröffnung kommt es weltweit zu Protesten: Vor dem spanischen Aussenministerium in . Selbst in Südamerika protestierten Frauen gegen den Prozess. Zivile Polizisten verhaften Demonstrantinnen vor der russischen Botschaft in . Drei Demonstrantinnen mit den für Pussy Riot typischen Sturmmasken vor der russischen Botschaft in . Das Symbol von Pussy Riot - und inzwischen ein Symbol für den Protest gegen Putin: Farbige Sturmmasken bei einer Demonstration in am 14. August. Unterstützung für Pussy Riot auch in . Hart gingen die Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in vor der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, wo Pussy Riot Filmaufnahmen machte, die zur Anklage führten. Internationale Künstler solidarisierten sich mit den angeklagten Mitglieder der Frauenband. «Nadeschda rechnet nicht damit, dass Putin ihnen vergeben hat», sagt der Ehemann der angeklagten Nadeschda Tolokonnikowa (im Bild). Er konnte seine Frau nach Monaten erstmals Mitte August im Gefängnis besuchen. Tolokonnikowa gab sich am Rande des Prozesses kämpferisch - obwohl der Mutter einer vierjährigen Tochter mehrere Jahre Haft drohten. Die drei angeklagten Mitglieder der Putin-kritischen Punkband mussten sich während des Prozesses in einem Plexiglas-Häuschen im Gerichtssaal aufhalten. Den Prozess ausgelöst hatte ein lautloser Auftritt der Band in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Sie hatten dort Filmaufnahmen gemacht für das Putin-kritische Lied «Gottesmutter, vertreibe Putin». Internationale Bands setzten sich für die drei jungen Frauen ein. haben sich kritisch über die Gefangenschaft der Musikerinnen geäussert. Auch in Russland protestierten Prominente. Die russische Filmregisseurin Olga Darfy tauchte im Juni 2012 am Moskauer Filmfestival in einer Maske auf - eine Anspielung auf die typischen Sturmmasken von Pussy Riot. Ein Künstler hat sich dabei die Lippen zugenäht.

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Die inhaftierte Kremlgegnerin Nadeschda Tolokonnikowa von der Punkband Pussy Riot ist nach Angaben des russischen Menschenrechtsbeauftragten in Sicherheit. Sie sei unterwegs zu einem anderen Straflager, sagte der Ombudsman der Regierung, Wladimir Lukin, der Agentur Interfax am Dienstag.

Der Strafvollzug teilte mit, dass die Behörden nach Ankunft eines Gefangenen zehn Tage Zeit hätten, um Angehörige über den neuen Haftort zu informieren. Internationale Menschenrechtsorganisationen waren zuletzt besorgt, weil von der 23-Jährigen seit Tagen jede Spur fehlte.

Gesundheitszustand: «Zufriedenstellend»

«Bei ihr ist ein Arzt, und sie nimmt Nahrung in vollem Umfang zu sich», sagte Lukin unter Berufung auf den Strafvollzug. Ihr Gesundheitszustand sei «zufriedenstellend». Die Familie der Aktivistin vermutet, dass Tolokonnikowa mehr als 4000 Kilometer von Moskau entfernt im Gebiet Krasnojarsk untergebracht werde.

Tolokonnikowa hatte ihre Verlegung beantragt mit der Begründung, sie fühle sich von Mitgefangenen und Wärtern bedroht. Sie muss wie ihre Bandkollegin Maria Aljochina noch bis März 2014 eine zweijährige Haftstrafe wegen «Rowdytums aus religiösem Hass» absitzen. Die beiden hatten in einer Kirche gegen Kremlchef Wladimir Putin protestiert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Donald am 05.11.2013 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schön zu hören

    Ich hoffe, Nadeschda geht es im neuen Straflager besser. Im Internet gibt es einen Brief von ihr zu lesen, in dem sie die miserablen Zustände des 1. Straflagers beschreibt. Gerade mal 4 bis 5h Schlaf und einige Gefangene arbeiten mit hohem Fieber. Wenn sich eine Gefangene auflehnt, werden einfach die anderen Gefangenen gegen sie aufgehetzt. Ganz schön raffiniert. Ich will jetzt nicht hören, ein Gefängnis sei kein Hotel oder Ferienlager, denn das geht definitiv zu weit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Donald am 05.11.2013 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schön zu hören

    Ich hoffe, Nadeschda geht es im neuen Straflager besser. Im Internet gibt es einen Brief von ihr zu lesen, in dem sie die miserablen Zustände des 1. Straflagers beschreibt. Gerade mal 4 bis 5h Schlaf und einige Gefangene arbeiten mit hohem Fieber. Wenn sich eine Gefangene auflehnt, werden einfach die anderen Gefangenen gegen sie aufgehetzt. Ganz schön raffiniert. Ich will jetzt nicht hören, ein Gefängnis sei kein Hotel oder Ferienlager, denn das geht definitiv zu weit.