Ski-Unfall in Frankreich

07. Januar 2014 07:39; Akt: 07.01.2014 08:19 Print

Verwirrung um Schumachers Zustand

Michael Schumacher befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. Seine Managerin Sabine Kehm dementierte Berichte, wonach der Ex-Rennfahrer nicht mehr in Lebensgefahr schwebt.

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Am 9. September 2014 wurde bekannt, dass Michael Schumacher zur Reha vom Spital nach Hause darf. Am 5. August ist ein Mitarbeiter der Rega wegen dringendem Tatverdacht, die Schumacher-Akte weitergegeben zu haben, verhaftet worden. Einen Tag später fand man ihn erhängt in seiner Zelle. Ein Arztbericht über Schumacher wurde gestohlen - obwohl er offenbar unter einem Decknamen im Verzeichnis abgelegt war. Die Behörden ermitteln. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer wurde von Grenoble ins Universitätsspital Lausanne CHUV verlegt, wie Schumachers Managerin Sabine Kehm mitteilte. Corinna Schumacher will, dass ihr Mann in ihrer Villa am Genfersee medizinisch versorgt wird. Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg ist beim Rennen in Melbourne auch bei Michael Schumacher - die Seite seines Mercedes ziert «#KeepFightingMichael». Schumis früherer Formel-1-Kollege Philippe Streiff kritisiert, dass der Felsabschnitt, wo Schumacher verunfallte, nicht abgesperrt war. Ferrari-Fans aus aller Welt pilgerten an Schumachers 45. Geburtstag am 3. Januar 2014 zum Spital in Grenoble. Sie gratulierten ihrem Idol und spendeten still Kraft. Auch Flaggen durften nicht fehlen. Die Familie bedankte sich am 2. Januar auf Schumis Website für die grosse Anteilnahme. Bruder Ralf (links) und Vater Rolf Schumacher betreten das Spital. Das Spital in Grenoble, in dem Michael Schumacher im Koma liegt, wird von zahlreichen Journalisten aus der ganzen Welt belagert. Angeblich wurden wichtige Arbeitsabläufe im Spital behindert, weshalb die Medien am 2. Januar vom Gelände verbannt wurden. Am 1. Januar traf Jean Todt (links), Präsident des Automobil-Weltverbands FIA und ehemaliger Teamchef von Ferrari, in Grenoble ein. Rolf Schumacher (M.) vor der Uniklinik in Grenoble, wo sein Sohn schwer verletzt auf der Intensivstation liegt. Vater Rolf und Bruder Ralf Schumacher. Schumacher-Fans zeigen ihre Unterstützung vor dem Spital von Grenoble, drapieren Ferrari-Flaggen. Die Uniklinik in Grenoble: Hier liegt Michael Schumacher auf der Intensivstation, nachdem er bei einem Skiunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Die französischen Professoren Jean-François Payen (l.) und Emmanuel Gay (r.) informieren gemeinsam mit Professor Gérard Saillant an der zweiten Medienkonferenz zu Schumachers Zustand am 31. Dezember 2013. Die Klinikdirektorin Jacqueline Hubert gibt an der Medienkonferenz Auskunft. Das internationale Interesse am Gesundheitszustand des Formel-1-Stars ist riesig. Ein Mann wirft eine Nachricht in den Briefkasten des Schumacher-Anwesens in Gland VD. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister erhält Genesungswünsche aus aller Welt. Ein Helikopter vor dem Spital in Grenoble. Hier befindet sich Michael Schumacher nach einem Skiunfall in den französischen Alpen. (29. Dezember 2013) Hätte er keinen Helm getragen, wäre Schumacher jetzt mit Sicherheit nicht mehr am Leben, meinen die Ärzte an der ersten Pressekonferenz am 30. Dezember. Sein Zustand sei kritisch, man wage keine Prognose. Schumacher hat ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Spital-Direktor Jean-Marc Grenier spricht vor den Medien. Vor dem Spital haben sich Schumi-Fans versammelt. Sie sind in Gedanken bei ihrem Idol. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister gilt als passionierter Skifahrer. In Madonna di Campiglio ist sogar eine Piste nach ihm benannt.

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Verwirrung um den Gesundheitszustand von Michael Schumacher. Nachdem diverse Medien berichteten, der Ex-Rennfahrer würde nach seinem Ski-Unfall in Frankreich nicht mehr in Lebensgefahr schweben, hat seine Sprecherin dies dementiert. «Ich kann bestätigen, dass Michaels Zustand als stabil bezeichnet werden kann, wie es bereits im offiziellen Statement geschrieben worden ist», erklärte Sabine Kehm und reagierte auf Medienberichte, wonach Schumacher nicht mehr in Lebensgefahr schwebe: «Ich kann nicht bestätigen, geäussert zu haben, dass er sich nicht mehr in Lebensgefahr befindet», schreibt der Nachrichtensender N24.

Die Managerin erklärte weiter: «Ich beziehe mich auf die Erklärung, die von den Ärzten abgegeben worden ist, die Michael behandeln.» Am Montag hatte zunächst das Krankenhaus in Grenoble vermeldet, dass Schumachers Gesundheitszustand unverändert kritisch, aber stabil sei. Über den Stand der Ermittlungen zu Schumachers Unfall will die Staatsanwaltschaft morgen Mittwoch in einer Pressekonferenz informieren. Schumacher (45) kämpft nach acht Tagen im künstlichen Koma weiterhin um sein Leben.

Zweimal am Kopf operiert

Erst am Samstag teilte Sabine Kehm schriftlich mit, der lebensgefährlich verletzte Michael Schumacher befinde sich unverändert in einem kritischen, aber stabilen Zustand. «Wir betonen ausdrücklich, dass jegliche Information über seinen Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammt, nicht valide und reine Spekulation ist», so die Managerin.

Der siebenfache Weltmeister liegt nach einem Skiunfall von vergangener Woche im Universitätskrankenhaus von Grenoble im künstlichen Koma, zweimal wurde er bereits am Kopf operiert. Die Familie habe den Untersuchungsbehörden die Helmkamera Schumachers übergeben, teilte Kehm weiter mit. Dies sei «freiwillig im Rahmen der Untersuchungen» geschehen. «Dass dies gegen den Willen der Familie geschehen ist, ist unwahr», betonte Kehm. Schumacher habe den Helm beim Sturz in den französischen Alpen getragen, hatte die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Ein Journalist der «Bild» rekonstruierte die Unfallfahrt

(bee/kko/dia/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pistenfahrer am 04.01.2014 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    Geht es noch?

    Am Schluss wird die Skistation noch verklagt, weil sie die Pisten zu wenig gesichert haben. Dabei weiss jeder, dass man auf der Piste bleiben soll. Der Skihersteller, der Fabrikant der Bindung, der Servicemann, der letztere zu fest eingestellt hat, ein Kind auf der Piste, dem Schumi über den Neuschnee ausweichen musste - usw. Alle sind Schuld. Auch der der dort Felsen aufgestellt hat.

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  • Hans Hagel am 06.01.2014 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    MEDIENSPEKTAKEL!

    Es wäre fantastisch, wenn er diesen seinen schwierigsten Kampf auch gewinnen und wieder ganz der Alte werden könnte! Trotzdem - ich sehe schon jetzt vor Augen, wie die TV-Sender den wiedergenesenen Schumi durch all ihre Talkshows durchreichen, von Tjetjen & Hirschhausen bis Markus Lanz... Das Ganze ist und bleibt ein unerträgliches Medienfressen!

  • Rita P am 06.01.2014 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Dieser Medienwahnsinn und diese Leute ( sogenannte Fans)dass den Spitalbetrieb behindern sollten sich einmal überlegen was es für die Familie Schuhmacher und auch die anderen Menschen wo medizinische Hilfe brauchen wie diese sich fühlen so eine Belagerung zu erleben. Lasst diese Menschen in Ruhe die Nachrichten geben die Ärzte oder die Managerin. Es brauch nicht so Belagerung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rama Zotti am 07.01.2014 00:09 Report Diesen Beitrag melden

    Möchte jetzt mal wissen:

    - was sein Sohn (14) gesehen hat! - was die Skiverleihfirma dazu sagt! - warum die Bindung falsch eingestellt war! - warum der verarmte Schumi sich keine eigenen Skis sich leisten kann! - was seine Helm-Kamera für Bilder aufgezeichnet hat! - was das Zufalls-Handyvideo des anderen Skifahrers eigentlich zeigt! - was die Freunde, die Schumi begleitet haben, gesehen haben! - was da überhaupt los war!

  • Christian am 06.01.2014 23:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten

    Das ganze geht nur um Geld und Anerkennung!!

  • Hans Hagel am 06.01.2014 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    MEDIENSPEKTAKEL!

    Es wäre fantastisch, wenn er diesen seinen schwierigsten Kampf auch gewinnen und wieder ganz der Alte werden könnte! Trotzdem - ich sehe schon jetzt vor Augen, wie die TV-Sender den wiedergenesenen Schumi durch all ihre Talkshows durchreichen, von Tjetjen & Hirschhausen bis Markus Lanz... Das Ganze ist und bleibt ein unerträgliches Medienfressen!

  • Rita P am 06.01.2014 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Dieser Medienwahnsinn und diese Leute ( sogenannte Fans)dass den Spitalbetrieb behindern sollten sich einmal überlegen was es für die Familie Schuhmacher und auch die anderen Menschen wo medizinische Hilfe brauchen wie diese sich fühlen so eine Belagerung zu erleben. Lasst diese Menschen in Ruhe die Nachrichten geben die Ärzte oder die Managerin. Es brauch nicht so Belagerung.

  • Schumi Fan am 06.01.2014 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ja was nun jetzt?

    Zuerst in Lebensgefahr, dann angeblich nach Aussage eines engen Freundes ausser Lebensgefahr, dann heisst es wieder die Hirnscans seien sehr schlecht und nun wieder ausser Lebensgefahr? Ja was nun jetzt?