Inferno in Phuket

17. August 2012 06:44; Akt: 17.08.2012 13:17 Print

Vier Opfer «bis zur Unkenntlichkeit» verbrannt

Bei einem Brand in einer Diskothek sind auf der thailändischen Ferieninsel Phuket mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern soll es sich um ausländische Touristen handeln.

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«Menschen sind in Panik ins Freie gestürmt – es war wie im Film», sagt der Australier Jaryd Kemp.

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Das Feuer war gegen 4.40 Uhr Ortszeit im Obergeschoss eines der grössten Nachtclubs von Phuket ausgebrochen: Die Tiger Disco Bar am Patong-Strand verfügt über mehrere Bars im Erdgeschoss und eine Diskothek im ersten Stock. Die Bar ist bei Touristen beliebt.

Das Feuer sei durch einen Blitzeinschlag in einem Transformator ausgelöst worden und habe sich schnell ausgebreitet, so ein Sprecher der Provinzbehörde. Mindestens vier Menschen starben – nach Angaben einer Spitalmitarbeiterin wurden sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

«Wir sind jetzt dabei zu versuchen, die vier Personen, die im Feuer umgekommen sind, zu identifizieren. Wir erwarten die Ankunft eines Forensik-Teams aus Bangkok , die uns bei dieser Aufgabe unterstützen werden», sagte der leitende Polizeikommandant laut «Asien-news.de».

Französische Touristen unter den Verletzten

Der Behördenvertreter ging davon aus, dass es sich bei den Toten um Feriengäste aus dem Ausland handelt. Offiziell bestätigt sei das aber noch nicht, sagte er.

Rund 30 Verletzte seien ins Spital eingeliefert worden, berichten lokale Medien. Zwei Verletzte seien wegen ihrer schweren Verbrennungen in kritischem Zustand. Die meisten anderen Verletzten litten gemäss den Angaben unter Atembeschwerden.

Unter den Verletzten sind mindesten mindestens vier französische Touristen.

«Die Menschen rannten in Panik ins Freie – es war wie im Film», sagt der australische Tourist Jaryd Kemp gegenüber «ntnews.com.au».

Der Brand weckte Erinnerungen an die Brandkatastrophe in einem Nachtclub in der thailändischen Hauptstadt Bangkok, bei dem während einer Silvesterfeier in das Jahr 2009 mehr als 60 Menschen getötet worden waren. Damals waren während des Auftritts einer Rockband Feuerwerkskörper losgegangen.

Das Unglück warf Fragen zum Brandschutz in thailändischen Nachtclubs auf. Der Besitzer des Etablissements in Bangkok wurde im vergangenen Jahr wegen grober Verletzung der Sorgfaltspflicht zu drei Jahren Haft verurteilt.

(sda)