Schuldspruch

04. April 2014 14:47; Akt: 04.04.2014 22:04 Print

Vier Vergewaltiger in Indien zum Tod verurteilt

Vier Inder haben im vergangenen Jahr eine Fotojournalistin in einer Kleiderfabrik vergewaltigt. Ein Gericht hat die Männer für schuldig befunden.

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Delhi In Indien ist am 23. August 2013 erneut eine Frau Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden. Mehrere Männer missbrauchten eine Foto-Reporterin in einer Fabrikruine im Zentrum der indischen Küstenmetropole Mumbai. Die 22-Jährige wurde mit inneren Blutungen in ein Spital gebracht. Sie sei am frühen Donnerstagabend für Fotoaufnahmen für ein Lifestyle-Magazin unterwegs gewesen. Vor einer stillgelegten Baumwollspinnerei wurden die Fotografin und ihr Kollege demnach von einer Gruppe attackiert. Der Mann wurde zusammengeschlagen und mit einem Gürtel gefesselt, während die Frau von mehreren Männern in das alte Gebäude gezerrt und dort vergewaltigt wurde. Einer der flüchtigen Täter wurde inzwischen festgenommen. Vier weitere Verdächtige seien identifiziert, aber noch nicht gefasst, sagte Singh. Die Verdächtigen leben offenbar alle in der Nähe des Tatorts. Die jüngste sexuelle Attacke sorgte am Freitag für einen riesigen Aufschrei in Indien. Im Internet fanden sich zahlreiche entsetzte Kommentare. Viele Nutzer äusserten sich insbesondere darüber schockiert, dass ausgerechnet Mumbai Schauplatz des Verbrechens war. Die Millionenmetropole, die früher Bombay hiess, gilt allgemein als eine der sichersten indischen Städte für Frauen. Im Parlament in Neu Delhi warfen die Abgeordneten die Tagesordnung über den Haufen und diskutierten über die Sicherheit von Frauen im Land. «Wir sind nur Zuschauer bei den ganzen Verbrechen gegen Frauen», sagte Oppositionspolitikerin Smriti Irani im Parlament. Sie verwies auf die «bestialische Tat» vom Dezember, als eine 23 Jahre alte Studentin in der Hauptstadt Neu Delhi in einem Bus entführt, vergewaltigt und mit einer Eisenstange gefoltert worden war und schliesslich verstarb. Nichts habe sich seither verändert. Alle im Land hätten ein Déjà-vu, kommentierten Nachrichtenreporter.

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Die vier Vergewaltiger einer Foto-Journalistin sowie einer Angestellten einer Telefonvermittlung in Mumbai sind zum Tode verurteilt worden.

Die vier Männer hatten die Fotografin im August vergangenen Jahres in einer Fabrikruine im Zentrum Mumbais angegriffen. Als daraufhin zahlreiche Medien berichteten, meldete sich die Telefonistin und gab an, wenige Wochen zuvor am gleichen Ort sexuell missbraucht worden zu sein.

Nach mehreren Aufsehen erregenden Vergewaltigungsfällen in Indien war das Strafrecht massiv verschärft worden. Bei Vergewaltigung können Wiederholungstäter nun zum Tode verurteilt werden, diese neue Regel wandten die Richter in Mumbai an.

24 Männer für Gruppenvergewaltigung verurteilt

Ein weiterer Fall wurde ebenfalls am Freitag publik. Fast zwei Jahrzehnte nach einer wochenlangen Gruppenvergewaltigung einer jungen Inderin wurden zahlreiche Täter zu Haftstrafen verurteilt. Der Anführer muss lebenslang hinter Gitter, 23 weitere Täter erhielten lange Gefängnisstrafen für das grausame Verbrechen im Jahr 1996.

Die damals erst 16-Jährige war in Suryanelli im südindischen Bundesstaat Kerala entfürt worden. Mehr als 60 Mal wurde sie dann in Hotels, Häusern und Autos vergewaltigt, unter anderen von einem pensionierten Professor, von Anwälten und Geschäftsleuten. «Ich bin glücklich und erleichtert, dass die Gerechtigkeit siegte und die Menschen die Wahrheit erfahren haben», sagte sie dem Sender NDTV.

(sda)