Präsidentenwahl 2020

13. Januar 2019 01:42; Akt: 13.01.2019 02:43 Print

Nachwuchstalent will Trumps Posten

Julián Castro, Nachfahre mexikanischer Einwanderer, hat sich für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten beworben.

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Der 44-jährige Julián Castro verkündete seine Bewerbung am Samstag vor einer jubelnden Menschenmenge im texanischen San Antonio - im Dezember hatte er bereits ein entsprechendes Wahlkomitee gegründet. Der Nachfahre mexikanischer Einwanderer setzte bei seiner Ankündigung auf eine Botschaft der Hoffnung und Vielfalt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA in erbittertem Streit um Einwanderung und Grenzsicherung liegen.

Der frühere Bürgermeister der zu rund zwei Dritteln von Latinos bewohnten Stadt San Antonio betonte, diese stehe stellvertretend für die Zukunft der USA: «Vielfältig, schnell wachsend, optimistisch.» Castro verkündete, Grenzsicherung sei zwar notwendig, doch auf «eine smarte und menschliche Art». Auf keine Falle werde es «uns Sicherheit verschaffen, Kinder in Käfige zu sperren», sagte er in Anspielung auf die Bilder von Einwandererkindern in Lagern, die im vergangenen Jahr um die Welt gegangen waren.

Latino-Wählerschaft wächst

Castro war unter Präsident Obama Wohnungsbauminister und das jüngste Kabinettsmitglied. Er gilt als Nachwuchstalent in den Reihen der Demokraten. Mit seinem Redetalent, seiner Regierungserfahrung und als früherer Bürgermeister der siebtgrössten Stadt der USA sowie seiner Ausstrahlung könnte er sich im Bewerberfeld um die Präsidentschaftskandidatur weit nach vorn schieben.

2012 war Castro der erste Latino, der bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten eine Rede hielt. Ein Kandidat mit lateinamerikanischen Wurzeln könnte die grosse und wachsende Gruppe der Latino-Wähler mobilisieren. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2016 hatten zwei Drittel der Latinos für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt.

Vor zwei Wochen hatte die linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratin eröffnet. Am Freitag hatte eine weitere telegene Demokratin - die 37-jährige Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii - ihren Hut in den Ring geworfen.

(roy/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike Zac am 13.01.2019 02:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump freut sich über solche Kandidaten

    die gewinnt er alle mit Links.

    einklappen einklappen
  • Dingsda am 13.01.2019 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch einer

    ...und noch ein Kandidat, der sich zuerst an den anderen democrats Kandidaten vorbeidrängeln muss.

  • Guguuseli am 13.01.2019 01:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pfffffft!

    Genau! ER wird die Probleme lösen...Pffffffft!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 14.01.2019 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, genau ... ein Mexikaner

    Die Demokraten sind inzwischen in einem ähnlichen Zustand wie die Sozis in Europa. Die Menschen können mehrheitlich bloss noch den Kopf schütteln über die sich in ihrer "Politocal Correctnes-Blase" befindlichen Menschen die jeglichen Bezug zur Realität verloren haben.

    • Art. am 14.01.2019 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      Im Namen welcher Menschen schreiben Sie?

    einklappen einklappen
  • Hobbinger am 14.01.2019 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist er!

    Den würde ich wählen!

  • Reto am 14.01.2019 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Das einzige was es braucht um diesen Kandidaten aus dem Rennen zu werfen ist ein Angstkampagne, dass er die Grenzen öffnet und die Mexikaner ungehindert einwandern können. So etwas hat Trump sicher schon in der Schublade. Sein Rennen ist schon gelaufen bevor es angefangen hat

  • Suits am 14.01.2019 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    Trumps Posten

    Wird 2020 irgendwo in der ersten Reihe vor dem Richtertisch sein.

  • Nicole am 14.01.2019 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Versuch wert.

    Warum soll junges frisches Blut nicht gut sein? Finde eh das die ganze Welt von Rentnern regiert wird, die eigentlich ihren Lebensabend geniessen sollten. Die Welt braucht junge, Innovative Köpfe die wenig Altlasten haben.