12. April 2005 04:13; Akt: 11.04.2005 23:35 Print

Wahlkampf machts möglich: Tony Blair will Rover retten

Die britische Regierung ermöglicht MG Rover mit einem Kredit eine Galgenfrist. Der Autobauer muss nun schnell einen Käufer finden.

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Die Entlassung von 6000 Mitarbeitenden bei der britischen MG Rover ist vorerst abgewendet: Die Regierung Blair hat der traditionsreichen Firma einen kurzfristigen Kredit über 6,5 Millionen Pfund (rund 14 Millionen Franken) zugesprochen.

Damit können Löhne und Ausgaben für eine Woche gedeckt werden. Gemäss englischen Zeitungsberichten wäre der letzte selbstständige Autobauer Grossbritanniens sonst ab Mitte der Woche ohne Bargeld dagestanden.

Nun muss schnellstmöglich ein Käufer gefunden werden. Diesbezügliche Verhandlungen mit dem chinesischen Autohersteller SAIC scheiterten letzte Woche, worauf MG Rover zahlungsunfähig wurde und die Produktion am Donnerstag einstellte.

Angeblich steht auch die Muttergesellschaft von Rover, die Phoenix Venture Holding, vor der Insolvenz. Diese hatte Rover (ohne den neuen Mini) im Mai 2000 für einen symbolischen Preis von 10 Pfund von BMW gekauft. Seither hat es Rover zwar geschafft, die Verluste zu verringern, von einem Gewinn ist sie aber weit entfernt geblieben.

(wil/sda)