Kalifornien

12. Oktober 2019 05:50; Akt: 12.10.2019 08:25 Print

1000 Feuerwehrleute kämpfen gegen Brände

Erinnerungen an die verheerenden Brände von 2018 werden wach: Im Norden von Los Angeles brennt es. Der Notstand ist ausgerufen worden.

Derzeit halten verheerende Brände die Bewohner des US-Bundesstaats Kalifornien in Aufruhr. (Video: AP)
Zum Thema
Fehler gesehen?

In Südkalifornien sind Tausende Menschen auf der Flucht vor Waldbränden. Die von heftigen Winden angefachten Flammen rund 40 Kilometer nördlich von Los Angeles breiteten sich am Freitag rasch über eine Fläche von 30 Quadratkilometern aus.
Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, rief am Abend den Notstand für die betroffenen Regionen aus. Auf diese Weise können schnell Geld und Hilfsmittel bereitgestellt werden.

Nach Behördenangaben kämpften mehr als 1000 Feuerwehrleute gegen das Buschfeuer nahe der Ortschaft Sylmar an - und die Helfer machten Fortschritte. 13 Prozent des Feuers konnten demnach bis zum Abend eingedämmt worden. 31 Häuser und Gebäude seien beschädigt worden oder völlig abgebrannt. Ein Anwohner in dem Brandgebiet sei an einem Herzinfarkt gestorben, gab die Feuerwehr bekannt.

Waldbrände im Norden von Los Angeles

Die Bewohner von mehr als 20'000 Häusern wurden aufgefordert, die gefährdeten Gebiete rasch zu verlassen. In den Gemeinden am Rand des San-Fernando-Tals waren 100'000 Menschen betroffen. Mehrere Autobahnen und Strassen wurden gesperrt. Die Region war in dichten Rauch gehüllt. Ein Flächenbrand im Raum Sylmar hatte im November 2008 fast 500 Häuser zerstört.

Auch im Bezirk Riverside, rund 130 Kilometer östlich von Los Angeles, wütete ein Buschfeuer. Dutzende Unterkünfte in einer Wohnwagensiedlung brannten dort ab.

Energieversorger stellt Strom ab

Die US-Wetterbehörde warnte vor hoher Feuergefahr in den kommenden Tagen. Die berüchtigten trocken-heissen Santa-Ana-Winde verschärften die Situation. Hinzu kommen anhaltend sommerliche Temperaturen, Trockenheit und verdorrte Vegetation, die sich leicht entzündet.

Wegen der erhöhten Brandgefahr hatte der US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) in Nordkalifornien in grossem Stil den Strom abgeschaltet. Zeitweise waren mehr als 700'000 Haushalte und Einrichtungen ohne Elektrizität.

Erinnerungen an das verheerende Feuer in der nordkalifornischen Ortschaft Paradise mit 85 Toten im vorigen November werden wach. Das damalige Desaster soll durch defekte Stromleitungen ausgelöst worden sein. Starker Wind, hohe Temperaturen sowie vertrocknete Bäume und Büsche trugen dazu bei, dass sich die Flammen extrem schnell ausbreiteten. Das Feuer war das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates.

(doz/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sten Metsalind am 11.10.2019 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump sagte in Finland machen sie dies.

    Wohl wieder vergessen den Wald zu rechen.

    einklappen einklappen
  • demokratin am 11.10.2019 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nogo

    trump weiss, wer schuld daran ist.....die medien und demokraten und überhaupt alle, die gegen ihn sind

    einklappen einklappen
  • Bona am 11.10.2019 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mhm..........

    Dieses mal brennen die Bäume, letztes Mal waren die Häuser.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • F.R. am 13.10.2019 01:37 Report Diesen Beitrag melden

    Seit wann können die laufen?

    "20'000 Häusern wurden aufgefordert, die gefährdeten Gebiete rasch zu verlassen". Etwas komisch formuliert, den Bewohnern kann man auffordern, aber doch nicht die Häuser ;) Aber lustig ist es sicher nicht wenn man seine Wohnung verliert. Die meisten werden zwar versichert sein aber die Versicherung in einem Risikogebiet wird nicht billig sein.

  • Joe Pereda am 12.10.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Im Westen nichts Neues

    Seit Jahrhunderten das Gleiche. Ist dort normal. Nur hier immer wieder als etwas Neues, noch nie Dagewesenes.

  • B!erbrauer am 12.10.2019 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiss nicht aber...

    Ich finde, (ich kann mich auch irren...) dass das ganze klimaschutz Thema eine art Ablenkung für ein grösseres Problem ist... Und um was es geht, weiss ich nich zu 100%. Ich hoffe, dass nichts schlimmeres im hintergrund passiert..

  • Feuerwehr in eigener Sache am 12.10.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Scotch Whiskey

    Also, ich gehe jetzt mal mit gutem Beispiel voran und lösche meinen eigenen Brand, ok?

  • Kali Fornia am 12.10.2019 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Jahr dasselbe

    It never rains in California.