Aufruhr in Ägypten

04. Februar 2011 22:22; Akt: 04.02.2011 22:32 Print

Wandel ohne Gewalt, bitte

US-Präsident Barack Obama hat seine Forderung nach einem sofortigen Beginn des politischen Übergangs in Ägypten bekräftigt.

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Die ganze Welt schaue auf Ägypten, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag in Washington. Die Probleme dort liessen sich aber nicht durch Gewalt lösen. Mit scharfen Worten verurteilte er die jüngsten Angriffe auf friedliche Demonstranten, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten in Kairo. Diese Übergriffe seien «inakzeptabel», sagte Obama, ohne aber dem lange Jahre mit den USA verbündeten ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak die Schuld dafür zu geben.

Das Weisse Haus glaubt an den Fortbestand der engen Beziehungen zu Ägypten. Wie Pressesprecher Robert Gibbs am Freitag sagte, erwarten die USA von jeder Regierung, die in Ägypten als nächstes ans Ruder kommen könnte, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten leistet. Das amerikanisch- ägyptische Verhältnis sei ein in der Vergangenheit wichtig gewesen und werde es auch in Zukunft sein, sagte Gibbs.

Gibbs war bei einer Pressekonferenz am Freitag gefragt worden, ob das Verhältnis der USA zu Ägypten nach den massiven Unruhen im arabischen Staat so sein könnte wie davor. Während der 30-jährigen Herrschaft von Staatspräsident Mubarak hat Ägypten zur Stabilität im Nahen Osten und zur Sicherheit Israels beigetragen.

(sda)