USA machen dicht

12. März 2020 07:19; Akt: 12.03.2020 09:24 Print

Was bisher zum Einreisestopp bekannt ist

Die USA machen die Grenze für Reisende aus dem Schengen-Raum zu. Hier gibts in Kürze wichtige Fragen und Antworten.

Die Ansprache von US-Präsident Trump.
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Wie lange dauert der Einreisestopp und wer ist betroffen?

Die Massnahme gilt für den Schengen-Raum. Somit sind 26 europäische Länder davon betroffen, darunter auch die Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien. Die Massnahme gilt nicht für Reisende aus Grossbritannien und soll 30 Tage dauern. Der Einreisestopp wird für ausländische Reisende verfügt, die in den vergangenen 14 Tagen im Schengen-Raum waren.

Ab wann gilt der Einreisestopp?

Das Einreiseverbot soll am Freitag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten. Ausnahmen werde es für Amerikaner geben, die sich entsprechenden Tests unterziehen.

Warum diese Massnahme?

Trump begründete den Stopp damit, dass die EU nicht dieselben Schutzmassnahmen wie die USA ergriffen und Reisen aus China nach Europa nicht früh genug gestoppt hätten.

Bisher sind mindestens 37 Menschen in den Vereinigten Staaten an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Nach einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore sind inzwischen mehr als 1100 Menschen in den USA mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.

Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, weil in den USA nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bislang erst etwas mehr als 11'000 Menschen auf das Virus getestet wurden.

Wie sieht es mit dem Warenverkehr aus?

Nach seiner Rede twitterte der Präsident, Handel und Frachtverkehr seien in keiner Weise betroffen. «Die Restriktionen stoppen Menschen, keine Waren», schrieb Trump.

Wer ist ausser dem Schengen-Raum betroffen?

Trump hatte Ende Januar bereits einen Einreisestopp für ausländische Reisende verfügt, die in den 14 Tagen zuvor in China gewesen waren.

Wie reagiert die Swiss?

«Wir bewerten derzeit die Auswirkungen der kürzlich vom US-Heimatschutzministerium verkündeten Richtlinien auf unseren Flugbetrieb in die Vereinigten Staaten», sagte Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott.

«In diesem Zusammenhang haben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Kunden und Besatzungen für uns höchste Priorität. Weitere Informationen werden wir so schnell wie möglich zur Verfügung stellen», sagte Fuhlrott.

Wollten Sie in die USA reisen und können dies wegen des Einreisestopps jetzt nicht tun? Melden Sie sich per Kontaktformular.

(sda)