Dutzende Tote in Nizza

15. Juli 2016 08:39; Akt: 15.07.2016 18:52 Print

Was wir über den Anschlag wissen

Über 80 Menschen sind in Nizza ums Leben gekommen, mehr als 200 wurden teils schwerst verletzt. Noch sind viele Fragen offen. Ein Überblick.

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Die Promenade des Anglais ist gut anderthalb Tage nach dem Attentat wieder komplett für Fussgänger geöffnet. (16. Juli) Nizza trauert: An der Promenade des Anglais versammelten sich Menschen, um den Opfern und Hinterbliebenen des Attentats zu gedenken. Die Polizei sichert Spuren neben zurückgelassenen Kinderwagen. Spurensicherung am Morgen nach dem Attentat mit über 80 Toten. Der LKW, der sich durch die Menschenmenge pflügte, wird noch immer untersucht. Mit diesem Lastwagen fuhr der Attentäter in die Menschenmenge. Der Lastwagen des Attentäters: Die Frontscheibe ist mit Einschusslöchern übersät. Der LKW in Nizza wird von Ermittlern untersucht. Ein Mann beruhigt ein kleines Mädchen nach dem Terror-Anschlag in Nizza. Angehörige von Opfern spenden sich Trost. Er soll der Attentäter von Nizza sein. Die Papiere des 31-jährigen Mohamed Lahouaiej Bouhlel wurden in dem Lkw gefunden, mit dem er dutzende Menschen überfuhr. Gespenstische Szenen nach dem Anschlag: Menschen flüchteten in Panik. Opfer werden abtransportiert - der Anschlag forderte über 80 Tote. Der Attentäter soll auch auf die Menschen geschossen haben. Der Ausnahmezustand in Frankreich wurde um drei Monate verlängert. Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten nach dem Anschlag. Am Morgen nach dem Anschlag herrscht Fassungslosigkeit in NIzza. Der LKW, der beim Anschlag verwendet wurde, am Morgen danach. Verwundete werden an der Strandpromenade abtransportiert. Soldaten bezogen nach dem Anschlag Stellung. Verwundete Personen werden ins Spital gebracht. Der Anschlag geschah am Nationalfeiertag von Frankreich. Innenminister Bernard Cazeneuve spricht zu den Medien. Ermittler am Tatort in Nizza. Eine verletzte Frau wird von Rettungskräften behandelt. Kurz nach dem Anschlag helfen Rettungskräften den Verwundeten. Polizisten sichern den Tatort kurz nachdem der LKW durch die Menge gerast war. Ein Polizist neben den zugedeckten Opfern an der Strandpromenade. Noch am Morgen danach liegen zugedeckte Opfer in Nizza. Forensiker untersuchen den LKW in Nizza. Die idyllische Strandpromenade von Nizza, die am Donnerstag zum Ort des Schreckens wurde. In Nizza starben beim Terroranschlag über 80 Menschen.

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Was wir wissen:

- Gegen 23 Uhr am Donnerstagabend rast ein Mann mit einem Lastwagen in eine feiernde Menschenmenge auf der Flaniermeile Promenade des Anglais. Er kommt zwei Kilometer weit.

- Die Polizei tötet den Fahrer. Auf Bildern sind Einschusslöcher in der Windschutzscheibe zu sehen.

- Mindestens 84 Menschen sterben, darunter zehn Kinder. Über 200 Personen wurden verletzt. Am Freitagnachmittag schwebten noch 50 in Lebensgefahr.

- Unter den Opfern sind auch mindestens zwei Schweizer. Dabei handelt es sich um eine Schweizerin, eine 54-jährige Tessinerin aus Agno, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Das andere Opfer ist ein Kind.

- Der getötete Angreifer ist formell identifiziert worden. Es handele sich um den 31-jährigen Franko-Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel mit Wohnsitz in Nizza, dessen Ausweispapiere im Tatwagen gefunden wurden.

- In dem Lastwagen wurden eine funktionsunfähige Granate und Feuerwaffen-Attrappen gefunden. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Ermittler, der Fahrer habe mehrmals mit einer Pistole geschossen, bevor er erschossen wurde.

- Es gab keine Geiselnahme. Entsprechenden Medienberichten widersprach das französische Innenministerium.

- Frankreichs Präsident François Hollande verlängerte den Ausnahmezustand in Frankreich, der am 26. Juli hätte enden sollen, um drei Monate. Zusätzliche Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

- Hollande sprach vom «terroristischen Charakter» der Tat, Innenminister Bernard Cazeneuve nannte den Fahrer des Lastwagens einen Terroristen.

Was wir nicht wissen

- Bisher ist nichts über den Hintergrund der Tat bekannt. Präsident Hollande sagte, das ganze Land sei vom islamistischen Terror bedroht. Ob der Täter einen islamistischen Hintergrund hat, ist aber unklar.

- Offen ist auch, ob es sich um einen Einzeltäter handelt. Hollande sagte, es gebe bisher keine Hinweise auf Komplizen.

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(afp)