Vorwürfe

23. November 2019 04:29; Akt: 23.11.2019 04:29 Print

Weisses Haus habe ihn mundtot machen wollen

Seit seiner Entlassung im September war es ruhig um Trumps ehemaligen Sicherheitsberater John Bolton. Jetzt scheint auch klar, warum.

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John Bolton, der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, hat dem Weissen Haus Versuche vorgeworfen, ihn auf Twitter mundtot zu machen. Bolton setzte am Freitag mehrere Tweets über seinen bisherigen Account ab und schrieb, das Weisse Haus habe ihm zuvor den Zugang zu diesem Twitter-Konto verweigert. «Aus Angst, was ich sagen könnte?», schob er nach.

Es tue ihm leid, dass er jene enttäuschen müsse, die geglaubt hätten, er sei abgetaucht, spottete er. Es sei gelungen, seinen Twitter-Account zu «befreien». Er sei froh, nun dort zurück zu sein. Bolton ergänzte später, nicht das Weisse Haus habe ihm den Zugang zu seinem Account wieder gewährt, sondern Twitter habe ihm die Kontrolle zurückgegeben.

Trump hatte im September völlig überraschend die Entlassung Boltons verkündet. Der Präsident begründete den Rausschmiss mit inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten. Bolton stellte die Dinge damals anders dar und schrieb am selben Tag auf Twitter, er selbst habe dem Präsidenten seinen Rücktritt angeboten. Zwischenzeitlich hatte Bolton keinen einzigen Tweet abgesetzt.

Trump streitet Vorwürfe ab

Auf die Frage, ob er Bolton den Zugang zu dessen Twitter-Account verweigert habe, sagte Trump am Freitag in einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News: «Natürlich nicht.» Er habe ein gutes Verhältnis zu Bolton gehabt. Die beiden hätten einfach bei einigen Dingen unterschiedliche Ansichten gehabt.

In den laufenden Impeachment-Ermittlungen gegen Trump tauchte der Name Bolton bei Zeugenbefragungen immer wieder auf - und die Frage, was er von den Vorgängen in der Ukraine-Affäre wusste. Offen ist bislang, ob Bolton selbst vor dem Kongress aussagen wird.

Laut einem Bericht der «New York Times» hat sein Anwalt signalisiert, dass Bolton selbst Kenntnis von «vielen wichtigen Treffen und Unterhaltungen» in der Affäre habe.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 23.11.2019 06:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Weisse Haus

    wäre besser in Las Vegas aufgehoben.

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  • recht am 23.11.2019 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    trumpo

    1: trumpo hat immer recht, und wenn nicht, sie Punkt 1

  • Rentner I am 23.11.2019 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer was und wieso gesagt hat

    Es wird immer undurchsichtiger, wer was wann gesagt, getan oder eben nicht gesagt oder getan haben soll, eins wird sicherlich die Folge sein, wer auch immer Präsident sein wird, er wird nicht mehr glaubwürdig sein

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chrisz am 23.11.2019 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frei reden

    Er kann sich noch frei ädern, dass sollte er schätzen. Seines gleichen sind entweder in Den Haag oder tot!

  • Toxiki am 23.11.2019 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin der Meinung,

    dass Bolton zwar auch ein furchtbarer Mensch sein muss, wie das Ganze neokonservative republikanische Bündel. Zumindest seint er zu seinem Tun zu stehen und den Menschen in der Welt ist schon bewusst, was er so schaltete und waltete in der Vergangenheit, machte er es nicht hintendurch. Er ist zumindest nicht so verlogen wie der Staatsführer und dessen Gefolge, mehr oder weniger mit einem Ausläufer ausgestattet, zwecks Wohlbefinden «Caudillos» Hinterteil und weil vermutlich Bolton seine Zunge lieber nicht dafür einsetzten wollte, ist er lieber selber zurückgetreten.

  • John Molton am 23.11.2019 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der letzte Kriegstreiber

    John Bolton ist der grösste Neocon Kriegstreiber, den die USA in den letzten 30 Jahren gehabt hat. Es gibt kein Land, das er nicht sofort im Interesse der USA angegriffen hätte. Wenigstens haben die USA seit 2016 keine weiteren Kriege angezettelt, auch wenn Bolton die dominante Kraft hinter einem Krieg mit Iran war. Hoffentlich müssen wir diese Pest nie mehr wahrnehmen.

  • 4abc am 23.11.2019 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    John Bolton

    war der rücksichtsloste Kriegstreiber. Zum Glück ist er weg

    • ProjectVeritas am 23.11.2019 18:47 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt

      Traurig, dass wir hier über die User Namen unsere Messages vermitteln müssen.

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  • m.s. am 23.11.2019 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Amis am twittern

    Anstatt 4 Jahre lang immer hinter Trump herzuspionieren sollten die Demokraten mal einen Kandidaten suchen, der sich als Präsident eignet. Bis jetzt ist noch nicht gescheites rausgekommen. Wenn sie so weitermachen, wird Trump nochmals gewählt und 4 Jahre so weitermachen. Obama war auch nicht das Gelbe vom Ei, von ihm wurde einfach zuviel erwartet. Kein Präsident kann all seine Versprechungen einlösen.

    • Illumination am 23.11.2019 18:46 Report Diesen Beitrag melden

      @m.s.

      Okay - Obama war auch nicht "das Gelbe vom Ei", war aber zumindest intellektuell nicht überfordert, hatte Charisma, Stil und Klasse - so wie ich das von einem US-Präsident erwarte..

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