Medienbericht

14. Januar 2019 03:11; Akt: 14.01.2019 03:33 Print

Weisses Haus verlangte Pläne für Iran-Angriff

Für die US-Regierung war ein Militäreinsatz im Iran offenbar eine Option. Das löste laut einem Bericht im Pentagon höchste Sorge aus.

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Schockierte mit einer Anfrage das Pentagon: Das Weisse Haus in Washington. (13. Januar 2019) (Bild: Keystone/Alex Brandon)

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Das Weisse Haus hat beim US-Verteidigungsministerium laut einem Zeitungsbericht im September Pläne für einen Militäreinsatz gegen den Iran angefordert. Der Schritt löste demnach im Pentagon höchste Sorge aus.

Der Nationale Sicherheitsrat von Präsident Donald Trump habe das Verteidigungsministerium aufgefordert, dem Weissen Haus militärische Optionen für einen Angriff auf den Iran zu liefern, berichtete das «Wall Street Journal» am Sonntag unter Berufung auf frühere und amtierende Regierungsvertreter.

Die Forderung habe im Pentagon grosse Unruhe gestiftet, hiess es in dem Bericht weiter: «Die Leute waren schockiert», zitierte die Zeitung eine anonyme Quelle. «Es war verwirrend – ihre hemdsärmelige Art, über einen Angriff auf den Iran zu sprechen.» Auf AFP-Anfrage erklärte das Pentagon zu dem Bericht, es gehöre zu den normalen Aufgaben des Ministeriums, Pläne für das Weisse Haus auszuarbeiten.

Die Anforderung des Angriffsplans erfolgte dem «Wall Street Journal» zufolge, nachdem am 7. September drei Granaten im hoch gesicherten Regierungsviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad eingeschlagen waren. Dort ist auch die US-Botschaft untergebracht. Washington hatte damals pro-iranische Milizen für den Angriff verantwortlich gemacht und Teheran gedroht, die USA würden «rasch und entschieden handeln», sollten US-Vertreter oder US-Regierungsgebäude bei einem Angriff beschädigt werden.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton ist für seine harte Haltung zum Iran bekannt. 2015 veröffentlichte er einen Beitrag in der «New York Times» mit dem Titel «Um den Iran zu stoppen, muss man den Iran bombardieren».

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 14.01.2019 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    U.S.A ein Drittweltland

    Da hat die Waffen und Kriegslobby wohl einen guten Draht ins Weisse Hause. 800 Milliarden im Jahr für die Armee, aber kein Geld für Infrastruktur, Gesundheit und Bildung. Die U.S.A. sind ein Drittweltland, welches von Milliardären regiert wird..

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  • Mar Ignano am 14.01.2019 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Amerikaner

    wofür führt Ihr immer und überall Kriege? Könnt Ihr nicht auch friedlich sein und einfach Mal ohne Kriege gute Geschäfte machen? Wozu richtet Ihr den Rest der Welt zu einem Trümmerhaufen? Etwa um dem Fundamentalismus den Nähboden vor zu bereiten? Nein, danke, wir haben genug.

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  • Antonio Giovenni am 14.01.2019 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sie können es nicht lassen

    Wie lange lässt sich die Welt noch von den USA terrorisieren? Die Welt ist grösser als die USA, aber solange in der Politik Angst und Geld herrscht, werden die USA immer wieder Kriege beginnen und sich in die Politik anderer Staaten einmischen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Richtiger am 14.01.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Trump Plan

    Pläne den Iran zu überfallen gibt es seit 2001. Das ist einem Memo zu entnehmen, das den Irak, Syrien, Libanon, Lybien, Somalia, Sudan und am Ende den Iran nennt. Bei Youtube unter "Destroy 7 countries in 5 years" zu finden.

    • Lustikusdödel am 14.01.2019 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtiger

      Unter Youtube bei Verschwörungstheorien für Anfänger

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  • Al Qaida am 14.01.2019 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nochmal?

    Haben die USA nicht bereits gutes für den Iran getan durch die finanzierung von Al Qaida und der Sabotage eines funktionierenden Staates in den 80iger Jahren?

  • ORCH_IDEE am 14.01.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Nüchterne Betrachtung notwendig.

    nun, kaum jemand kann derzeit die USA verstehen. doch es gibt zu bedenken, dass es einen gegegpart zur sardinenhaltung im osten geben muss. aus meiner sicht ist keiner menschenfreundlich. niemand weiss vieviele menschen im osten notleiden..........hunger, folter, versklavung/ausbeutung. tote meinungsfreiheit. auch hier gilt nur geld scheffeln, hat wert. hier wird für den staat gescheffelt nicht für die menschen. nur weil nichts darüber geschrieben wird- werden darf, ists dort nicht besser! und gerade eben hat man da taiwan den krieg angedroht.

  • Ephraim am 14.01.2019 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Raubrittertum

    Und wieder dasselbe: Gib mir dein Öl! Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt. Raubrittertum in Reinformat.

  • Partridge am 14.01.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Go Trump

    Also wenn Trump die Truppen wie versprochen aus Kriesenregionen abzieht, seid Ihr alle empört. Wenn er dann aber sicherheitshalber einen Plan haben will, sind wieder alle empört. Traurige Welt.

    • Beobachter am 14.01.2019 15:08 Report Diesen Beitrag melden

      Unterschied

      Es ist ein Unterschied ob man die Infrastruktur des Landes zerstört und es dann dem Feid (IS) überlässt oder ob man ein Land das die Landesgrenzen respektiert (jedenfalls weit besser respektiert als die USA) ohne Provokation angreift. Oder kannst du mir sagen WARUM man den Iran, der sich an alle Vorgaben hält, angreifen sollte? Das im Landesinneren die Menschenrechte mit Füssen getreten werden ist etwas wogegen die Iraner sich wehren müssen. Ein Angriff auf SaudiArabien kann ich unterstützen das die Saudis fast alle Terrorakte unterstützt oder gar inszeniert haben.

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