Innere Sicherheit

10. April 2019 04:33; Akt: 10.04.2019 04:52 Print

Weitere Frau verlässt Trumps Regierung

Die Stellvertreterin der US-Ministerin für Innere Sicherheit, Claire Grady, folgt ihrer Chefin und räumt ihren Posten. Ob aus freien Stücken, ist unklar.

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Ihr Rücktritt ist erwartet worden: Claire Grady. (Archivbild) (Bild: AFP/Kenzo Tribouillard)

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Nach der US-Ministerin für Innere Sicherheit, Kirstjen Nielsen, verlässt auch deren kommissarische Stellvertreterin, Claire Grady, ihren Posten. Nielsen schrieb am Dienstabend auf Twitter, Grady habe Präsident Donald Trump ihren Rücktritt angeboten.

Den Angaben zufolge will sie an diesem Mittwoch zurücktreten. Der Schritt war erwartet worden. An diesem Tag will auch Nielsen offiziell ihr Amt niederlegen.

Rücktritt aus freien Stücken?

Trump hatte am Sonntag auf Twitter angekündigt, dass Nielsen abtreten werde und Kevin McAleenan, der Chef der US-Grenzschutzbehörde CBP, die Leitung des Ministeriums kommissarisch übernehmen solle. In der regulären Rangfolge des Ressorts wäre es an Grady gewesen, für Nielsen nachzurücken. Damit Trump seinen Wunschkandidaten McAleenan durchsetzen konnte, musste Grady den Weg frei machen.

Es ist fraglich, ob sie das aus freien Stücken tat. Die «New York Times» hatte zuvor unter Berufung auf Gradys Umfeld berichtet, sie wolle nicht freiwillig zu Gunsten von McAleenan abtreten.

Kein Grund für Abgang genannt

Die Personalie ist Teil eines grösseren personellen Umbaus im Bereich des Ministeriums für Innere Sicherheit. Am Montag hatte das Weisse Haus angekündigt, dass auch der – Nielsen unterstellte – Direktor des Secret Service, Randolph Alles, in Kürze seinen Posten räume werde. Ein Grund wurde nicht genannt. Der Secret Service ist unter anderem für den Schutz des Präsidenten und anderer Politiker zuständig. Erst am Mittwoch hatte Trump die Behörde noch ausdrücklich gelobt.

Für Nielsens Abgang wurde ebenfalls kein Grund genannt; sie soll schon seit längerem bei Trump in Ungnade gefallen sein. US-Medien hatten unter Berufung auf Nielsens Umfeld berichtet, die Ministerin gehe nicht freiwillig, sondern sei zum Rückzug gedrängt worden.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 10.04.2019 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ein kleiner Unterschied

    Wenn man gebeten wird zu kündigen ist das nicht wirklich ein "Verlassen". Es ist ja nicht so, dass die Damen und Herr Allen freiwillig gehen.

  • busa am 10.04.2019 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der ist untragbar

    Wann geht Trump?

  • Route66 am 10.04.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    es wird genug geben, die ihm

    die Stange halten, ich meine die ihm treu ergeben gern zur Seite stehen und ihn in seinem Tun unterstützen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Trumpfen und weisser am 11.04.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Soll doch gehen, weisse Männer an die Macht

    Trump, einfach Genial, man muss ihn einfach lieben!!

  • Rufer in der Wüste am 11.04.2019 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und weiter geht's

    Die Personalrotation in Trump's Exekutive geht munter weiter und weiter und... Erstaunlich ist indes, das Trump immer wieder "Opfer" für solche Positionen findet. Gut, die bekommen zwar ein relativ gutes "Schmerzensgeld" aber die Reputation geht dabei häufig den Bach runter. Drain the own Swamp in Trump-Style....

  • Lucerne's first am 11.04.2019 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    America's first

    Trumps Präsidentschaft besteht nur aus Entlassen seiner ungenehmen Mitarbeiter. Wann ist er für America's first da?

  • Ober Motzer am 11.04.2019 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Wechsel

    In einem Unterehmen, ist es notwendig, Leute die sich nicht anpassen und die Philosophie nicht mittragen, zu einem Stellenwechsel zu raten. Alles andere bringt nichts uns solche Eute bringen auf die Länge nur Ärger. Nicht anders auch in der Politik. Leute die mich nicht unterstützen müssen gehen.

  • Walter H am 10.04.2019 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Guter Entscheid. Wer freiwillig länger bei diesem Präsidenten bleibt ist zu bedauern.