Spezielle Sammelaktion

17. Juni 2011 10:46; Akt: 17.06.2011 10:58 Print

Wenn der Aussenminister im Freien schläft

Australier haben den Ruf, hemdsärmlig zu sein – dies gilt offenbar auch für das Führungspersonal. Aus Solidarität mit Obdachlosen haben Politiker und Manager für eine Nacht auf der Strasse geschlafen.

Kathryn Campbell von den Sozialbehörden von Canberra zeigt den Fernsehreportern ihren Schlafplatz. (Quelle: Youtube)
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Australische Politiker und Unternehmenschefs haben dem kalten Winter im Land getrotzt und für einen guten Zweck eine Nacht im Freien verbracht. Die Chefs etwa von Banken, Fluglinien und Bergbauunternehmen sammelten mit der Aktion Geld für Obdachlose.

Dabei kamen knapp vier Millionen australische Dollar (etwa 3,6 Millionen Franken) zusammen. Den grössten Betrag erzielte mit 127 000 Dollar der Chef der Commonwealth Bank, Ralph Norris.

Aussenminister Kevin Rudd sammelte mit 7438 Dollar etwas weniger Spenden als Oppositionsführer Tony Abbott, der ebenfalls an der Aktion teilnahm und 7699 Dollar zusammenbekam. «Es ist kalt, es ist einsam und die meisten Bequemlichkeiten, die wir als selbstverständlich annehmen, sind nicht vorhanden», sagte Abbott.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andrea Bossi am 17.06.2011 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    (Un) eigennützig

    Ja, sie hätten von ihren Salären abgeben können. Doch hat das den Beigeschmack von Almosen. Ohne Anstrengung Geld weggeben ist billiger, als in der Kälte draussen auszuharren. Natürlich hebt diese Aktion das Image der Chefs. Das ist keine Schande und würde einigen Millionarios in der Schweiz auch gut anstehen.

  • Kuno am 17.06.2011 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die Reichen mal wieder...

    Spenden statt Sammeln wäre wohl angebrachter gewesen...

  • David am 17.06.2011 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hammer!

    Ne super Idee. und nur so kurz an die, welche sagen, dass das nur PR sei... Ja na und? Sie haben damit 3.6Mio. Fr. gesammelt das interresiert mich recht wenig, ob sie dieses Geld im Luxusschlafsack oder auf dem harten Boden gemacht haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kuno am 17.06.2011 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die Reichen mal wieder...

    Spenden statt Sammeln wäre wohl angebrachter gewesen...

  • Andrea Bossi am 17.06.2011 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    (Un) eigennützig

    Ja, sie hätten von ihren Salären abgeben können. Doch hat das den Beigeschmack von Almosen. Ohne Anstrengung Geld weggeben ist billiger, als in der Kälte draussen auszuharren. Natürlich hebt diese Aktion das Image der Chefs. Das ist keine Schande und würde einigen Millionarios in der Schweiz auch gut anstehen.

  • zeitgenosse am 17.06.2011 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Eigennützig

    Trotzt dem tollen Ergebnis, es war eine Aktion "tue Gutes und sprich darüber". Gesammelt haben sie das Geld ja von den "normalos". Ehrlicher wäre gewesen, wenn sie nach dieser Nacht bei ihrem eigenen Salär einen Abstrich gemacht und für die Obdachlosen Jobs geschaffen hätten.

    • Nadine am 17.06.2011 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      Immerhin

      Sie haben viellecht kein Geld von ihrem eigenen Lohn gespendet, aber sie haben eine Nacht als Obdachloser verbracht und das ist immerhin schon etwas! In der Schweiz würde wohl kaum ein Manager oder Politiker bei einer solchen Aktion mitmachen...

    einklappen einklappen
  • Louise am 17.06.2011 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Spitze Aktion für guten Zweck

    Super Aktion. Endlich mal Politiker und Chefs die sich nicht zu schade sind für die Armen zu sammeln. Hut ab - Aussies.

  • David am 17.06.2011 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hammer!

    Ne super Idee. und nur so kurz an die, welche sagen, dass das nur PR sei... Ja na und? Sie haben damit 3.6Mio. Fr. gesammelt das interresiert mich recht wenig, ob sie dieses Geld im Luxusschlafsack oder auf dem harten Boden gemacht haben.