Durchbruch im Atomstreit

02. April 2015 21:55; Akt: 02.04.2015 22:07 Print

Wenn die Welt auf die Schweiz blickt

Nach jahrelangen Verhandlungen kam es in Lausanne zur Einigung im Atomstreit. Es ist nicht das erste Mal, dass hierzulande Weltgeschichte geschrieben wird. Eine Übersicht.

Bildstrecke im Grossformat »
Ein Überblick über wichtige internationale Konferenzen in der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg: : Die Genfer Indochina-Konferenz besiegelt das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina und die Teilung Vietnams. : Die Staatschefs der vier Grossmächte treffen sich an der Genfer Viermächte-Konferenz am 20. Juli 1955. Der sowjetische Ministerpräsident Nikolai Bulganin, US-Präsident Dwight D. Eisenhower, der französische Premierminister Edgar Faure und Grossbritanniens Premierminister Anthony Eden (v.l.n.r.) : Die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wird in Genf ausgehandelt und darauf in Helsinki unterzeichnet. : Die Gipfelgespräche zwischen US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow in der Rhonestadt läuten das Ende des Kalten Krieges ein. : Iran und Irak nehmen nach achtjährigem Krieg direkte Verhandlungen in Genf auf. : Südafrika, Kuba und Angola verhandeln über einen kubanischen Truppenrückzug aus Angola und über die Unabhängigkeit von Namibia. Während des Jugoslawien-Krieges kommt es zu zahlreichen Verhandlungsrunden in der Rhonestadt. : US-Präsident Bill Clinton und Hafis al-Assad bemühen sich in Genf um eine Lösung für den syrisch-israelischen Golan-Konflikts. Auf dem Bürgenstock unterzeichnen die sudanesischen Bürgerkriegsparteien unter der Schirmherrschaft der USA und der Schweiz ein Waffenstillstandsabkommen für die Region der Nuba-Berge. Gespräche über die Wiedervereinigung Zyperns unter Ägide von UNO-Generalsekretär Kofi Anan auf dem Bürgenstock bringen keine Einigung. : Die Schweiz vermittelt Friedensgespräche zwischen der srilankischen Regierung und den aufständischen Tamil Tigers von Eelam (LTTE) in Genf. : Zwischen Vertretern Russlands, Georgiens, Südossetiens und Abchasiens finden in Genf zahlreiche Verhandlungsrunden über den Kaukasus-Konflikt statt. US-Aussenministerin Hillary Clinton und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow treffen sich in Genf, um nach der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten die bilateralen Beziehungen neu zu beleben. US-Aussenminister John Kerry und Sergej Lawrow einigen sich in Genf auf ein Abkommen über die Vernichtung von Chemiewaffen in Syrien. : Iran vereinbart in Genf mit den UNO-Vetomächten und Deutschland, im Gegenzug für eine Lockerung der Sanktionen Teile seines Atomprogramms einzufrieren. : Eine Syrien-Konferenz in Montreux und Genf verläuft ohne Aussichten auf einen Frieden. : Bei Verhandlungen in Lausanne gibt es im Atomstreit mit dem Iran eine Einigung über die Eckpunkte für eine abschliessende Vereinbarung.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Wir bedanken uns bei der Schweiz», sagte US-Aussenminister John Kerry nach den zähen aber erfolgreichen Verhandlungen in Lausanne. Man habe eine friedliche Lösung in einem friedlichen Land gefunden. Kerry bedankte sich für die Herzlichkeit und die Gastfreundschaft der Schweizer in den vergangenen acht Verhandlungstagen.

Die Schweiz steht immer wieder im internationalen Rampenlicht, sei es als Gastgeberin bei Verhandlungen oder als aktive Vermittlerin in Konflikten. Die Tradition geht auf die ersten Rotkreuz-Konferenzen vor 150 Jahren zurück.

Unsere Bildstrecke zeigt einen Überblick über wichtige internationale Konferenzen in der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg.

(dia/sda)