04. April 2005 09:19; Akt: 04.04.2005 09:20 Print

Westjordanland als Müllkippe

Israelische Abfallunternehmen wollen erstmals seit 1967 ihren Müll im besetzten Westjordanland entsorgen.

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Mit Bauarbeiten sei ungeachtet internationaler Abkommen begonnen worden, berichtete die Tageszeitung «Haaretz» am Montag weiter.

Der Plan sehe vor, monatlich etwa 10 000 Tonnen israelische Abfälle auf einer Müllkippe bei Nablus abzulagern. Die privat betriebenen Müllunternehmen müssten dort nur etwa ein Drittel der israelischen Deponiekosten bezahlen.

Experten befürchteten, dass wichtige Trinkwasserquellen verseucht werden könnten. Die Zeitung berichtete weiter, der israelische Bau könne internationales Recht verletzten, wonach auf besetztem Gebiet keine Abfälle entsorgt werden dürfen.

(sda)