Nahost-Konflikt

13. März 2011 09:20; Akt: 13.03.2011 09:22 Print

Wohnungsbau im Westjordanland bewilligt

Die Regierung Israels hat den Bau neuer Wohnungen im Westjordanland genehmigt. Da der Siedlungsbau Knackpunkt der Nahost-Verhandlungen ist, dürfte dies den Friedensprozess erschweren.

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Palästinenser fordern einen Baustopp für israelische Siedlungen: Eine Baustelle der israelischen Siedlung Ariel im Westjordanland. (Bild: Keystone/AP)

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Das für den Siedlungsbau zuständige Ministerkomitee habe den Bauvorhaben in vier Siedlungen zugestimmt, hiess es in einer Erklärung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

In Gusch Ezion, Maale Adumim, Ariel und Kyriat Sefer im Westjordanland sind laut den Angaben vom Sonntag «einige hundert Wohnungseinheiten» geplant. Die Genehmigung war gemäss der Mitteilung bereits am Samstag erfolgt.

Entscheid erschwert Friedensbemühungen

In der Nacht zuvor waren fünf Mitglieder einer jüdischen Siedlerfamilie, darunter drei Kinder, im Westjordanland erstochen worden. Die Tat, für die zwei palästinensische Extremisten verantwortlich gemacht wurden, löste international Bestürzung aus.

Der Entscheid des Ministerkomitees dürfte die Bemühungen um einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erheblich erschweren. Der umstrittene Siedlungsbau ist ein Knackpunkt in den Nahost- Friedensverhandlungen, die seit einem halben Jahr auf Eis liegen. Während die Palästinenser auf einen kompletten Baustopp dringen, will Israel den Bau zumindest in einigen Gebieten fortsetzen.

(sda)