Mexiko

16. Februar 2011 08:22; Akt: 16.02.2011 11:03 Print

Wütende Lehrer schmeissen Steine

In Mexiko sind die Lehrer auf die Strasse gegangen: Weil Präsident Calderón Privatschulen entgegenkommt, ist es während eines Besuchs in Oaxaca zu Ausschreitungen gekommen.

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Polizisten führen in Oaxaca einen verhafteten Demonstranten ab. (Bild: Reuters)

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Protestierende Lehrer lieferten sich stundenlange Strassenschlachten mit der Polizei. Die Gewerkschaft der Lehrer erklärte, 20 Demonstranten seien verletzt worden. Nach Polizeiangaben wurden fünf Beamte verletzt, der Reporter eines Radiosenders wurde nach eigenen Angaben von einer Kugel am Bein getroffen.

Die Demonstranten gingen mit Steinen und Stöcken gegen die Polizei vor, die ihrerseits Tränengas einsetzte. Die Proteste richteten sich nach Angaben der Gewerkschaft Sección 22 unter anderem gegen Calderóns Entscheidung, Eltern, deren Kinder Privatschulen besuchen, Steuernachlässe für das Schulgeld zu gewähren. Dies untergrabe das öffentliche Schulsystem. Die Lehrer drohten weitere Proteste und Strassenblockaden an.

Bereits 2006 war es in der bei Touristen beliebten Stadt zu fünf Monate andauernden Unruhen gekommen, in deren Verlauf mehr als zehn Menschen getötet wurden. Calderón absolvierte seinen Besuch ungeachtet der Proteste wie geplant.

(ap)