Elektrotechnik

14. November 2019 08:34; Akt: 15.11.2019 08:43 Print

Wunderkind Laurent (9) beendet sein Studium

Mit acht Jahren machte er Matura, jetzt beendet Laurent Simons (9) sein Studium: Der Bub gilt als Genie.

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Seit Sommer 2018 studiert Laurent das Fach Elektrotechnik an der technischen Uni im niederländischen Eindhoven. Schon die Schulzeit in Belgien hatte der hochbegabte Bub mit einem IQ von 145 im Rekordtempo durchlaufen. Nun steht der Junge, der in Belgien und den Niederlanden aufwuchs, kurz vor der Bachelor-Prüfung.

Der Kleine wird schon jetzt mit dem Astrophysiker Stephen Hawking und Nobelpreisträger Albert Einstein verglichen. Laurent möchte «Dinge wissen». Vor allem Technik und Naturwissenschaften haben es ihm angetan. Aber nicht alles macht Spass, gibt er zu. Zum Beispiel fand er Sprachunterricht nicht so super. «Da musste ich so viele Bücher lesen, Romane – und die lese ich nicht so gerne.»

Eigenen Microchip entwickelt

Laurent will nicht, dass man ihn für altklug oder gar überheblich hält. Er sieht sich nur als ungeduldig, weil er blitzschnell lernt. Das Pensum, für das andere Studenten acht Wochen brauchen, schafft er locker in einer Woche. An der Uni bekommt er Einzelunterricht. Den Stoff nimmt er dann zu Hause selbstständig durch. Am Freitag sind Prüfungen. «Es ist ein Abenteuer», sagt sein Professor Peter Baltus. «Aber es macht wahnsinnigen Spass». Er ist zwar kluge Studenten gewohnt. «Aber Laurent ist echt mindestens dreimal so klug.»

Manchmal vergisst Baltus, dass sein Superstudent noch ein Kind ist. Einmal, so erinnert er sich, konnte Laurent im Labor ein Kabel nicht abziehen. «Er war einfach nicht stark genug.» Zum Abschluss des Studiums entwickelt Laurent einen Mikro-Chip, um Reaktionen von Gehirnzellen zu messen. Auf dem Gebiet will er gerne weiterforschen. «Ich will etwas entwickeln, das das Leben verlängern kann, künstliche Organe zum Beispiel.

Eltern legen Arbeit aufs Eis

Das Kind hat das Leben seiner Eltern ziemlich auf den Kopf gestellt, sagt Papa Alexander. «Wir fahren jetzt ein elektrisches Auto und keinen alten Diesel mehr.» Die Familie fliegt auch nicht mehr so oft ins Ferienhaus nach Spanien. Für Laurent ist das okay: «Irgendwann wird es eine technische Lösung geben für den Klimawandel», sagt er dem deutschen ZDF. «Wir sollten viel mehr investieren in die Forschung und Technik.»

Möglicherweise wird Laurent künftig in den USA oder in Deutschland weiterstudieren. Zurzeit wird ein individuelles Promotionsprogramm für ihn zusammengestellt. Die Eltern haben vorerst ihre Arbeit als Zahnärzte auf Eis gelegt. Dreimal in der Woche fahren sie mit Laurent von Amsterdam nach Eindhoven, jeweils fast zwei Autostunden. Sie wollen, dass er ungestört lernen kann, aber auch, dass er nicht zu sehr vereinnahmt wird. Schliesslich ist Laurent noch ein fast ganz normaler Neunjähriger, der mit seinen Hunden Sammy und Joe spielt und Filme auf Netflix anschaut.

(heute )