Kim Jong-un in China

10. Januar 2019 01:32; Akt: 10.01.2019 04:03 Print

Xi sieht «historische Chance» für Korea

Der nordkoreanische Machthaber besucht derzeit Chinas Präsidenten. Dieser hofft auf eine Einigung auf der koreanischen Halbinsel.

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Chinas Präsident Xi Jinping sieht eine «seltene historische Chance» für eine Einigung auf der koreanischen Halbinsel. Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un will seinen Beitrag dazu leisten.

Xi Jinping habe gegenüber Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un bei dessen Besuch in Peking in dieser Woche die Hoffnung ausgedrückt, Kim und US-Präsident Donald Trump würden bei einem möglichen zweiten Gipfeltreffen aufeinander zugehen, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Kim versprach demnach, sein Land werde sich darum bemühen, «Ergebnisse zu erzielen, die von der internationalen Gemeinschaft begrüsst werden».

Nordkoreas «berechtigte Bedenken» müssten aber ernst genommen und aktiv auf sie reagiert werden, um eine umfassende Lösung für die koreanische Halbinsel zu erreichen, führte Xi Jinping weiter aus.

Nordkorea aus Isolation befreien

Kim war Anfang der Woche zu einem mehrtägigen Besuch in China eingetroffen. Nach Einschätzung von Experten diente die Reise dazu, sich vor dem geplanten nächsten Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump mit der chinesischen Führung abzustimmen.

Nordkorea ist international weitgehend isoliert. China ist der engste Verbündete Pyongyangs und ein wichtiger Akteur in den Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea. China sei bereit, eine «positive und konstruktive Rolle» bei der Denuklearisierung der Halbinsel zu spielen, sagte Xi weiter.

Die Verhandlungen über die Denuklearisierung Nordkoreas waren zuletzt ins Stocken geraten. Nach Angaben von US-Präsident Trump beraten Pyongyang und Washington nach dem historischen Gipfel im vergangenen Juni in Singapur derzeit über ein zweites Treffen. Zuletzt hatte Kim in seiner Neujahrsansprache mit einer Kursänderung gedroht, sollten die USA die Strafmassnahmen gegen sein Land aufrecht halten.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jerome am 10.01.2019 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Spätrömische Dekadenz

    Die neue Weltordnung wurde gemacht. Die USA versinken in der Bedeutungslosikeit, Europa wird zur Produktionshalle der Welt degradiert und die Asiaten unter der Führung Chinas beherrschen uns wie damals die USA. Seit ich vor kurzem auf Chinarundreise war, ist mir das schlagartig bewusst geworden. Wir sind dekadent und kümmern uns nur noch um unnötige Sachen welche nicht unser Überleben sichern. Wenn es soweit ist, schwenke und hisse ich natürlich die chinesische Flagge auf meinem Balkon. Ich anerkenne den stärkeren, wenn unsere Leader uns Europäer aufgegeben haben.

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  • Anton Keller am 10.01.2019 03:05 Report Diesen Beitrag melden

    Zweifel

    Sollte es dazu kommen, kann man nur hoffen und beten, dass der Fall der Grenze so friedlich abläuft wie beim Mauerfall.

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  • m, 31, CH am 10.01.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Welcome World Leader

    China die neue Weltmacht! Ich heisse sie jedenfalls willkommen. Die Chinesen haben mehr als genug Feinde, haben jedoch noch nie eine Atombombe gegen diese eingesetzt. Daher garantiert humaner als Weltleader wie die Amis.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luka Mandzo am 10.01.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Showdown der Supermächte

    Während wir uns in der westlichen Hemmisphäre von Influenzern und sinnlosen Themen ablenken lassen, schmiedet China seine Pläne für die Weltherrschaft. Die aufstrebende Macht denkt 100 Jahre im Voraus und breitet sich langsam aber zielstrebig aus. Da 90% der Menschen dort gleichgeschaltet sind und an einem Strang ziehen, wird es wohl nicht mehr zu verhindern sein ohne einen grösseren Konflikt. Nicht umsonst versucht Trump wo er kann China zu schaden. Unterstützung hat er massenhaft was nicht umbedingt in Medien zu sehen ist. Rund 75% der Politelite in EU, Australien und Canada ist hier dabei.

  • Trumpi am 10.01.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Menschenrechte

    Ein wirklicher Fortschritt wäre, wenn China und Nordkorea etwas für die Menschenrechte in ihrem Land machen würden.

  • Analyst am 10.01.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Trump wird Weinrn

    Das würde aber Trump nicht gefallen,sollte China das schaffen was er nicht Erreicht hat,auch so ein Wshlkampfversprechen das er mitsamt der Mauer nicht erfüllt.China wird die Weltmacht Nr.1 werden,und mit dem Investment in Afrika auch dieses auch beherrschen. Die USA ist in steilem Sinkflut.Go Reps Go,sobald als möglich.

  • Fritz am 10.01.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Zukünftige Weltordnung

    Da Trump sich aus der Weltpolitik zurückzieht muss sich Nordkorea an die kommende Weltmacht China wenden. Wann wird der Dollar als Weltwährung abgelöst?

  • Plagöri am 10.01.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NordArm SüdReich

    Glaube kaum dass ein Demokratisches Technologieland wie Südkorea eine Wiedervereinigung mit einer verkümmerten Diktatur anstrebt. Wie stellt sich Kim denn das vor?