Peinliche Panne

07. Dezember 2018 13:11; Akt: 07.12.2018 13:49 Print

ZDF ruft Merkel-Nachfolge voreilig aus

Die CDU bestimmt heute die Nachfolge Merkels für den Parteivorsitz. Nach einer voreiligen Meldung zum Wahlsieg von Friedrich Merz erntet das ZDF Spott.

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Drei Kandidaten treten heute zur Wahl um den neuen Parteivorsitz an. Während allgemein ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten erwartet wird, rechnet das ZDF bereits mit dem Ex-Fraktions-Vize Friedrich Merz als neuem Parteichef. Noch bevor die 1001 Delegierten in Hamburg zur Urne geschritten sind, stellt der Sender in seiner Ankündigung für die Sendung «Was nun, Herr Merz?» bereits Fragen nach der Zukunft der CDU unter Merz und fragt, wie er die Union aufstellen und verlorene Wähler zurückgewinnen wolle.


«Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen»: Obwohl die Seite mit der voreiligen Ankündigung beim ZDF inzwischen nicht mehr auffindbar ist, wird der Screenshot des Patzers in den sozialen Medien fleissig geteilt. «Das ZDF ist verblüffend gut informiert», amüsiert sich etwa «Spiegel»-Redakteurin Melanie Amann auf Twitter.

Auf dem CDU-Parteitag in Hamburg sind neben dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz noch zwei weitere Kandidaten für die Merkel-Nachfolge im Rennen: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn. Letzerer gilt als Aussenseiter mit deutlich geringeren Chancen. Der oder die neue CDU-Vorsitzende hat beste Chancen, dereinst Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin zu werden.

Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Gelingt dies keinem der Bewerber in der ersten Runde, kommt es zu einer Stichwahl der beiden Bestplatzierten. Spätestens gegen 18 Uhr wird feststehen, wer die CDU in die Zukunft führen wird.

(zos/afp)