Irak

29. März 2011 16:10; Akt: 29.03.2011 16:37 Print

Zahlreiche Tote nach Geiselnahme

Im Irak sind mehrere Regierungsbeamte als Geiseln genommen worden. Zuvor hatte sich eine Schiesserei ereignet, bei der mehrere Menschen ums Leben kamen.

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Bei einer Geiselnahme im Irak sind am Dienstag mindestens 21 Menschen getötet worden, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter sprach von bis zu 60 Verletzten.

Acht Bewaffnete in Militäruniformen hatten den Sitz des Provinzrats der Region Salahuddin in der Stadt Tikrit gestürmt und das Feuer eröffnet. Zu drei Regierungsbeamten gebe es keinen Kontakt mehr, sagte Provinzgouverneur Ahmed Abdullah. Sie könnten als Geiseln genommen worden sein. Auch der Geheimdienstmitarbeiter sprach von mehreren Geiseln, die sich nach wie vor in der Hand der Bewaffneten befänden, konnte aber keine Zahlen nennen.

Ausgehverbot in Tikrit

Die Angreifer, die auch Sprengstoffgürtel trugen, lieferten sich einen heftigen Schusswechsel mit Sicherheitskräften, die das Gebäude umstellt hätten, berichtete Abdullah. In Tikrit wurde ein Ausgehverbot verhängt, während irakische Soldaten versuchten, in das Ratsgebäude vorzudringen.

Nach Behördenangaben konnten die meisten Regierungsbeamten der Attacke entgehen, weil die Sitzung am Dienstag früher als üblich endete. Ziel der Angreifer sei es offenbar gewesen, möglichst viele Regierungsvertreter als Geiseln zu nehmen.

(ap)