Mongolei

06. Mai 2019 15:07; Akt: 06.05.2019 19:21 Print

Schweizer wegen Beulenpest in Quarantäne

Aufgrund zweier Todesfälle wegen der Beulenpest, stehen rund zehn Schweizer Touristen in der Mongolei unter Quarantäne.

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In der Mongolei ist ein russisches Touristenpaar an der Beulenpest gestorben. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, stellten die örtlichen Gesundheitsbehörden und die Armee die Stadt Ölgii nach dem Vorfall unter Quarantäne. Wie die «Siberian Times» berichtet, sind auch Schweizer Touristen betroffen.

Das EDA spricht gegenüber «Le Matin» von «rund zehn Schweizern». Sie dürfen bis auf Weiteres nicht ausreisen. Ihre Gesundheit ist laut dem EDA nicht gefährdet. Die Quarantäne könnte allerdings bis zu 21 Tage andauern.

Tödlich ohne die richtige Behandlung

Die beiden verstorbenen Russen folgten einer mongolischen Tradition und assen rohes Murmeltierfleisch und die Innereien des Tieres. Die Tradition besagt, dass das Fleisch die Abwehrkräfte und die Gesundheit stärken soll. Bei den Opfern handelt es sich um einen 38-jährigen Mann und seine 37-jährige Frau. Das Paar hinterlässt vier Kinder. Besonders tragisch: Die Frau war erneut schwanger.

Insgesamt 158 Menschen kamen mit dem Ehepaar direkt oder indirekt in Kontakt. Sie werden von den Behörden überwacht. Die WHO warnt, dass die Krankheit einen Erwachsenen innert 24 Stunden tötet, wenn man sie nicht rechtzeitig behandelt.

(fss)