«Es gibt noch viel zu tun»

31. Dezember 2019 09:34; Akt: 31.12.2019 09:59 Print

Zoo-Direktor harrt aus, um Tiere zu retten

Ein Zoo im Südosten Australiens ist von den Flammen umzingelt. Direktor Chad Staples und sein Team haben die ganze Nacht gearbeitet, um die Tiere zu retten.

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Die Buschbrände im Südosten Australiens nehmen immer dramatischere Ausmasse an. Bilder auf Twitter zeigen, wie teils ganze Städte und Dörfer den Flammen zum Opfer fallen. Betroffen ist auch Mogo, das rund 500 Kilometer südlich von Sydney liegt.

Während zahlreiche Häuser niederbrannten und das Dorf evakuiert wurde, harrten die Angestellten des Zoos aus. Der Zoo vermeldete am Dienstag, dass sie alle Tiere vor den Flammen retten konnten. Der Zoo beheimatete gemäss eigenen Angaben neben Zebras, Breitmaulnashörner und Giraffen auch die grösste Sammlung von Primaten in Australien.

«Die Behörden wollten die Stadt evakuieren und alle Leute rausbringen», sagt Zoo-Direktor Chad Staples zu 9news. «Unser Plan war von Anfang an, dass wir hier bleiben und versuchen, die Tiere zu schützen.»

Wegen der Grösse des Zoos konzentrierten sich die Mitarbeiter darauf, dem Feuer an strategisch wichtigen Stellen keine Angriffsfläche zu bieten. Ausserdem wurde das ganze Gelände grosszügig benässt.

«Die Tiere, die klein genug sind, haben wir untergebracht», sagt Staples. Derzeit befänden sich vor allem kleinere Affen und Rote Pandas im Gebäude. «Gefährliche Tiere wie Tiger, Löwen und grosse Affen wurden frühzeitig in ihre Nachtquartiere gebracht. Dort sind sie sicher», sagt Staples. «Es grenzt fast an ein Wunder: Weder Menschen noch Tiere wurde verletzt – nicht einmal ein Kratzer.» Vorerst gibt es aber keine Erholung für Staples und seine Mitarbeiter: «Es gibt noch viel zu tun, bis wir uns etwas ausruhen können.»


Extreme Hitze und starke Winde lassen die Brände in Australien nicht unter Kontrolle bringen. (Video: Tamedia)

(fur)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Canonworld am 31.12.2019 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer nur Schweizer

    Schweizer, immer nur Schweizer. Ja, ich bin auch Schweizer hab aber Verwandte in Australien die dort leben und die von den Bränden hart getroffen sind. Der Bericht über Schweizer Touristen in Australien im Zusammenhang mit den Bränden steht zu keiner Relation wie es vor Ort für die Einheimischen wirklich ist.

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  • Lena am 30.12.2019 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Traurig wie machtlos wir zuschauen müssen wie ein Kontinent brennt.

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  • Ruedi am 30.12.2019 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    die Fläche der Schweiz

    4 Mio Hektar = 40'000 km2 = die Fläche der Schweiz

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ronny C. am 23.01.2020 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Australien die CO2-Schleuder ?

    Durch die Brände wurde mehr CO2 ausgestossen als Europa in den letzten 18 Jahren in die Luft geblasen hat. Die Australier hatten die Lage nicht im Griff, also liebe Klimahysteriker, geht demonstrieren. Komisch ist ja, das der CO2-Anteil nach wie vor nur unbedeutende 0.038% beträgt in der Atmosphäre. Klar, Pflanzen binden CO2 und die NASA beweist Jahr für Jahr, dass wir ein global greening haben. Also, liebe Klimahysteriker, alles ist gut. Tief durchatmen.

  • peter aua am 22.01.2020 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    tolle überschrift!

    für was ist diese warnung? was hat diese meldung hier zu suchen? betrifft es uns? warum werden wir genau gewarnt?

  • Nicht grün aber vernünftig am 22.01.2020 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Tatsache

    Hauptsache immer Klimawandel abstreiten aber sich dann wundern wenn solche Wetter-/Naturkatastrophen auftauchen. Kompliment, Boomer.

  • Alles wie es soll am 22.01.2020 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Greta-Fake

    Hört bloss auf mit dieser Greta.... die ist der grösste Marketing-Fake in diesem Jahrtausend.

  • Jillaroo am 22.01.2020 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Spinnen

    Wir sind seit gestern unterwegs um für den Australian Reptile Park "Funnel-Web Spiders" zu suchen um im Falle von Bissen das Gegengift herzustellen. Seit 1981 gibt es Gegengift und wir hatten keine Todesfälle mehr. Bis jetzt nur ein Männchen gefunden dafür zwei Redbacks.

    • Jillaroo am 23.01.2020 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      Spinnen

      Ich möchte eigentlich allen Touristen die im Freien/Zelt übernachten informieren am Morgen ihre Schuhe und Kleider zu schütteln. Ich mache es auch in meinem Haus und dies hat sich schon mehrmals gelohnt. Mit dem Gegengift konnte man auch schon etliche Touristen retten dies sich der Gefahr nicht bewusst waren.

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