Nordirland

22. April 2019 03:02; Akt: 22.04.2019 03:27 Print

Zwei in Derry verhaftete Männer wieder frei

Nach dem Tod einer Journalistin in Nordirland kam es zu zwei Festnahmen. Es wurden jedoch keine Anschuldigungen gegen die Männer erhoben.

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Zwei nach dem Tod der Journalistin Lyra McKee in Nordirland festgenommene Männer sind wieder freigelassen worden. Anschuldigungen gegen die 18 und 19 Jahre alten Männer wurden nicht erhoben, wie die nordirische Polizei am Sonntag mitteilte. Die jungen Männer waren auf der Grundlage von Anti-Terror-Gesetzen in Derry festgenommen und zum Verhör auf eine Polizeiwache in Belfast gebracht worden.

Am Sonntag startete die Polizei einen neuen Zeugenaufruf. «Ich weiss, dass es Menschen gibt, die wissen, was passiert ist, die aber Angst haben, sich zu melden», erklärte Kommissar Jason Murphy. Jeder, der auch nur über einen kleinen Hinweis verfüge, solle sich bei den Ermittlern melden.

McKee war am Donnerstagabend am Rande von schweren Ausschreitungen im nordirischen Derry erschossen worden. Die Journalistin wurde nach Polizeiangaben getroffen, als ein Mann auf Polizisten schoss. Die Behörden vermuten, dass die paramilitärische Gruppe New IRA für die Tat verantwortlich ist.

Erinnerungen and «Bloody Sunday»

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, bei dem rund 3500 Menschen getötet wurden. In der britischen Provinz hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft.

Die Stadt Derry, von den Protestanten Londonderry genannt, war 1972 Schauplatz des «Bloody Sunday». Damals schossen britische Soldaten auf unbewaffnete Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration. 14 Menschen wurden getötet.

(chk/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EMMM am 22.04.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    ((Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, bei dem rund 3500 Menschen getötet wurden. In der britischen Provinz hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft)) Eine Ineressante Geschichte, einer Jahrzehnte lange Konflikt, wo man noch an den Konflikt errinert. Gibt es schon Fortschritte in der Friedensbemühung? Oder ist dieser Konflikt, gar gewollt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • EMMM am 22.04.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    ((Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, bei dem rund 3500 Menschen getötet wurden. In der britischen Provinz hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft)) Eine Ineressante Geschichte, einer Jahrzehnte lange Konflikt, wo man noch an den Konflikt errinert. Gibt es schon Fortschritte in der Friedensbemühung? Oder ist dieser Konflikt, gar gewollt?

    • Roisin OD am 22.04.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roisinod

      Die Menschen, die diesen Aufstand und Mord inszeniert haben, sind Kriminelle, die sich nur um zwei Dinge kümmern: Geld und Kontrolle. Sie kümmern sich nicht um die Menschen der Gemeinschaften, die sie zerstören.

    • J Connolly am 22.04.2019 20:56 Report Diesen Beitrag melden

      Da geht's um mehr

      Der Konflikt besteht seit 1690. Mit dem Karfreitagsabkommen 1998 gab es Fortschritte in den Friedensbemühungen. Die aktuelle Eskalation ist nur noch von wenigen extremistischen Gruppierungen gewünscht der Brexit und die Gefahr erneuter Handelsgrenzen zwischen Irland und Nordirland wird aber kaum zur Deeskaltion beitragen. Ich bin kein Freund von Deportationen, aber vielleicht sollte man einfach alle Protestanten zurück nach Schottland verfrachten und Nordirland der Republik Irland zuschlagen.

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