Erfolgsgeschichten

04. März 2019 21:00; Akt: 04.03.2019 21:04 Print

Diese Frau stemmt 100 Kilogramm

von Sulamith Ehrensperger - Erell Topic hat ihren Essstörungen den Rücken gekehrt. Körper- und Selbstwertgefühl hat sie mit Krafttraining wiedergewonnen. Die Erfolgsgeschichte der 31-Jährigen.

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Volle Kraft voraus: Erell Topic setzt auf Kraftsport. Squats mit der Langhantel schafft die zierliche 31-Jährige mit einem Gewicht von 100 Kilo. Vor ihrer Transformation lebte die Zürcherin mit der ständigen Angst vor dem Zunehmen. Erell ass immer weniger trotz hartem Training. Vier- bis fünfmal die Woche powerte sie sich beim Crossfit aus – ganz nach den Vorgaben eines Online-Programms. Von 53 auf 60 Kilo: Dank dem Krafttraining findet sie ihr Körper- und Selbstwertgefühl wieder. Und die Lust zu essen und zu kochen. Innerhalb von drei Jahren hat Erell sieben Kilo Muskelmasse zugelegt, dabei ihr Körper- und Selbstbewusstsein zurückgewonnen. Squats mit der Langhantel schafft die zierliche junge Frau mit einem Gewicht von 100 Kilo. Sie trainiert dreimal die Woche im Fitnessclub der bekannten Personal Trainerin Cindy Landolt. Das erste Treffen hatte ihre Schwester aus Sorge arrangiert. «Im ersten Moment hatte ich viel Respekt vor den Kraftmaschinen. Ich hatte danach den Muskelkater meines Lebens.» «Die ersten Monate musste ich mich zwingen zu essen. Es fiel mir schwer, dass Grösse 34 nicht mehr passte.» Erell hielt durch, auch weil sie sich sagte: «Was auch kommt, alles ist besser als jetzt.» Für ihre Transformation habe sie ein grosses Päckchen Geduld mit sich selbst schnüren müssen. «Ich spüre mich wieder, zuvor hatte ich mich oft nur halb lebendig gefühlt.» Die Reaktionen auf ihre Transformation liessen nicht lange auf sich warten. «Die Leute fragten mich, weshalb ich das tun würde, Muskeln seien doch nicht weiblich.» Erell lässt sich nicht abbringen und beschliesst, dass sie nur sich selbst gefallen muss. «Frau braucht vor Muskeln keine Angst zu haben, die kommen nicht leicht und sind schnell wieder weg!»

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Da war die ständige Angst vor dem Zunehmen. Erell Topic ass immer weniger – trotz hartem Training. Vier- bis fünfmal die Woche powerte sie sich beim Crossfit aus – ganz nach den Vorgaben eines Online-Programms aus Amerika.

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Heute ist alles anders: Die 31-Jährige setzt auf Kraftsport. Squats mit der Langhantel schafft die zierliche junge Frau mit einem Gewicht von 100 Kilo. Innerhalb von drei Jahren hat sie sieben Kilo Muskelmasse zugelegt, dabei ihr Körper- und Selbstbewusstsein zurückgewonnen.

«Grösse 34 passte nicht mehr»

Ebenso die Lust am Essen: «Die ersten Monate musste ich mich zwingen zu essen. Es fiel mir schwer, dass Grösse 34 nicht mehr passte.» Sie hielt durch, auch weil sie sich sagte: «Was auch kommt, alles ist besser als jetzt.»

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Manchmal fragt sich Erell Topic, ob sie von einem Extrem ins andere gefallen ist. «Ja. ich tue alles im Leben voll und ganz. Zu Beginn habe ich genau nach Plänen trainiert und gegessen. Erst mit der Zeit habe ich gemerkt, was mir wirklich guttut.»

«Ich fühlte mich nur halb lebendig»

Erell ist Vegetarierin, isst viel Gemüse, Tofu, Soja und Milchprodukte. Sie kocht wieder gern, probiert neue Rezepte aus. Für ihre Transformation habe sie ein grosses Päckli Geduld mit sich selbst schnüren müssen. «Ich spüre mich wieder, zuvor hatte ich mich oft nur halb lebendig gefühlt.»

Sie trainiert dreimal die Woche im Fitnessclub der bekannten Personal Trainerin Cindy Landolt. Das erste Treffen hatte ihre Schwester aus Sorge arrangiert. «Im ersten Moment hatte ich viel Respekt vor den Kraftmaschinen. Ich hatte danach den Muskelkater meines Lebens.»

«Muskeln sind doch nicht weiblich»

Die Reaktionen auf ihre Transformation liessen nicht lange auf sich warten. «Die Leute fragten mich, weshalb ich das tun würde, Muskeln seien doch nicht weiblich.» Erell lässt sich nicht abbringen und beschliesst, dass sie nur sich selbst gefallen muss. «Frau braucht vor Muskeln keine Angst zu haben, die kommen nicht leicht und sind schnell wieder weg!»

Erell will keinen Bikiniwettbewerb gewinnen und auch keine Zentner stemmen. «Zu grosse Ziele setzen unter Druck, ich bevorzuge kleine.» Jedes davon ist ein weiterer Schritt zum neuen Ich-Gefühl.