Soneva Fushi

11. Juni 2019 14:58; Akt: 11.06.2019 15:46 Print

Auf dieser Insel zahlen Promis, um barfuss zu sein

von Geraldine Schläpfer - Die Malediven bestehen aus 1190 Insel-Atollen im Indischen Ozean. Eines dieser Atolle gilt als einer der entspannendsten Orte der Welt – nicht nur für Stars.

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: Das ist das Motto auf Soneva Fushi, ... ... einem abgelegenen Luxus-Ökohotel auf den Malediven, das sowohl gestresste Manager als auch Celebrities beherbergt. Auf der Insel herrscht striktes Schuhverbot, auch in den Restaurants. Anstatt Rindfleisch, gibt es ganz viel Grünes auf dem Menü. Die Gärten der Insel liefern einen Grossteil der Speisen, die angeboten werden. Köchin Jennifer, die sich auf vegane Delikatessen spezialisiert hat, ... ... durfte schon Gwyneth Paltrow bekochen. Die Schauspielerin verbrachte ihren Honeymoon mit Ehemann Brad Falchuk hier. Ob ihr Frühstücksteller wohl ähnlich ausgesehen hat? Frische Früchte ... ... und Ayurveda-Shots sollen helfen, den Körper wieder in Balance zu bringen. Wem Chillen zu langweilig ist, ... ... cruist per Velo um die Insel ... ... oder schnorchelt mit Meeresschildkröten. Der wahre Luxus der Insel besteht aber nicht in den edlen Villas mit Privatstränden, sondern der nachhaltigen Philosophie. Eine hoteleigene Recyclinganlage mit Fachleute aus aller Welt arbeiten daran, den Resort CO2-neutral zu halten. So werden per Schiff importierte Getränkedosen geschmolzen ... ... und etwa zu Türgriffen verarbeitet. Mit der Recycling-Organisation Parley werden Sammelaktionen in den ganzen Malediven unternommen, um Plastik aus dem Meer zu sammeln, ... ... das zu neuen Materialien verarbeitet wird. Soneva gilt als weltweiter Vorreiter im Luxustourismus. Den guten Vorsätzen zum Trotz bleibt der ansteigende Meeresspiegel aber die grösste Bedrohung, nicht nur für das Hotel.

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Gwyneth Paltrow, Madonna, Paul McCartney: Sie alle kommen immer wieder aufs Baa-Atoll, wenn sie wirklich abschalten wollen. Dabei werden ihnen nicht Kaviar und Partys geboten, sondern Stille und luxuriöse Entschleunigung. Schon vor der Ankunft (die Insel erreicht man ab Malé per Wasserflugzeug und anschliessender Bootsfahrt) werden die Gäste gebeten, ihre Schuhe abzuziehen. Ab sofort ist man für den Rest des Aufenthalts nur noch barfuss unterwegs, ganz nach dem Motto: no shoes, no news.

Recycling, Kombucha-Drinks und Velos

Die Gründer von Soneva Fushi, Sonu und Eva Shivdasani, wollten mit ihrem Resort einen ökologischen Ort des Luxus gründen. Auf der ganzen Insel wird Recycling und Nachhaltigkeit grossgeschrieben. 90 Prozent des Abfalls auf der Insel werden bereits wiederverwertet und 20 Prozent des Stroms der Insel aus Solarenergie gewonnen. Für jeden Gast werden Flugkompensationen eingezahlt und Rindfleisch gibt es aufgrund des hohen CO2-Verbrauchs auf der ganzen Insel nicht. Dafür werden die Gäste mit Spitzenküche aus den eigenen Biogärten verwöhnt: Auf dem Menü stehen Fisch aus nachhaltigem Fang, exotische Früchte, feinstes Gemüse, Kombucha-Drinks und auch selbst gemachte Schokolade sowie Matcha-Glace. Wer nicht nur im Liegestuhl entspannen will, unternimmt mit den hauseigenen Meeresbiologen einen Schnorchel-Ausflug zu den Schildkröten, geht wellenreiten (auch die Surfboards sind aus recyceltem Holz) und findet mit Yoga, Meditation und Massagen zurück zur inneren Mitte. Jeder Gast erhält zudem ein eigenes Velo, das als Transportmittel auf der Insel dient.

Ein eigener Strandabschnitt mit Butler

Das ständige Barfusssein entspannt sogleich und lässt den Kopf abschalten, die schwierigste Entscheidung ist jeweils das morgendliche Aussuchen des eigenen Ayurveda-Elixirs (Rejuvenating, Cooling oder doch lieber Detox?). Nach einem Tag voller Sonne und Mindfulness sinkt man dann ins Bett in einer der 57 privaten Dschungelvillen, jede aus recyceltem Holz gebaut und mit eigenem Strandabschnitt. Hat man dann doch noch einen Wunsch oder will kurzfristig seine Kissenauswahl anpassen, steht jeder Villa ein Butler zur Verfügung, der per Telefon erreichbar ist. Nur die Schuhe muss man beim Verlassen der Insel dann selbst wieder anziehen.

Eine Nacht auf der Luxus-Insel gibt es ab 800 Franken (Nebensaison) oder 1400 Franken (Hauptsaison).

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eri am 11.06.2019 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Promis...

    ...laufen barfuss auf Soneva Fushi. Auch Nichtpromis können dies auf dieser Insel tun. Ab 6'300 Franken für eine Woche kann auch Trudeli und Fritzli dort barfuss verweilen.

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  • kusco am 11.06.2019 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schuhe aus

    Warum denn soweit reisen - man kann auch in der Schweiz problemlos Barfuss laufen. Für ungeübte gibt's extra Barfusspfade.

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  • Eva / Sonu am 11.06.2019 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soneva Fushi

    Ich kenne diese Insel seit 1999. War jedes Jahr 2 Monate da. Leider sieht nur für die Gäste alles toll aus. In Warheit wird diese Insel zerstört. Mit "Out of the Blue" und geplanten Wasserbungalows ist der Untergang des Hausiff's Tatsache. Denn für Sonu und Eva zählt unter dem Dekmantel der ökologie schlussendlich nur Eines: Der Gewinn... Leider !!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland S. am 16.06.2019 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soneva

    Wir waren vor 30 Jahren dort und schon damals hiess es die Inseln werden untergehen. Stimmt wohl aber sie versinken wohl eher im Abfallproblem , die Klimalüge gab es schon damals. Zuviele Menschen tun der Erde einfach nicht gut, deshalb muss endlich dort der Hebel angesetzt werden.

  • cph4 am 14.06.2019 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Flugkompensationen einzahlen?

    Egal ob man die Flugkompensationen einzahlt oder nicht; das CO2 hat der Flieger so oder so ausgestossen und die Umwelt belastet. Mit Geld kann man das nicht rückgängig machen!

  • Oeko Freak am 13.06.2019 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Pseudo Oekos

    Und wie kommt man auf diese Insel? Schwimmen sie mal kurz rüber?

  • Dänu am 13.06.2019 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Recycling

    Türgriffe aus Aludosen.....und wenns keine Türen mehr hat...so brilliant das Recycling....

  • S.B. am 12.06.2019 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Im Osten nichts neues

    Alter Wein in neuen Schläuchen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man den selben Promis, die vorher den Hals nicht genug kriegen konnten, nur eine Einfachheit verkauft, welche schon immer zu haben gewesen wäre. Aber eine normale Insel oder Berghütte tun es halt nicht, es muss schon instamässig inszeniert werden müssen, damit man in die Medien kommt. Man stelle sich vor: Entschleunigung und keiner schaut hin! Immerhin tröstlich: wer spricht, weiss nicht - wer weiss, spricht nicht. In diesem Sinne, macht es für euch und nocht für den Fame :-)