Der Abräumer von Manchester United

16. April 2019 10:32; Akt: 16.04.2019 10:33 Print

Er will Barças Mittelfeld den Garaus machen

José Mourinho gefällt er schon lange, und der FC Barcelona kennt ihn nun auch: Scott McTominay.

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Vorsicht, Barça! Atlético, Juve und zuletzt das dramatische 4:4, als die Auswärtstore zugunsten der AS Roma entschieden hatten; nun möchte Manchester United das Viertelfinal-Trauma der Spanier verlängern. 1:0 beträgt das Polster Barcelonas vor dem Rückspiel im Camp Nou.

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Es harzte in Manchester, oder wie José Mourinho befand: «Barcelona war nicht Barcelona.» Aus Sicht des Portugiesen, der als TV-Experte im Einsatz steht, war dies der Verdienst von Scott McTominay. «Er hat den Aufbau Barcelonas gestört, presste aggressiv und bereitet ihnen Probleme».

Wie schon im Achtelfinal-Rückspiel gegen PSG (3:1), als er unter amderem als Spielverderber für Marco Verratti erwies, war er für Mourinho ein «Drecksspieler» – allerdings im positiven Sinne.

Er galt als zu klein

Auch sein Nachfolger Ole Gunnar Solskjaer setzt mittlerweile auf den 22-Jährigen, dessen Karriere erst spät ins Rollen kam. Fast zu spät. McTominay liebäugelte damit, Manchester United zu verlassen. «You’ve got to keep working hard», ziert sein Profil auf der Website des Clubs. Immer Dranbleiben, ein Slogan, der passt.

Zwischen 2013 und 2016 stand McTominay, in Lancaster im Norden von Manchester geboren, auf U18-Stufe lediglich zwölfmal von Beginn weg auf dem Platz. Die Zahlen stammen vom «Independent». Er galt als zu klein, war in keinen U-Nationalmannschaften vertreten. Doch als er 18 war, begann er zu wachsen - und wie! Es ist von 10 inches (1 inch = 2,54 cm) in 18 Monaten zu lesen, woanders von 35 Zentimetern in zwei Jahren.


Luke Shaw traf ins eigene Netz: Barcelona gewann das Hinspiel in Manchester 1:0. (Video: SRF)

Typisch Mourinho

Ähnlich rasant ging es seither mit seiner Karriere voran. Ab Anfang 2017 spielte er regelmässig in der U23, im Sommer 2017 beorderte ihn Mourinho in die erste Mannschaft, unter Solskjaer scheint er nun den Sprung zum Stammspieler zu schaffen. Und er ist Nationalspieler. Schottland hat sich im vergangenen Jahr die Dienste des robusten Arbeiters gesichert. Seine Grosseltern stammen von dort.

Auch hier hatte sich Mourinho für McTominay stark gemacht, in einer Manier, in welcher es nur der Portugiese kann. Im Februar 2018 forderte Mourinho den neuen schottischen Nationaltrainer Alex McLeish im clubinternen TV-Sender dazu auf, sich bei ihm nach McTominay zu erkunden. Der Aufforderung verlieh er mit einer Geste, als würde er sich einen Telefonhörer ans Ohr halten, Nachdruck. «Es schaut aus, als würde England ihn verpassen. Es wäre das Erste, das ich tun würde, wenn ich Alex McLeish wäre», sagte er in die Kamera.

Ein ganz normaler Typ

Ob sich mittlerweile auch andere Dinge geändert haben, die Mourinho einst über den Mittelfeldspieler sagte, ist nicht bekannt. Denn Mourinho ist nicht nur von McTominays Spielweise angetan. «Keine Tattoos, keine dicken Autos oder Uhren, eine normale Frisur», schwärmte er einst vom «demütigen» Jungen, der mittlerweile stolze 1,92 m misst.

Man habe im Hinspiel zu viel Respekt gezeigt, sagte McTominay nach dem 0:1 im Old Trafford. «Wir sind Manchester United, uns sollte man niemals abschreiben. Sie verfügen ebenfalls über grossartige Spieler, aber das tun wir auch. Das werden wir im zweiten Duell im Camp Nou unter Beweis stellen.»

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fatmir am 16.04.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    ManUTD

    Hoffe dass ManUTD weiterkommt, aber wäre sicher spannender mit Barca in der Halbfinale. Trotzdem, Glory Glory Man United !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fatmir am 16.04.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    ManUTD

    Hoffe dass ManUTD weiterkommt, aber wäre sicher spannender mit Barca in der Halbfinale. Trotzdem, Glory Glory Man United !