Champions League

02. Oktober 2019 08:40; Akt: 02.10.2019 09:18 Print

Plötzlich wird über Favres Nachfolger diskutiert

Sie wollten die Bayern angreifen, sind aber schon unter Druck. Das spürt auch der Schweizer Trainer – in der Champions League ist ein Sieg in Prag Pflicht.

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Die Mannschaft in der Bringschuld, der Trainer in der Kritik – Borussia Dortmund sorgt derzeit für unliebsame Schlagzeilen. Der Sturz auf den achten Bundesliga-Tabellenplatz schürt Diskussionen über die Mentalität, die Klasse des Kaders und die Arbeit von Lucien Favre. Ein Sieg im zweiten Gruppenspiel der Champions League am Mittwoch (ab 18.55 Uhr im Ticker) bei Slavia Prag könnte helfen, die Lage zu beruhigen.

Die Ausgangslage

Das 0:0 im ersten Gruppenspiel gegen Titelaspirant FC Barcelona war achtbar, aber aufgrund der Vorteile bei den Torchancen zu wenig. Mit einem Sieg in Prag wäre der BVB im Kampf um den Achtelfinal-Einzug wieder in der Spur. Aber der eigentlich als Punktelieferant eingestufte tschechische Double-Gewinner scheint überraschend stark. Er ist in der heimischen Liga in dieser Saison noch ungeschlagen und erkämpfte sich bei Inter Mailand ein 1:1. «Es wird ein schwieriges Spiel», warnte Trainer Lucien Favre.

Die Stimmung

Nach den beiden Unentschieden in Frankfurt und gegen Bremen herrscht gedrückte Stimmung. «Wir können nicht zufrieden sein und stehen in der Liga auf Platz acht», kommentierte Sebastian Kehl. Der Lizenzspielerleiter erinnerte die Profis «an das ambitionierte Ziel, das wir vor der Saison ausgegeben haben». Wir verlangen mehr von uns. Und damit sollten wir am besten in Prag anfangen.» Mats Hummels pflichtete bei: «Wir sind extrem heiss darauf zu zeigen, dass das nicht der normale BVB ist, den wir in den beiden letzten Spielen gesehen haben.»

Die Trainerdiskussion

Selbst der lange Zeit als Bessermacher gefeierte Trainer Lucien Favre steht zunehmend in der Kritik. Viele Beobachter sprechen von Stillstand, obwohl das Team namhaft verstärkt wurde. Die Clubführung hält diese Diskussion über den Schweizer Fussball-Lehrer für ungerecht. «Diese Diskussion ist wirklich lächerlich. Wir führen sie intern nicht», versicherte Kehl, «in der Liga ist nach dem sechsten Spieltag noch nichts vorbei. Und es sind nur drei Punkte Rückstand zur Spitze.» Medienberichte, dass der BVB bereits Interesse an Bremens Trainer Florian Kohfeldt gezeigt haben soll, kommentierte Favre gelassen: «Ich bin seit 30 Jahren im Geschäft und kann damit umgehen.»

(dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mm am 02.10.2019 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    typisch

    ... eins zwei mal ein Unentschieden und man spricht von einer Krise...

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  • Fritz Boss am 02.10.2019 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Trainer beim FCZ

    Wir beim FCZ könnten Favres sehr gut gebrauchen

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  • 50+ am 02.10.2019 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu früh für ein Fazit

    kommt schon, alle Bewerbe stehen noch am Anfang. Der BVB wird schon noch zeigen was sie können (nein, bin kein BVB Fan)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Holger Dolder am 05.10.2019 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bo-Favre!

    Was soll das? Favre ist ein aussergewöhnlicher Trainer! Der sollte garantiert sicher nicht zur Diskussion stehen. Schliesslich hat Dortmund mit ihm eine Bärenstarke DFB Meisterschaft gespielt!

  • Badener am 03.10.2019 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Mental schwierig

    Die Frage ist eigentlich,was Watzke und Zorc geritten hat,die Meisterschaft als Ziel auszugeben.Damit ist der Trainer und die Mannschaft scheinbar überfordert.Bei Bayern wird das Ziel des Meisters nicht angesprochen sondern vorausgesetzt,das ist Normalität während das beim BVB Neuland bedeutet.

  • Röbi am 02.10.2019 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Favre

    Die Herren Mimosen, ertragen es einfach nicht, wenn ein Trainer Leistung will und kein Steichelbüsibüsi gibt. Wenn dann die oberen Chefs nicht zum Trainer stehen musser gehen.

  • Leo BM Fan am 02.10.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BVB wird auch mit einen Neuen Trainer nicht Meiste

    die schuldigen sitzen in clubbossen usw. Favre hat im vorfeld schon gesagt es wird kein selbstläufer um die meisterschaft. Ich habe jedes Spiel des BVB gesehen....all diese kritiker haben null ahnung von fussball anscheinend auch bvb bosse die meinen mit spielerinvestionen könne mann meistertittel erkaufen. Neue spieler müssen erstens ins manschaftsgefüge passen, ist nicht immer sicher dass das klaptt. Und nochmal, wer steht eigentlich auf dem platz? trainer oder die spieler? wer muss tore verhindern tore erzielen?

  • Kuede am 02.10.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich!!! Leider!!!

    Sind wir doch ehrlich, nicht die aktuelle Saison ist das Problem. Die Katastrophe ist doch in der letzten Saison eingetreten: Der BVB hat einen Achtpunkte-Vorsprung verspielt und die Meisterschaft verloren. Das darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren!

    • Luis am 02.10.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      Neun Punkte

      es waren sogar 9 Punke!!

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