Champions League

12. März 2019 20:51; Akt: 13.03.2019 11:15 Print

Juve schafft die Wende dank Ronaldo-Gala

Trotz Rückstand aus dem Hinspiel wirft Juventus Turin Atlético Madrid aus der Champions League. Der Held heisst einmal mehr Cristiano Ronaldo.

Eine Ronaldo-Show in Turin: Der Portugiese schiesst Juventus in den Viertelfinal. Video: Teleclub
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Juventus Turin hat dank dem überragenden Cristiano Ronaldo die grosse Wende geschafft. Mit drei Toren schoss er die Italiener zum 3:0-Heimsieg, der nach dem 0:2 bei Atlético Madrid zum Vorstoss in den Champions-League-Viertelfinal reichte. Cristiano Ronaldo hatte seit fast einem Monat kein Tor mehr erzielt und in der Champions League für Juventus Turin in dieser Saison bloss einmal getroffen. Doch im richtigen, bis dahin wichtigsten Moment der Saison für die Italiener schlug der fünffache Weltfussballer zu. Dabei zeigte er nicht die Qualitäten, die ihn in jüngeren Jahren ausgezeichnet hatten, sondern jene eines reinen Goalgetters. Der 34-Jährige traf zweimal per Kopf (27. und 48.) und in der 86. Minute zum entscheidenden 3:0 mit einem sicher verwandelten Penalty.

Als die Verlängerung immer wahrscheinlicher wurde, setzte der wie Ronaldo überragende Federico Bernardeschi zu einem Solo an, das der eingewechselte Atlético-Spieler Angel Correa dümmlich mit einem Foul beendete. Ronaldo lief zum Elfmeter an und krönte seine Leistung mit dem 124. Champions-League-Tor, das die verdiente Qualifikation für die Turiner bedeutete. Atlético Madrid war zu keinem Zeitpunkt auf der Höhe, in der Lage mit den Turinern mitzuhalten, obwohl es mit der Referenz von über 450 Minuten ohne Gegentor nach Turin gereist war.

Juventus siegt gegen Atlético

Atlético enttäuscht

Die Gastgeber zeigten von der ersten Minute an, dass sie an die Wende glaubten. Sie starteten mit viel Druck in die Partie. Erst nach gut 20 Minuten konnte Atlético ein erstes Mal einige Pässe aneinanderreihen. Und auch in der Folge war Ballbesitz der Spanier die Ausnahme. Bis zur ersten und einzigen reellen Torchance von Atlético, einem Kopfball von Alvaro Morata, vergingen über 45 Minuten.

Juventus verfolgte eine simple, aber sehr effektive Taktik. Ohne die Durchschlagskraft der verletzten Juan Cuadrado und Douglas Costa setzten die Turiner auf Pressing, rasche Kombinationen - und vor allem zahlreiche Flanken. Eine solche aus dem Halbfeld von Bernardeschi führte in der 27. Minute zum 1:0 und eine andere von João Cancelo zum 2:0 drei Minuten nach der Pause.

Ronaldo zeigt sich effizient

Der italienische Serienmeister erspielte sich im lange Zeit phänomenal intensiven, aber sehr fairen Spiel nicht Chance um Chance. In der 4. Minute wurde ein Treffer von Giorgio Chiellini wegen eines vorangegangenen Fouls von Ronaldo nicht anerkannt. In der Folge kamen die Möglichkeiten für Juventus tröpfchenweise und waren doch eine logische Folge der krassen Dominanz der Gastgeber.

Die Turiner verdienten sich das Weiterkommen und hatten doch etwas Glück. Denn ohne die Torlinien-Technologie wäre der zweite Treffer nicht gegeben worden. Dass Atléticos Goalie Jan Oblak den Kopfball von Ronaldo hinter der Torlinie abgewehrt hatte, war von blossem Augen nicht zu erkennen.

Telegramm:

Juventus Turin - Atlético Madrid 3:0 (1:0)
41'500 Zuschauer. - SR Kuipers (NED).

Tore: 27. Ronaldo 1:0. 48. Ronaldo 2:0. 86. Ronaldo (Foulpenalty) 3:0.

Juventus: Szczesny; Cancelo, Bonucci, Chiellini, Spinazzola (67. Dybala); Can, Pjanic, Matuidi; Bernardeschi, Mandzukic (80. Kean), Ronaldo.

Atlético Madrid: Oblak; Arias (77. Vitolo), Godin, Gimenez, Juanfran; Saul Niguez, Rodrigo, Koke, Lemar (57. Correa); Griezmann, Morata.

Bemerkungen: Juventus Turin ohne Alex Sandro (gesperrt), Barzagli, De Sciglio, Douglas Costa, Cuadrado und Khedira (alle verletzt). Atlético Madrid ohne Diego Costa, Partey (beide gesperrt), Hernandez und Filipe Luis (beide verletzt). 4. Tor von Chiellini wegen vorangegangenem Foul von Ronaldo nicht anerkannt. Verwarnungen: 64. Bernardeschi (Foul). 73. Juanfran (Foul). 86. Gimenez (Reklamieren). 91. Vitolo (Reklamieren).

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fan Cedi am 12.03.2019 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Cristiano

    Ob man ihn mag oder nicht... eine Bereicherung für den Fussball! Schön, dass wir dies erleben dürfen!

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  • pele am 12.03.2019 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Stop an TV Zahlungen!

    1. Der Penalty war absolut gerecht. 2. Warum zahlen wir fuer die TV und koennen nichts sehen?

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  • Sulejka am 12.03.2019 23:07 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Ronaldo

    Endlich macht Ronaldo wieder Tore, herzliche Gratulation an Juve.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefano Lepore am 14.03.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    YB Schweizermeister

    Ronaldo muss eigentlich zu YB Bern wechseln Weil YB hat gewonnen gegen Juventus Das heisst sie sind besser als Juventus und Napoli Sie haben auch gegen Napoli gewonnen Überraschung, der Aussenseiter

  • roman am 13.03.2019 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie bitte

    Dieser 11er war sonnenklar.

  • MF am 13.03.2019 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ronaldo ist ein "Genie"...Gänsehaut-Feeling...

    Ich bin totaler Ronaldo-Fan...und er beweist es immer wieder,das er der beste Spieler ist den es jemals gegeben hat. Profi durch und durch'

  • Mathias am 13.03.2019 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    360grad Analyse

    Juve ist nicht besser...Sie sind gestern endlich wieder mal gerannt und nicht herumgestanden. Das machen die Italos viel zu wenig deshalb gewinnen die spanischen Vereine immer. Fussballspielen können alle Spieler auf diesem Niveau.

    • alessandro am 13.03.2019 09:39 Report Diesen Beitrag melden

      fuentes lässt grüssen

      genau, deswegen wird in spanien nie eine dopingkontrolle durchgeführt, weil sie rennen, sie rennen und rennen, capisci? ;)

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  • Sara am 13.03.2019 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    CR7

    Und nur ein paar Stunden war ein Bericht über seine Toflaute... ;-) er ist ja nicht der Einzige in der Mannschaft, der Tore schiessen kann/soll...aber er ist eine Maschine - ob man ihn mag oder nicht!