Der schlummernde Riese

06. August 2019 12:03; Akt: 06.08.2019 12:03 Print

Liebe Basler, unterschätzt die Österreicher nicht

von E. Tedesco - Am Mittwoch trifft der FCB in der Champions-League-Qualifikation auf den LASK. Die Österreicher sind ernst zu nehmen.

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Vor einem Jahr scheiterten die Öberösterreicher in der Europa-League-Qualifikation gegen Besiktas Istanbul unglücklich. Das entscheidende Auswärtstor für die Türken fiel praktisch mit dem Schlusspfiff. Das erste europäische Abenteuer nach 19 Jahren endete abrupt. Als Vizemeister hinter Salzburg hat sich der LASK diesmal für die CL-Qualifikation qualifiziert und trifft am Mittwoch auf den FCB. Noch nie war der Traditionsclub aus Österreich so nah an der Königsklasse dran wie diesmal.

Dabei stieg der Club erst 2017 in die Bundesliga auf. 2014 spielte der Verein nach dem Fast-Konkurs 2012 sogar noch drittklassig. Mit Hilfe der Investorengruppe «Freunde des LASK», wurde der Verein 2013 saniert. Nicht nur finanziell gehören die Oberösterreicher hinter Salzburg, Austria und Rapid Wien heute zu den Top 4 in der österreichischen Bundesliga. Insider sprechen von einem schlafenden Riesen, vor allem, wenn 2022 auch noch das neue Stadion stehen soll. Der Aufstieg soll nur ein Zwischenschritt auf den Weg dahin gewesen sein, den Riesen zu erwecken.

Das Team mit den meisten Toren aus Standards

Eine zentrale Rolle nahm Aufstiegstrainer Oliver Glasner ein. Er erlernte sein Handwerk unter Roger Schmidt in der Trainerschmiede von Salzburg und verschrieb sich ganz der Salzburger Philosophie des Pressings gegen den Ball und bei, Balleroberung, dem überfallartigen Spiel in die Spitze. Hinter Salzburg stellte der LASK letzte Saison die beste Offensive und kassierte – hinter RB – die zweitwenigsten Gegentreffer. Im Sommer wechselte Glasner zu Wolfsburg. Seine Nachfolge trat Valérien Ismaël an. Der ehemalige Bundesliga-Spieler wurde mit Werder Bremen (2004) und Bayern (2006) deutscher Meister.

Seine bisherigen Trainerstationen waren wenig erfolgreich: In Nürnberg wurde er nach 14 Spielen entlassen. In Wolfsburg nach 17 Partien. Ismaël setzt sportlich den Weg seines Vorgängers fort. «Philosophie und System werden nicht geändert», sagte er bei seiner Präsentation. Bisher erfolgreich. Auf einen Sieg in Altach, folgte ein 3:0 gegen Austria Wien.

Dabei zeigte die Mannschaft in einem 3-4-3 eine Qualität, die sie schon unter Glasner auszeichnete: Der LASK war in der letzten Saison das Team mit den meisten Toren aus Standards. Da wird der FCB, der bei gegnerischen Ecken in dieser Saison einige Mühe hatte, aufpassen müssen. Favorit hin oder her – unterschätzen sollte Rotblau den LASK nicht. Sonst könnten es eine böse Überraschung geben.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Basel Fan am 06.08.2019 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    FC Basel

    Hier wird niemand unterschätzt. Allerdings ist es auch nicht so, dass der FCB vor Ehrfurcht zusammenbrechen muss! Es gibt eine Hin- und Rückrunde! Die werden gespielt und der FC Basel wird mitspielen. Der FCB wird seine Chancen genau so bekommen und wenn möglich nutzen!

  • Remo Schorsch am 13.08.2019 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Schöschi meint:

    Nun gut, der Yeti ist nicht mehr dabei. Mal sehen, kann eng werden. Wenn der FCB heute Abend nicht um sein Leben rennt, dann kann es unter Umständen tatsächlich nicht reichen. Ich hoffe der FCB kann die Kiste nochmal drehen!

  • Sion-Fan am 07.08.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Basel

    Wenn sie mit Demut an die Sache rangehen, und der Hunger nach der CL wird dafür gross genug sein, dann hat der FC Basel schlichtweg zu viel Klasse, um auszuscheiden. Ganz einfach. Als Walliser finde ich den FCB sensationell, denn die Läggerli haben mir schon unzählige schöne CL-Momente geschenkt. Und ich habe gegen den PSV wieder diesen "alten FCB" gesehen. Ohne nennenswerte Verkäufe wird der FCB dieses Jahr auch wieder Meister, da lege ich mich fest.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Remo Schorsch am 13.08.2019 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Schöschi meint:

    Nun gut, der Yeti ist nicht mehr dabei. Mal sehen, kann eng werden. Wenn der FCB heute Abend nicht um sein Leben rennt, dann kann es unter Umständen tatsächlich nicht reichen. Ich hoffe der FCB kann die Kiste nochmal drehen!

  • Sion-Fan am 07.08.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Basel

    Wenn sie mit Demut an die Sache rangehen, und der Hunger nach der CL wird dafür gross genug sein, dann hat der FC Basel schlichtweg zu viel Klasse, um auszuscheiden. Ganz einfach. Als Walliser finde ich den FCB sensationell, denn die Läggerli haben mir schon unzählige schöne CL-Momente geschenkt. Und ich habe gegen den PSV wieder diesen "alten FCB" gesehen. Ohne nennenswerte Verkäufe wird der FCB dieses Jahr auch wieder Meister, da lege ich mich fest.

  • LIVERPOOL am 06.08.2019 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Basel

    Ich denke dass Basel mühelos für die nächste Runde qualifizieren wird. Aber was ich nicht verstehe ist, wie Basel schon jetzt für die Europa League qualifiziert ist. Im Normalfall war es so, wenn zB Basel gegen Linz verliert, würden sie in der Playoff der Europa League spielen. Würde Basel gewinnen, danach wären sie sicher in der Europa League. Kann mir jemand den Ablauf erklären, weil ich verstehe es nicht so ganz. In den letzten Jahren war es so wie ich es oben erwähnt habe, oder liege ich da falsch ?

  • Basel Fan am 06.08.2019 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    FC Basel

    Hier wird niemand unterschätzt. Allerdings ist es auch nicht so, dass der FCB vor Ehrfurcht zusammenbrechen muss! Es gibt eine Hin- und Rückrunde! Die werden gespielt und der FC Basel wird mitspielen. Der FCB wird seine Chancen genau so bekommen und wenn möglich nutzen!