Champions-League-Final

02. Juni 2019 02:02; Akt: 02.06.2019 02:04 Print

Liverpool gewinnt die Königsklasse

Der FC Liverpool darf sich Champions-League-Sieger nennen. Die Reds schlagen Tottenham 2:0 und feiern den sechsten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Highlights des Champions-League-Finals 2019. (Video: Teleclub)
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Die Tore im zweiten rein englischen Final und einem lange Zeit zähen und wenig unterhaltsamen Spiel schossen Mohamed Salah bereits nach 108 Sekunden per Handspenalty und der eingewechselte Divock Origi kurz vor Schluss (87.), Shaqiri kam nicht zum Einsatz.

Am Ende konnten die rund 30'000 Liverpool-Fans den Sieg doch noch in vollen Zügen geniessen. In der Nachspielzeit stimmten sie ihr «You'll never walk alone» an, nachdem sie zuvor 87 Minuten gehofft und gebangt hatten, ehe sie Origi erlöste. Der Belgier hatte bereits beim spektakulären 4:0 im Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona zwei Treffer erzielt.

Partie nimmt erst in der Schlussphase an Fahrt auf

Die Partie im Estadio Metropolitano hatte erst in der Schlussphase so richtig Fahrt aufgenommen. Mit der Niederlage vor Augen begann Tottenham in seinem ersten Final in der Königsklasse mehr zu riskieren. Und prompt erspielten sich die Londoner auch Torchancen, nachdem Liverpools Keeper Alisson 75 Minuten kaum einzugreifen hatte.

Den Anfang der Schlussoffensive der Spurs machte Dele Alli mit einem Kopfball (79.), eine Minute später bot sich Son Heung-Min und Lucas Moura eine Doppelchance. Der Brasilianer Moura avancierte aber nicht noch einmal zum Held der Spurs, nachdem er im Halbfinal mit dem Hattrick beim 3:2 in Amsterdam das Team von Mauricio Pochettino fast im Alleingang in den Final geschossen hatte.

Salah bringt Liverpool früh in Führung

Die rasante Schlussphase entschädigte für vieles in einer Partie, die den Erwartungen lange Zeit nicht gerecht worden war. Schon nach gut 100 Sekunden hatte Liverpool den Vorteil auf seiner Seite. Noch nicht einmal 25 Sekunden waren gespielt, als eine Flanke von Sadio Mané im Strafraum den ausgestreckten Arm von Moussa Sissoko berührte und Schiedsrichter Damir Skomina auf den Penaltypunkt zeigte.

Bildstrecke zum Final der Champions League

Salah liess sich die Chance nicht entgehen und brachte den Favoriten souverän in Führung. Vor einem Jahr war der Ägypter noch der tragische Held des Finals gewesen, als er nach einem harten Tackling von Sergio Ramos das Feld nach einer halben Stunde verletzt verlassen musste. Nun erzielte er nach Paolo Maldini 2005 das zweitschnellste Tor in einem Final.

Liverpool agierte ungewohnt passiv

So verheissungsvoll die Partie begonnen hatte, so wenig Unterhaltung boten die folgenden gut 60 Minuten. Die Rasanz und das Tempo aus dem Premier-League-Alltag fehlte über weite Strecken, es war zu spüren, dass es für beide Teams um sehr viel ging. Vor allem Liverpool agierte ungewohnt passiv und überliess die Initiative mehrheitlich dem Gegner. Das aggressive Pressing wurde nur punktuell praktiziert, dass die beiden lange Zeit einzigen gefährlichen Abschlussversuche von den Aussenverteidigern Trent Alexander-Arnold (20.) und Andy Robertson (38.) kamen, war sinnbildlich. Noch weniger brachte Tottenham zu Stande, der letzte Pass kam praktisch kaum an.


Nach dem Schlusspfiff brechen beim FC Liverpool alle Dämme. (Video: Teleclub)

Der gefährlichste Akteur auf Seiten der Spurs war Son Heung-Min, der im Viertelfinal gegen Manchester City massgeblichen Anteil am Weiterkommen hatte. Kaum sich in Szene setzen konnte sich Harry Kane. Für den Captain der englischen Nationalmannschaft war es der erste Einsatz seit dem 9. April und dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester City, als er sich eine Knöchelverletzung zuzog. Ein Kopfball nach knapp einer Stunde, der weit über das Tor flog, war die auffälligste Aktion des Mittelstürmers.

Klopps Premiere, Shaqiris zweiter Titel

Baumeister des Liverpooler Erfolgs ist Jürgen Klopp. Der 51-jährige Deutsche gewann erstmals den wichtigsten Titel im Klubfussball, nachdem er mit Borussia Dortmund 2013 im Wembley Bayern München und im letzten Jahr mit Liverpool in Kiew Real Madrid unterlegen war. Für Klopp war es auch die erste Trophäe in knapp vier Saisons als Trainer von Liverpool, womit er eine persönliche Negativserie von sechs Finalniederlagen in Folge beendete.

Ein Novum schaffte Xherdan Shaqiri, der nicht eingesetzt wurde. Als erster Schweizer gewann der 27-jährige im Kosovo geborene Basler den wichtigsten Klubwettbewerb zum zweiten Mal. 2013 bei Bayern München war er allerdings ebenfalls nicht zum Einsatz gekommen. Neben Shaqiri gewannen nur Stéphane Chapuisat und Ciriaco Sforza den Titel in der Königsklasse.

Telegramm:

Tottenham Hotspur - Liverpool 0:2 (0:1)

Metropolitano, Madrid. 67'000 Zuschauer. R Skomina (SLO).

Tore: 2. Salah (Handspenalty) 0:1. 87. Origi 0:2.

Tottenham: Lloris; Trippier, Alderweireld, Vertonghen, Rose; Sissoko (74. Dier), Winks (66. Lucas Moura); Eriksen, Alli (82. Llorente), Son; Kane.

Liverpool: Alisson; Alexander-Arnold, Matip, Van Dijk, Robertson; Henderson, Fabinho, Wijnaldum (62. Milner); Salah, Firmino (58. Origi), Mané (90. Gomez).

Bemerkungen: Tottenham komplett, Liverpool ohne Keïta (verletzt) und Shaqiri (Ersatz). Keine Verwarnung.

(dho/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • k.kinski. am 01.06.2019 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wer?

    Falls Liverpool gewinnt, könnt ihr dreimal raten wer bei der Pokalübergabe, in der vordersten Reihe steht.

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  • Joe am 01.06.2019 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Komentator

    Teleclub Zoom, hat der Komentator sein Antidepressiva nicht genommen?

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  • Simon am 01.06.2019 23:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Unglaublich wie viele Kommentare sich hier wieder nur um (bzw. gegen) Shaqiri drehen. Viele Leute hier scheinen 1. gar kein echtes Interesse an Fussball zu haben und 2. ziemlich unglücklich und frustriert zu sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • catalena am 02.06.2019 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Jan Arnet , was war denn das?

    Hallo Jan Arnet auf Bluewin. Dieser Mann heisst Jürgen , Jürgen Klopp und nicht Jochen , Mann Mann o Mann.

    • E. Gal am 02.06.2019 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @catalena

      ...egal ob Jochen oder Jürgen, das Spiel war einfach grottenschlecht und langweilig ! dass eine Flitzerin das einzige Highlight war (Danke an die junge Frau für ihren Einsatz)! sagt wohl vieles !

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  • Fritten Schorsch am 02.06.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zusatz-Motivation

    Die Flitzerin war doch sympathisch und sexy. Schöne Airbags, toller Hintern und ein nettes Lächeln. Mal eine mit etwas dran und nicht so ein Hungerhaken. Wollte wohl die Fussballer etwas animieren ..

  • Pascal am 02.06.2019 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teleclub zoom

    Hab den Match auf teleclub zoom geschaut. Aber dieses Dauergemotze über Marcel reif kann ich absolut nicht billigen. Sollte er etwa sagen das ist das Spiel des Jahrhunderts bei diesem Angsthasenmatch und das in einem Finale. Er als erfahrener sportsexperte und selbstbewussten deutschen kommentiert das halt sachlich aber auch tatsachenberuhend ohne halt was schön zu reden was nicht der Fall ist. Meiner Meinung nach können sich da die Schweizer was von abgucken, vor allem Sascha ruefer.

    • gei am 02.06.2019 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pascal

      Mehrsprachigkeit angesagt, RAI 1 Kommentar war wesentlich besser.

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  • So nicht am 02.06.2019 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Esther

    Ihr Schweizer feiert ein Spieler das gar nicht gespielt hat!?Er wird nie ein Schweizer sein! Was mir sauer aufstösst die vielen Schweizer Fernsehleuten die über meine Gebühren bezahlt werden.

  • catalena am 02.06.2019 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Jochen im Teleklub

    Teleklub Video. Jochen Klopp? Nicht mal den richtigen Namen kennt dieser Sprecher. Sehr bedenklich. Wer hats auch entdeckt.