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Lieber Phil Geld

15. September 2018 19:41; Akt: 15.09.2018 19:41 Print

Wie sicher ist kontaktloses Bezahlen?

Laila (22) hat eine Kreditkarte, mit der sie kontaktlos bezahlen kann. Nun fürchtet sie sich vor einem Kartenmissbrauch. Wie kann sie sich schützen?

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Kontaktlos bezahlen? Nur bis 40 Franken, lieber Kevin. (Bild: Kevin allein in New York / Fox)

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Lieber Phil Geld
Ich habe eine neue Kreditkarte erhalten. Mit dieser kann ich kontaktlos bezahlen. Irgendwie traue ich diesem neuen System aber nicht wirklich – ich habe Angst, dass meine Daten gestohlen werden. Gibt es irgendwelche Tricks, um einen Kartenmissbrauch zu verhindern?

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Schützt du deine Karten vor Datendiebstahl?

Liebe Laila

Dem kontaktlosen Bezahlen gehört die Zukunft, sagen Experten. Die Kartendaten werden dank einem speziellen Chip auf das Lesegerät übertragen, PIN-Code und Unterschrift sind bis 40 Franken nicht mehr nötig. Das Einkaufen soll so bequemer werden und schneller gehen.

Zunächst kann ich dich beruhigen: Kontaktloses Bezahlen funktioniert nur auf eine Distanz von wenigen Zentimetern. Es sollte also nicht passieren, dass man etwa aus Versehen die Einkäufe einer anderen Person bezahlt. Gefahr droht aber einerseits durch Diebstahl, andererseits durch Datenklau.

Vor Kartendiebstahl schützt man sich am besten wie bisher, also gut darauf achten, wo man sein Portemonnaie trägt und dass man die Karte nirgends liegen lässt. Die Limite für kontaktloses Bezahlen ohne PIN-Code ist übrigens gerade deswegen so tief: um Dieben teure Spontaneinkäufe zu verunmöglichen. Wichtig ist zudem, die Hotline für Kartensperren im Handy zu speichern.

Die zweite Gefahr ist der Datendiebstahl durch Hacker. Mit speziellen Lesegeräten können gewisse Daten auf kurze Distanz abgelesen werden: beim Vorbeigehen, auf der Rolltreppe oder im Zug. Zwar betonen Kreditkartenunternehmen, dass nur Kartennummer und Ablaufdatum gelesen werden können – in den meisten Onlineshops sind zusätzliche Sicherheitsmassnahmen eingebaut, wodurch diese Daten wertlos sind. Es gibt aber leider noch immer Websites, denen diese Angaben genügen. Und da kann es teuer werden.

Man kann sich dagegen jedoch schützen: Mit speziellen Schutzhüllen für Kreditkarten werden die Funkwellen und damit das Ablesen der Daten blockiert. Solche Hüllen gibt es für wenige Franken zu kaufen, zum Beispiel bei Pearl oder Media-Markt. Zudem sollte man sein Konto im Griff haben, sprich: regelmässig online den Zahlungsverkehr prüfen und Kreditkartenabrechnungen immer auf Rechnung begleichen.

Deaktivieren lässt sich die Kontaktlos-Funktion bis anhin leider bei fast keiner Bank. Es gibt aber Kartenunternehmen, die weiterhin sogenannte Basic-Karten ohne Chip anbieten. Wer sich allzu unwohl fühlt, kann sich an diese Anbieter wenden.

Übrigens, liebe Laila: Wenn man die Sorgfaltspflicht nicht verletzt, haftet bei Karten- oder Datendiebstahl im Normalfall der Herausgeber der Karte.


Freundlich grüsst

Phil Geld
E-Mail: phil.geld@20minuten.ch

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oliver Krebs am 16.09.2018 00:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlagertes NFC

    Ganz einfach mehrere solche Karten mit einem NFC Chip in der Brieftasche haben und schon kann man die Daten nicht mehr rauslesen. Arbeite im Verkauf und habs selber versucht. Bei einer Karte ist es möglich (man muss sehr nahe ran) und wird meistens nicht sofort erkannt. Bei mehreren Karten gleichzeitig wurde nie eine Karte erkannt.

  • KK Profi am 15.09.2018 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Angstmacherei

    Bla Bla Bla.... 1. KK Daten sind verschlüsselt. 2. Für das Einkassieren benötigt man einen offiziellen Vertrag bei Mastercard/Visa.. 3. Max 10 Transaktionen für unter CHF 40.- Ist das Risiko den KK-Herausgebern bekannt und werden durch die KK-Versicherun retourniert. Kontrolliert einfach eure Rechnungen regelmässig und bei Unklarheiten informiert den KK-Herausgebern. Solltet Ihr merken das Euere KK abhanden gekommen ist, sofort melden.... That's it :)

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  • Schpflin G am 16.09.2018 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Deaktivieren möglich

    Man kann mittels einem Loch in die NFC-Antenne diese Funktion ganz einfach deaktivieren. Alle weiteren Funktionen bleiben erhalten. Mach ich seit Jahren so. Googeln nach "NFC permanent deaktivieren" hilft

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Die Wicklerin am 17.09.2018 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ich traue niemanden

    Deshalb wickle ich meine Karten jeweils einzeln in 5 Lagen Alufolie ein. Bisher ist noch nie was passiert.

  • Frau am 17.09.2018 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Ausland doch unsicherer?

    Haben im Ausland beim Bezahlen mit der KK erlebt, dass ein umgerechneter Betrag von rund Fr. 100.00 kontaktlos und ohne PIN abgebucht werden konnte. Das hingegen hat uns sehr zu denken gegeben!

  • Kurt am 16.09.2018 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage-Punkt fehlt: Nein, weil unnötig

    Die Wahrscheinlichkeit, dass in der Schweiz jemand mit einem entsprechenden Lesegerät auf der Rolltreppe auf wenige cm an mein Portemonnaie kommt, ist praktisch Null. Da ist ein ganz normaler Diebstahl wesentlich wahrscheinlicher. Davor schützt sich auch niemand speziell. Die Vorteile vom sehr schnellen Bezahlen von Kleinstbeträgen (Kiosk, Automat) überwiegt das geringe theoretische Risiko bei weitem.

    • KK User am 17.09.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Genau, es lohnt sich einfach der Aufwand nicht.

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  • hERR Paternoster Live us de Spelunke am 16.09.2018 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Liebe Laila schützen Sie die wertvolle Karte mit einem Bleimantel

  • Mensch von heute am 16.09.2018 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    schnell, einfach, hygienisch

    Ich bin froh um jeden, der vor mir in der Schlange mit NFC bezahlt. Es geht einfach schneller. Deshalb mache ich das auch. Und alle hinter mir sind froh. Die Neandertaler, die minutenlang nach Münz kramen, gehen hingegen gehörig auf die Nerven. Auch die Leute an der Kasse freuen sich über NFC-Nutzer, denn Bargeld ist voller Bakterien. Dank NFC gingen die Erkrankungen (insbesondere Grippe) von Kassierern signifikant zurück.

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