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Lieber Phil Geld

04. Juni 2012 12:13; Akt: 23.06.2012 13:08 Print

Weshalb ein Euro nicht immer 1.20 Franken ist

Seit Monaten ist der Frankenkurs stabil. Sandro (35) möchte wissen, weshalb es im Detailhandel und am Bankschalter trotzdem grössere Abweichungen von der 1.20-Franken-Grenze gibt.

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Migros in Kreuzlingen: Leserfoto im Mai 2012. (Bild: Leserfoto)

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Lieber Phil Geld,
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat einen Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken festgelegt. Trotzdem beobachte ich im Alltag immer wieder grössere Abweichungen. So kostet zum Beispiel in der Migros Kreuzlingen ein Euro 1.18 Franken und nicht 1.20 Franken.

Lieber Sandro

Am 6. September 2011 beschloss die Nationalbank, einen Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken durchzusetzen. Der Kurs darf sehr wohl über dieser Marke schwanken, nicht aber darunter. Je länger sich die Euro-Krise hinzog, desto kürzer wurden die «Ausflüge» des Frankens. Seit zwei Monaten klebt der Franken bzw. der Euro förmlich an dieser 1.20-Franken-Marke.

Gerade jetzt fällt auf, wie unterschiedlich im Handel die Umrechnungen sind. Im dokumentierten Fall (siehe Leserfoto) kommt der Euro-Zahler in der Migros Kreuzlingen um zwei Rappen schlechter weg - verglichen mit dem aktuellen Devisenkurs.

Solche Differenzen sind jedoch der Normalfall. So erhalten wir auf der Bank beim Bezug von ausländischem Bargeld und Noten («Notenkurse») regelmässig einen schlechteren Kurs als den aktuell gehandelten Devisenkurs. Je exotischer eine Währung, desto grösser die Handelsspanne von An- und Verkaufspreis. Derzeit beträgt die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis des Euro fünf bis sechs Rappen. Man stelle sich vor: Am Devisenmarkt handeln die Profis Devisen, bei welchem die Differenz zwischen An- und Verkaufspreise bei weniger als zwei hundertstel Rappen liegen. Die Banken begründen die hohe Handelsspanne mit den Kosten für das Bargeld-Management.

Gut zu wissen: Wenn Sie den aktuellen Devisenkurs erfahren möchten, dann werden Sie bei allen Online-Brokern und Banken-Websites fündig. Im Unterschied zu Börsenkursen werden Devisenkurse für alle Internet-Nutzer in Real-Time, ohne Zeitverzögerung, publiziert. Das gilt auch für die Devisenkurse im Wirtschaftsressort von 20 Minuten Online.

Wer eine Währung umrechnen möchte, hat eine Vielzahl von Finanzrechnern zur Auswahl. Hier als Beispiel jener von Postfinance.

Auch mit Google lässt sich einen Betrag mit Leichtigkeit umrechnen. Folgende Formel ist in das Suchfeld zu schreiben: «100 USD in CHF» Oder: «100 GBP in EUR».

Freundlich grüsst

Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno S am 04.06.2012 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld ist nicht Geld oder was?? 

    Jetzt möchte ich mal was anderes wissen. Unsere Frankenstärke ist gewissermassen das Abbild unseres schaffens. Wir Produzieren nach Schweizer manier nehmen Geld ein und unser Franken wird dadurch Immer stärker. Ok. Südliche Staaten Produzieren auch etwas und nehmen dafür auch Geld ein. Nur leben da die Bürger Beinahe Steuerfrei und bekommen auch noch Geld für den Lebensunterhalt. ? Was läuft da bei uns falsch? Dieses Vermögen wird mit x milliarden Eurokauf vernichtet.

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  • @bruno am 04.06.2012 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch, nicht

    Und wartet EUROpa darauf dass es genug Schweizerfaranken haben und dann den euro fallen lassen (der Schweiz für einen Rappen pro Euro überlassen

  • nada am 04.06.2012 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    stabil?

    Vielleicht gegenüber dem Euro ja. Welch ein Wunder. Gegenüber dem Dollar ist der Franken jedoch seit einem Monat tüchtig am fallen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • @bruno am 04.06.2012 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch, nicht

    Und wartet EUROpa darauf dass es genug Schweizerfaranken haben und dann den euro fallen lassen (der Schweiz für einen Rappen pro Euro überlassen

  • nada am 04.06.2012 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    stabil?

    Vielleicht gegenüber dem Euro ja. Welch ein Wunder. Gegenüber dem Dollar ist der Franken jedoch seit einem Monat tüchtig am fallen!

  • Pascal Freek am 04.06.2012 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Selten so gelacht

    Selten so gelacht: Seit Monaten ist der Euro "stabil" bei 1.20 SFr.! Nur schon im Mai musste die SNB vermutlich bis zu 100 Milliarden Franken da reinpumpen. Und die Lacher gehen weiter: Letzte Woche "stieg" angeblich der Dollar wieder......ne ist klar, der Dollar "steigt", nicht der EURO/Franken fällt einfach schneller als der Dollar momentan. Man kann einige Leute, eine Zeit lang verarschen, aber nicht alle Leute die ganze Zeit. Die Inflation ist jetzt schon brutal zu spüren, wart Ihr mal im Laden in letzter Zeit?

    • nina am 04.06.2012 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      Sind wir ehrlich

      90% glauben den Schmarrn und lassen sich verarschen. Und das schon eine ganze Weile.

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  • hugomoney am 04.06.2012 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ist ja logisch!

    Viel interessanter währe zu erfahren wie teilweise gewisse ausserbörsliche kursschwankungen im Devisenmarkt zustande kommt und wieso dies die Trader machen, da am andern Tag die Kurse wieder über 1.20 sind...?

  • Kim Eisoher am 04.06.2012 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ankauf

    Die Angabe 1 Euro = 1:18 CHF ist auch der ANKAUF und nicht der Verkauf der Währung...

    • Urs Rochaix am 04.06.2012 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Eurokurs 1.1822 zu 1.2196

      Richtig! Bei den Banken ist der Ankaufskurs Heute bei 1.1822 notiert. Somit ist der "Verlust" des Euro 0.22 Rappen, ich hoffe der Kunde kann diesen Verlust verkraften da er nicht in eine Bank gehen wollte seine Euro umtauschen.

    • Paul am 04.06.2012 19:58 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch ...

      Für 1 EUR kriegt man 1,18 CHF ; für 1 EUR zahlt man 1,21 CHF

    einklappen einklappen
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