BLOG
Phil GeldPhil Geld

Immer knapp bei Kasse? Finanzexperte Phil Geld weiss, wie Sie Ende Monat mehr auf der hohen Kante haben. Der Geldratgeber von 20 Minuten Online gibt Spartipps, entlarvt Abzockerangebote und weiss Rat in Versicherungsfragen.

Zurück zur Blog Übersicht

Lieber Phil Geld

22. Juli 2014 08:47; Akt: 22.07.2014 08:47 Print

AHV-Beiträge bei Arbeitsunfähigkeit?

Reto (23) ist nach einem Unfall zu hundert Prozent arbeitsunfähig. Muss er trotzdem AHV-Beiträge bezahlen?

storybild

Ob dein Arbeitgeber die AHV-Beiträge vom Lohn abziehen darf oder nicht, hängt davon ab, ob er den Lohn selbst bezahlt, oder ob er von der Unfalltaggeld-Versicherung bezahlt wird. (Bild: Colourbox)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Lieber Phil Geld
Ich bin wegen eines Unfalls zu hundert Prozent arbeitsunfähig. Nun habe ich bemerkt, dass mein Arbeitgeber mir die AHV-Beiträge vom Lohn abzieht. Ich war aber der Meinung, dass bei Arbeitsunfähigkeit weder der Arbeitnehmer noch der Arbeitgeber AHV-Beiträge bezahlen muss. Wer hat Recht?

Lieber Reto

Ob dein Arbeitgeber die AHV-Beiträge vom Lohn abziehen darf oder nicht, hängt davon ab, ob er den Lohn selbst bezahlt, oder ob er von der Unfalltaggeld-Versicherung bezahlt wird. Kommt der Arbeitgeber selber für den Krankenlohn auf, ist das ein beitragspflichtiges Einkommen. In diesem Fall macht er den AHV-Abzug zu Recht.

Taggelder wegen Unfall oder Krankheit sind nicht AHV-pflichtig (SVA Zürich). Das Unfallversicherungsrecht richtet sich beim Prämienbezug nach dem AHV-pflichtigen Lohn. Also werden von den Krankentaggeldern auch keine Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung abgezogen.

Taggeldversicherungen bezahlen meist nur den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil von 80 Prozent des Lohnes. Einige Unternehmen bezahlen ihren Mitarbeitenden die restlichen 20 Prozent freiwillig. Auf diesen 20 Prozent müssen sie die AHV-Abzüge machen.

Wer während längerer Zeit Kranken- oder Unfalltaggeld bezieht, sollte sich bei der AHV-Zweigstelle des Wohnortes melden und eventuell AHV-Beiträge als Nichterwerbstätiger bezahlen. So kann man Beitragslücken verhindern, die im Alter zu Rentenkürzung führen.

Freundlich grüsst

Phil Geld
E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Margot am 22.07.2014 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Von nichts kommt nichts....

    AHV Beiträge sind bis zum ordentlichen Rentenalter obligatorisch, also wird er früher oder später durch die Ausgleichskasse beim Wohnsitz als NE angeschrieben. Sofern er keiner Arbeit mehr nachgehen kann.

  • Franziska Ryf am 22.07.2014 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Beitragslücke AHV?

    Zitat: >>Wer während längerer Zeit Kranken- oder Unfalltaggeld bezieht ... Von welchem Zeitraum sprechen wir hier? Drei Monate, sechs Monate, ein Jahr?

    einklappen einklappen
  • Ars Vivendi am 22.07.2014 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverständlich!

    Selbstverständlich! Wenn er weiterhin Lohn, bzw. Zuwendungen als Lohnersatz bekommt, ist entsprechend AHV zu berappen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gini am 24.07.2014 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nettolohnkorrektur

    Meine Firma bezahlt die AHV-Beiträge auf den Taggeldern zwar nicht ein. Aber: mir wird mein Beitrag indirekt versteckt in einer sogenannten "Nettolohnkorrektur" trotzdem abgezogen. Die Begründung dafür lautet: der Nettolohn wäre ja sonst höher, als wenn ich arbeiten würde...

  • Pranker am 23.07.2014 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ich beziehe Ergänzungsleistungen

    Ich bekomme AHV Leistungen, muss 99% der Leistung als Beiträge wieder zurückzahlen und bekomme dann vom Kanton die Ergänzungsleistung weil ich von dem 1% AHV nicht leben kann. Ganz schön unbürokratisch.

  • B.H. am 22.07.2014 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Was man alles wissen muss......

    Ich bezog 2 Jahre Krankentaggeld ohne AHV Abzüge. Bekam dann nach den 2 Jahren von der AHV eine Rechnung von ca. Fr. 1400.-- pro Jahr zahlbar innert 30 Tagen. Obwohl ich mich von Anfang an als Nichtserwerbsfähig angemeldet habe. Erhielt ich die Auskunft von der SVA Zürich das, dass Krankentaggeld Beitrags pflichtig ist. Hätte mir das jemand von der SVA vorher gesagt hätte ich das Geld von der Krankentaggeldversicherung für den AHV Beitrag jeden Monat aus die Seite legen können.

  • Ars Vivendi am 22.07.2014 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverständlich!

    Selbstverständlich! Wenn er weiterhin Lohn, bzw. Zuwendungen als Lohnersatz bekommt, ist entsprechend AHV zu berappen!

  • Margot am 22.07.2014 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Von nichts kommt nichts....

    AHV Beiträge sind bis zum ordentlichen Rentenalter obligatorisch, also wird er früher oder später durch die Ausgleichskasse beim Wohnsitz als NE angeschrieben. Sofern er keiner Arbeit mehr nachgehen kann.

Ihre Frage an Phil Geld
Blog Archiv

Durchsuchen Sie das Monatsarchiv von Phil Geld.

Monat
Anzeigen
Blog Suche

Nach einer Phil-Geld-Story suchen.

Volltextsuche
Suchen