Schon wieder Solothurn

04. Dezember 2011 01:28; Akt: 04.12.2011 11:54 Print

Dachkletterer wirft mit Eisenstangen

In Solothurn kam es in der Nacht auf Sonntag zu einem erneuten Zwischenfall mit einem nächtlichen Störenfried. Der Mann kletterte in der Innenstadt auf ein Hausdach und warf Gegenstände auf Passanten.

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Neben der Polizei rückte auch die Feuerwehr und die Ambulanz aus (Bild: Leserreporter).

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Leserreporter aus Solothurn melden 20 Minuten Online, dass sich um 23.30 Uhr in der Gegend des Hotels «Roter Turm» in der Innenstadt von Solothurn ein Mann auf den Dächern herumtreibe. Vorbeigehende Passanten seien von ihm mit Gegenständen beworfen worden. Die Kantonspolizei Solothurn gibt an, dass es sich dabei um Eisenstangen gehandelt hat.

Der stark alkoholisierte 18-Jährige war auf das Hausdach eines Hotels geklettert und sass letztlich im Dachgebälk fest. Er blieb weitgehend unverletzt.

Angestellte eines Hotel in der Solothurner Hauptgasse hatten um 23.30 Uhr einen fremden Mann auf dem Dach entdeckt und die alarmierten die Polizei. Sofort rückte eine Patrouille aus, welche die Person kurze Zeit später von der Schaalgasse aus sehen konnte.

Bewustlos im Gebälk

Allerdings gelang es der Polizei nicht, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Unvermittelt fielen plötzlich Gegenstände vom Dach, darunter Ziegel und eine Eisenstange. Verletzt wurde niemand. Danach war die Person vom Dach verschwunden.

Die Polizei konnte sie schliesslich um Mitternacht im Gebäude antreffen, wo sie regungslos im Gebälk unter dem Dach regelrecht feststeckte. Mit Hilfe der Feuerwehr konnte der 18-Jährige schliesslich aus seiner misslichen Lage befreit und medizinisch untersucht werden.

Nach ersten Untersuchungen brachte die Polizei den jungen Mann in der Nacht zu seinen Eltern. Neben der Polizei standen bei dem Vorfall die Stützpunktfeuerwehr Solothurn sowie der Rettungsdienst im Einsatz.

Erinnerungen an Amok

Innert weniger Tage war dies der zweite Vorfall mit einem nächtlichen Störenfried in Solothurn. Dieser jüngste Fall lässt sich im Ausmass allerdings in keiner Weise mit demjenigen vom letzten Wochenende vergleichen: Damals hatte ein maskierter und bewaffneter Mann das Städtchen zwei Nächte in Atem gehalten. Nachdem es zu einem Schusswechsel mit der Polizei gekommen war, fand man ihn tot in seiner Wohnung. Die Untersuchungen zu seinem Ableben sind im Gang.

(tog/sda)