Chaos wegen Sturm

16. Dezember 2011 18:58; Akt: 16.12.2011 19:18 Print

In der Nacht werden die Alpen durchgewirbelt

Der Sturm «Joachim» wird bis in die Nacht anhalten. Teile des Flachlandes und die Alpentäler haben «Joachim» noch vor sich. In der Nacht wirds richtig wild.

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Schnee und Sturm in Sion. In Kägiswil gibt es fliegende Hausdächer. In Birsfelden riss Joachim eine Fahrleitung herunter. Der Sturm ist in Wädenswil angekommen. Ein Baugerüst ist eingestürzt. Das war einst der Schweinestall der Familie Gammenthaler. Wie Jonas Gammenthaler sagt, krachte es um 15.30 Uhr «unglaublich laut» und dann sei der Stall bereits flach gewesen. «Der Baum war sehr alt und sehr dick, hätte nicht gedacht, dass es den je umhaut», so der 14-Jährige. Glück im Unglück hatten die Schweine: Die Letzten wurden vergangene Woche weggebracht - besser erging es ihnen an ihrem Ziel wohl nicht. Nördlich von Lausanne versperrte ein Baumstamm diesem Autofahrer den Weg. Der Genfersee - hier in der Nähe von Nyon - hat sich wegen des Sturms verfärbt. «Joachim hat es uns Schülern der Oberstufe Kehrsatz heute schwer gemacht, nach Hause zu gehen», schreiben Alisa Veuve, Dejana Lukic und Dragan Radisavljevic. «Unser nicht einmal 800 Meter langer Heimweg entwickelte sich zu einem wahren ‹Strongman-Run›! Der Wind wehte so stark, dass es uns mitgerissen hat!» «Schatz, es hat geklopft!», hiess es wohl in diesem Haus in Rünenberg BL. Zu Besuch kam nämlich Joachim, das Sturmtief. Hier gibt es kein Durchkommen mehr! In Gempen SO hat Joachim ganze Arbeit geleistet und gleich die gesamte Strasse blockiert. In Loveresse im Jura hat Joachim kurzen Prozess gemacht und ein Hausdach gleich vollständig abgedeckt. Während die meisten sich in den Häusern verkriechen, lockten der Sturm zwei Surfer auf den Bielersee. «Solche Winde sind wir gewohnt und lieben wir», schrieb uns der Surfer. Es regnet, aber die Schirme lassen Sie besser zu Hause, sonst zerfetzt sie der Sturm wie hier in Schaffhausen. Orkanartige Böen von 120 Kilometer pro Stunde haben in Wenslingen BL das halbe Dach einer Scheune abgedeckt. In Füllinsdorf BL lagen gleich zwei Tannen samt Wurzeln darnieder. Ausserdem wurden zahlreiche Dächer abgedeckt und überall lilegen Ziegel herum. Ein Velodach in Kaiseraugst AG wurde vom Winde verweht. Der Blickschutz-Zaun dieser Familie in Welschenrohr SO hat den Angriff von Joachim nicht überlebt. Am Gymnasium in Liestal ist ein grosses Schild mit Infos zur neuen Turnhalle auf den Parkplatz gekippt. In Pratteln BL hat eine Sturmböe einen Anhänger von der Strasse gefegt. In Basel am Sägibärg fiel ein Baum auf die Strasse und begrub mehrere Autos unter sich. Der Trambetrieb ist auf der Strecke unterbrochen. Bedrohliche Sturmwolken zogen kurz nach Mittag über der Rigi auf. Das Bild wurde von Eglibach, Menzingen aufgenommen. «Die alte Ampelanlage war 40 Jahre alt und hat alle Stürme schadlos überstanden. Die neue ist erst 3 Tage alt und der Sturm hat sie geschafft», schreibt ein Leser aus Augst BL. Bei Tramelan BE hob Wirbelwind Joachim zwei Bahnwagen aus den Gleisen. Rund ein Dutzend Passagiere wurden verletzt - zum Glück nicht schwer. Untergangsstimmung - in jeder Beziehung: Sinkendes Boot im Genfersee bei Vevey. Der Bus wäre da, aber das Häuschen ist weg. Joachim-Impression aus der Westschweiz. Rums, da war die Schaukel weg: Spielplatz in Kaiseraugst AG. Ich will rein: Umgewindeter Tannenbaum. Na, da fehlt doch etwas an der Schifflände in Basel! Genau: der Weihnachtsbaum. «Joachim» scheint Weihnachten nicht besonders zu mögen. Das nennt man Nachbarschaftshilfe: Der Baum von Walter Wohlgemuth aus Hölsten BL hat das Gartenhäuschen des Nachbarn gebremst. Eine Windböe hat das Holzhaus richtigehend weggeblasen. Das gibt einen schönen Weihnachtsbaum! Sturmschaden an der Strasse zwischen Gänsbrunnen SO und Crémines BE. Dachschaden in Berneck SG. Hoffentlich war es keine Prüfungsfahrt: In Birsfelden BL traf ein umstürzender Baum ein Lernfahr-Fahrzeug. Viel Arbeitet wartet auf die Familie Christ in Breitenbach SO. «Joachim» hat ihre Scheune teilweise abgedeckt. Gleich eine ganze Wand hat ein Unternehmen in Delémont verloren, berichtet Leser Ivan Richon. Das Element sei auf ein parkiertes Auto gefallen. Glücklicherweise sass niemand darin. MeteoSchweiz warnt vor «Joachim»: Im Nordwesten ist die Gefahr am grössten, wie die zeigt. Die Polizei im Baselbiet hat alle Hände voll zu tun. Wie sie in einem Communiqué schreibt, gingen bei der Einsatzleitzentrale dutzende Meldungen im Zusammenhang mit dem derzeitigen Sturm ein. Verletzt wurde bislang niemand. In diversen Gemeinden stürzten Bäume oder Äste auf die Strasse. Leser-Reporter Ivan Palesko liefert den Beweis aus Muttenz. «Von wegen knapp verfehlt», schreibt Seraina Manzanell aus Herznach AG. Die Hälfte der Thuia bei ihr vor dem Haus stürzte direkt auf ihren VW Polo. Wir hatten ursprünglich geschrieben, dass sie Glück hatte und der Baum ihren Wagen verfehlte. «Ich wollte gerade wegfahren, als es grausam ‹gekroset› hat.» Als sie zu ihrem Auto blickte, krachte der Spitz des Baumes aufs Auto. Weltuntergangsstimmung in Perroy VD: Leser-Reporter Alexis Simond hat sich trotz Sturm bis an den Strand von Perroy am Genfersee getraut. Sein Foto verspricht keine gute Aussichten. In Thun riss Sturmtief «Joachim» ein Baugerüst um, wie Leser-Reporter Nicolas T. Beck berichtet. «Verletzt wurde niemand.» Umwerfend präsentierte sich Joachim auch in Renens VD. «Joachim» hat gewütet: Das Sturmtief entwurzelte am 16. Dezember 2011 gleich zwei Bäume in Reinach BL. In Biel-Benken BL gaben selbst dicke Masten unter den Böen nach, wie dieses Leser-Bild zeigt. Das Sturmtief hat am Donnerstag bereits Vorboten gesendet: Mehrere Leser-Reporter beobachteten am 15. Dezember ungewöhnliche Wolkenbilder am Himmel. Das Phänomen nennt sich Mammatus, was für hängende, beutelartige Quellformen an der Unterseite von Wolken steht. Dieses Foto wurde in Emmen geknipst. Auch in Ballwil waren das Schauspiel zu sehen.

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Wegen Sturm «Joachim» sind in der jurassischen Ajoie zwei Personen verletzt worden, weil zwischen Vendlincourt und Courtavon in Frankreich ein Baum auf ihr Auto stürzte. Sie mussten von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Die zwei Verletzten wurden mit Ambulanzfahrzeugen in ein Spital in Delsberg gebracht. Die Strasse war am Nachmittag vorübergehend gesperrt.
18:47
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Der Sturm «Joachim» ist am Freitag zum Teil in Orkanstärke über die Schweiz gefegt und sollte bis in die Nacht anhalten. In Teilen des Flachlands und vor allem in den Alpentälern wurde «Joachim» erst in der Nacht erwartet. Doch auch wo der Föhn blies, «chutete» es heftig. Gemäss MeteoSchweiz wurden in Altdorf UR Böen von bis zu 107 Kilometern pro Stunde gemessen, in Altenrhein SG 95 und in Elm GL 92 km/h. Marco Stoll von MeteoSchweiz warnte denn auch davor, dass da «der Sturm erst noch kommt, wenn die Kaltluft in die Alpentäler drückt». Er erwartete Böen von 90 bis 110 Kilometern pro Stunde. Auf die Kaltfront werden dann ein Temperatursturz und weitverbreitet Schneefall folgen. Derzeit befinde sich das Sturmtief über Deutschland und «es hält sich an den Fahrplan». Die Voraussagen hätten zugetroffen. Einzig der heftige Regen in Teilen des Genferseegebiets und in Schaffhausen hätten auch die Meteorologen überrascht.
18:47
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Joachim kann nicht nur zerstören, sondern auch ganz schöne Stimmungen evozieren, wie hier am Genfersee bei Montreux. Sehr pittoresk.
18:40
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Joachim kann nicht nur zerstören, sondern kann auch ganz anders - sehr pittoresk.
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Der Sturm «Joachim» hat am späten Freitagnachmittag auch zu einem Stromausfall im Laufental geführt. Laut Auskunft die Polizei konnte die Störung bis am Abend aber wieder behoben werden.

Wegen des Strommausfalls hatte die Polizei aus Sicherheitsgründen den Eggfluhtunnel der Kantonsstrasse durchs Laufental gesperrt. Die Sperrung sei nach 23 Minuten aber wieder aufgehoben worden. Was genau den Stromunterbruch verursacht hatte, war noch nicht bekannt. (sda)

17:59
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In einem Wald bei Tramelan im Berner Jura ist am frühen Morgen ein Zug gegen Teile eines Baums geprallt, den der Sturm «Joachim» gefällt hatte. Trotz einer Notbremsung entgleiste der Triebwagen. Der Lokführer und zwei Passagiere wurden leicht verletzt. Zum Zeitpunkt des Unfalls kurz vor 6.30 Uhr morgens befanden sich zwölf Passagiere im Zug, der zwischen Tavannes BE und Tramelan unterwegs war. Die drei Verletzten wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht, wie die zuständige Staatsanwaltschaft und die Berner Kantonspolizei am Freitag gegen Abend mitteilten. Der Zug war nach Angaben der Chemins de fer du Jura (CJ) mit etwa 70 Stundenkilometern unterwegs, als der Lokführer die Baumteile auf dem Trassee bemerkte. Gemäss den Abklärungen der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe des Bundes war dies eine zulässige Geschwindigkeit. Untersuchungen haben auch ergeben, dass der Baum vom Sturm gefällt worden ist. (sda)
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Ein Baum stürzte in Schönenbuch auf zwei Häuser. Auch ein Auto wurde zerstört. Doch die Feuerwehr war schnell vor Ort, schreibt Leserreporter Basil.
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Ein Baum stürzte in Schönenbuch auf zwei Häuser. Auch ein Auto wurde zerstört. Doch die Feuerwehr war schnell vor Ort, schreibt Leserreporter Basil.
17:10
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Das Sturmtief «Joachim» hat am Freitag auf seinem Weg durch Mitteleuropa zu Behinderungen im Schienen- und Strassenverkehr geführt. Durch heftige Sturmböen wurden Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und mehrere Menschen verletzt.

In Spanien kam ein 70-jähriger Mann ums Leben, als ein Ausläufer des Sturms das Dach seines Hauses zum Einsturz brachte. In der Hafenstadt San Sebastián im spanischen Baskenland warf eine Welle an der Atlantikküste zwei Spaziergänger zu Boden. Dabei wurden sie verletzt. Weitere sieben Verletzte gab es in Spanien wegen einstürzender Baugerüste und herabstürzender Gegenstände.

In Frankreich waren wegen des Sturmtiefs insgesamt rund 600'000 Haushalte zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Vor der französischen Westküste lief in stürmischer See ein Frachter auf Grund. Nachdem Öl ausgetreten war, lösten die Behörden Umweltalarm aus. Nach Angaben vom Freitag bildete sich auf einer Fläche von fünf Quadratkilometern bereits ein Ölteppich, der sich auf das Festland zubewegte.

Über Deutschland fegte «Joachim» mit Orkanböen von bis zu 130 Kilometern pro Stunde hinweg. Laut dem Deutschem Wetterdienst erreichten die Böen in einigen Kammlagen im Schwarzwald sogar 150 Kilometer pro Stunde. Begleitet wurde das Orkantief von teils heftigen Niederschlägen, die im Laufe des Freitag und am Samstag in Schnee übergehen sollten.
16:50
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Bilanz in der Westschweiz: Der Jurabogen ist am Freitag vom Sturm «Joachim» voll getroffen worden. Am Freitag wurden auf dem Gipfel des Chasserals im Berner Jura Böen von bis zu 150 Stundenkilometern gemessen.

Diese Windböen fällten auch anderswo im Jurabogen Bäume. So etwa zwischen Moutier BE und Sonceboz BE, wo ein Baum auf die SBB- Bahnstrecke fiel und sie unterbrach. Auch zwischen Moutier und Gänsbrunnen SO stoppte ein umgefallener Baum den Zugsverkehr zwischen Moutier und Solothurn. Auch mehrere Strassen wurden blockiert

Im Kanton Jura beschädigten Sturmwinde zahlreiche Gebäude. In Courrendlin musste ein Mehrfamilienhaus evakuiert werden, weil der Wind das Dach weggerissen hatte und das Gebäude einzustürzen drohte. Das teilte die jurassische Kantonspolizei mit.

In Pruntrut riss der Wind Plexiglasplatten von der lokalen Eisbahn, wie ein Stadtangestellter auf Anfrage sagte. In dieser Ortschaft verletzte sich eine Person leicht, als sie von einem herumfliegenden Dachziegel getroffen wurde.
16:38
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Das war einst der Schweinestall der Familie Gammenthaler aus Rosshäusern BE. Wie Jonas Gammenthaler sagt, krachte es um 15.30 Uhr «unglaublich laut» und dann sei der Stall bereits flach gewesen. «Der Baum war sehr alt und sehr dick, ich hätte nicht gedacht, dass es den je umhaut», so der 14-Jährige. Glück im Unglück hatten die Schweine: Die Letzten wurden vergangene Woche weggebracht - besser erging es ihnen an ihrem Ziel wohl nicht.
16:25
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Der Sturm «Joachim» hat im Baselbiet an mehreren Orten Schäden verursacht. Die Polizei erhielt bis am Nachmittag hunderte Meldungen über umgestürzte Bäume, abgedeckte Hausdächer und andere Schäden. Es kam zu Stromunterbrüchen. Zwei Personen wurden verletzt.

Verletzt wurde ein 36-jähriger Lastwagenfahrer auf der Strasse von Diegten nach Hölstein im Oberbaselbiet, als sein Lastwagen samt Anhänger von einer Windböe erfasst wurde und umkippte. Der Anhänger war schon zuvor umgekippt, wurde von einer Abschleppfirma aber wieder aufgestellt. Auf der Weiterfahrt erfasste dann eine weitere Böe den gesamten Lastenzug.

Leicht verletzt und unterkühlt wurde zudem ein 65-jähriger Mann im Bootshafen von Augst BL am Rhein. Er wollte an einem Boot eine weggerissene Abdeckplane festmachen, stürzte aber ins Hafenbecken. Ein Bekannter konnte ihm eine Leiter reichen. Der Mann wurde ebenfalls ins Spital gebracht.

Auf dem Flughafen Basel-Mülhausen wurden wegen des Sturms bis 15.15 Uhr 16 An- oder Abflüge annulliert. Die Zahl könne sich allenfalls noch erhöhen, sagte eine Sprecherin des EurAirports auf Anfrage. In drei Fällen handelte es sich um Maschinen, die wegen Böen nicht landen konnten und zu andern Flughäfen abdrehten.
16:07
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Die Lage am Flughafen Zürich spitzt sich zu: Wie Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage von 20 Minuten Online sagt, mussten zur Stunde 104 Flüge von und nach Zürich annulliert werden. Grund dafür ist weniger das Wetter in der Schweiz, als Sturm- und Schneeböen an Flughäfen im Ausland. Entsprechend bildeten sich vor den Schaltern der Fluggesellschaften in Zürich lange Warteschlangen, viele Passagiere wollten ihren Flug umbuchen. Auch die SBB-Ticketschalter seien rege benutzt worden. Die meisten Flugzeuge, die verkehren können, haben zwischen einer halben und einer Stunde Verspätung. Die Passagiere, die noch in die Luft können, müssen sich laut Zöchling auf eine Schüttelpartie einstellen: «Einige Gäste haben schon etwas bleich ausgesehen, als sie aus dem Flugzeug ausstiegen.» (fum)

Hier sehen Sie ein Gepäckdepot am Flughafen Zürich. Weil ihr Flug annulliert wurde, mussten viele Passagiere ihre bereits aufgegebenen Koffer wieder abholen.

15:43
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Heftig erwischt hat Joachim den Kanton Solothurn. Auf der Einsatzzentrale der Solothurner Kantonspolizei gingen weit über 100 Meldungen ein. Bäume und Signalisationen seien umgefallen, sagte Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Mehrere Strassenabschnitte hätten daher vorsorglich gesperrt werden müssen. Auch seien im Schwarzbubenland zahlreiche Keller überflutet worden. «Die Feuerwehren stehen seit dem Morgen im Dauereinsatz», sagte Gribi. Aus den übrigen Kantonsteilen gebe es nur vereinzelte Meldungen von Schäden. Personen wurden bislang nicht verletzt. Mit dem Schrecken davon kamen zwei Chauffeure, deren Lieferwagen der Sturm «Joachim» umgekippt hatte.

Der Regionalsender Radio 32 ist derzeit in den Regionen Solothurn und Langenthal BE nicht zu empfangen. Beim UKW-Sender auf dem Solothurner Hausberg Weissenstein fiel der Strom aus. Die Dauer des Sendeunterbruchs sei unbestimmt, hiess es.
15:40
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Leser-Reporter Christian Gerber warnt vor früher Freude: «In Ostermundigen BE hat gerade der Sturm richtig angefangen», schreibt er per E-Mail um 15.40 Uhr. «Für fünf minuten sah man eine weisse Wand aus Regen.» Der Fünf-Liter-Eimer auf seiner Terrasse sei innerhalb von fünf Minuten gefüllt gewesen. «Ich denke, das da noch mehr kommt.»
15:15
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Sturmtief «Joachim» bringt nicht nur Verwüstung, sondern auch grosse Lawinengefahr mit sich. Vor allem im Unterwallis bleibt die Situation das ganze Wochenende angespannt. Mehr dazu hier.
15:06
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Über 30 Meldungen zu Sturmschäden im Aargau: Der Kanton Aargau hatte Glück. Wie die Nachrichtenagentur sda berichtet, richtete «Joachim» einzig kleinere Schäden an. Die Kantonspolizei erhielt bis am Freitagnachmittag über 30 Meldungen zu umgeknickten Bäumen, verwehten Baustellenabschrankungen und Blockaden auf Nebenstrassen. Betroffen vom Sturm sei vor allem der Norden des Kantons, sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Der Sturm ziehe vom Fricktal in Richtung Brugg. Aus den Regionen Zofingen, Wynen- und Seetal sowie Freiamt gebe es keine Meldungen zu Sturmschäden.
15:03
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Nicht den Kopf hängen lassen, haben zwei Windsurfer auf dem Bielersee. Sie setzten kurzer Hand die Segel und boten «Joachim» Paroli. Weitere Bilder des mutigen Einsatzes sowie ein Video sehen Sie hier.


14:58
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Kaum etwas vom Sturm spürte man im Kanton Zürich. Die SBB meldete eine Streckenblockierung durch einen umgestürzten Baum zwischen Dachsen und Marthalen.

Auf dem Zürichsee war laut einem Sprecher der Seepolizei zwar eine Vorwarnung aktiv, aber noch keine Sturmwarnung. Halter können hoffen, dass sie ihre Boote sicher vertäut haben. Andernfalls kommt die Polizei zum Einsatz, wie die Seepolizei gegenüber der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Die Wahrscheinlichkeit sei aber gering: Die meisten Boote seien um diese Jahreszeit nicht mehr im Wasser.
14:42
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Schaffhausen wird nicht weggefegt, es wird überschwemmt: Wie die Polizei mitteilt, sorgten starke Regenfälle im Verlaufe des Freitags für «zahlreiche überflutete Strassen und Keller». Detailinfos erhalten Sie auf der Webseite der Polizei.
14:26
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MeteoNews meldet die stärksten Böen bis 14 Uhr: Spitzenreiter war eine Böe auf dem Säntis mit 175.7 Stundenkilometer. Aber auch in tieferen Lagen peitschte der Wind gefährlich: in Rünenberg wurde eine Orkanböe von 142.9 km/h gemessen.

Bergstationen/Maximale Windböe (in km/h)

Säntis (2502 m.ü.M., AR) / 175.7
Pilatus (2106 m.ü.M., LU) / 159.1
Glacier des Diablerets (2966 m.ü.M., VD) / 151.9
Chasseral (1599 m.ü.M., BE) / 151.2
Jungfraujoch (3580 m.ü.M., BE) / 149.4
Moléson (1972 m.ü.M., FR) / 136.4

Exponierte Lagen / Maximale Windböe (in km/h)

Rünenberg (610 m.ü.M., BL) / 142.9
Bantiger (942 m.ü.M., BE) / 120.2
St.Chrischona (493 m.ü.M., BS) / 110.9
Lägern (868 m.ü.M., ZH) / 106.6
Oberbözberg (540 m.ü.M., AG) / 98.3
Bargen (740 m.ü.M., SH) / 92.9

Flachlandstationen / Maximale Windböe (in km/h)

Porrentruy (596 m.ü.M., JU) / 121.7
Amsoldingen (638 m.ü.M., BE) / 117.4
Thun (560 m.ü.M., BE) / 107.6
Delsberg (467 m.ü.M., JU) / 104.8
Basel‐Binningen (316 m.ü.M., BL) / 102.6
Gösgen (380 m.ü.M., SO) / 98.3
13:43
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Fünf auf einen Streich: In Liestal hat «Joachim» gleich eine ganze Auto-Reihe beschädigt. Wie Leser-Reporter berichtet, kippte eine Böe die Infotafel zur neuen Turnhalle des Gymnasiums. Dass die Tafel ein Parkverbot angekündigte, ist allerdings ein böses Gerücht - ein sehr böses.


13:59
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Am Flughafen Zürich sind bis am frühen Freitagnachmittag über siebzig Flüge annulliert worden. Der grösste Teil davon musste auf dem Flugplan der Schweizer Fluggesellschaft Swiss gestrichen werden, wie Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage der sda sagte.

Über 60 Swiss-Flüge waren gemäss Zöchling betroffen. Mittlerweile seien alle Flüge in Zürich zwischen 30 und 60 Minuten verspätet, sagte die Sprecherin. Am Flughafen selbst regne es, vom Sturm sei aber nichts zu spüren. Vor den Schaltern der Fluggesellschaften bildeten sich lange Schlangen, weil viele Passagiere umbuchen wollten, ergänzte die Sprecherin.

Annulliert wurden beispielsweise Flüge von Zürich nach Amsterdam, London oder Nizza. Der Grund dafür sei nicht das Schweizer Wetter, sondern jenes an der Ziel- oder Startdestination, sagte Zöchling. Die Flughafen-Angestellten kontrollierten am Vormittag unter anderem, ob Kleinflugzeuge auf den Standplätzen genug gesichert sind. Bei stärkerem Sturm sind weitere Massnahmen denkbar.
13:40
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Wer die lange Wartezeiten am Flughafen Zürich nicht glaubt, sollte sich dieses Leser-Video anschauen: [** videoembed:width=>'465',platformid=>'1',mode=>'inline_2010',big_link=>'1',id=>'229705' **]

13:04
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Skispringen abgesagt: Training (Freitag) und Qualifikation (Samstag) für das Weltcup-Springen in Engelberg mussten verschoben werden. Die am frühen Freitagmorgen einsetzenden Windböen haben im Verlaufe des Tages an Intensität zugenommen, schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung. «Die Mannschaftsführer werden an ihrer Sitzung um 18 Uhr das Programm für Samstag festlegen.»
12:49
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Drei Tage alt und schon hinüber: «Joachim» hat in Augst BL eine Ampel zerstört. Leser-Reporter Reinhard Kaufmann hat die witzige Geschichte dahinter: «Die alte Ampelanlage war 40 Jahre alt und hat alle Stürme schadlos überstanden. Die neue ist erst drei Tage alt und der Sturm hat sie geschafft.» Tja, vielleicht gibt es eine Zweitverwertung als Kunstobjekt. Möglicher Titel: «Grünes Licht für Joachim.»


12:37
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Nicht nur «Joachim» sorgt in der Schweiz für Probleme. Auch Schnee fällt, vor allem am Alpenkamm und im Nordtessin. Dort ist selbst die Autobahn A2 schneebedeckt.
12:32
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Die Berner Polizei kann sich auch nicht über zu wenig Arbeit beklagen: Bis um 11.00 Uhr wurden bei den regionalen Einsatzzentralen insgesamt rund 60 Anrufe wegen der Unwetter registriert, heisst es in einem Communiqué. Besonders betroffen war die Region Biel – Berner Jura. Die meisten Meldungen betrafen umgestürzte Bäume, so stürzte beispielsweise in Biel ein Baum auf ein parkiertes Auto. Verletzt wurde niemand. Zudem gingen einige wenige Meldungen über Wassereinbrüche ein.
12:29
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Wie MeteoSchweiz gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärt, haben die Winde im Jura und in den Alpen ihre Spitzen erreicht. Sie bleiben aber bis am Abend stark und nähmen erst in der Nacht auf Samstag ab.

Hingegen sei der Sturm im Flachland noch nicht angekommen. Insbesondere für das zentrale und östliche Mittelland erwartet Mühlebach noch stärkere Winde. Immerhin wurden in Plaffeien im freiburgischen Sensebezirk 126 km/h und in Basel bereits 103 km/h gemessen.
12:26
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Meteorologisches Update: Der bisherige Spitzenwert der Windgeschwindigkeit wurde mit 176 Kilometer pro Stunde auf dem Säntis gemessen. Auch auf den Juragipfeln blies es kräftig, wie Roger Perret von MeteoNews auf Anfrage von 20 Minuten Online sagte. Im Flachland windet es weniger stark, einzig in Pruntrut/JU wurden mit 121 km/h Orkanböen gemessen (die Grenze zum Orkan liegt bei 118 km/h). Im östlichen Mittelland ist es aufgrund des Föhns noch ruhig, am Nachmittag werden Windgeschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h erwartet. Die Meteorologen warnen aber vor Superlativen: «Die heutigen Winde sind bei weitem nicht mit denjenigen des Lothars vergleichbar», so Perret. (fum)
12:15
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Baselbiet im Ausnahmezustand: Wie die Polizei berichtet, stehen fast alle Feuerwehren im Einsatz. Am meisten Probleme verursachen umgestürzte Bäume. Vereinzelt mussten deshalb Strassen gesperrt werden. Teils deckte der Sturm ganze Hausdächer ab, dies vorwiegend im Oberbaselbiet und im Laufental. In verschiedenen Gemeinden wurden Stromleitungen zu Boden gerissen, Folge waren örtliche Stromunterbrüche. Zu Stromunterbrüchen kam es am Morgen auch in Teilen des Schwarzbubenlands, wie die Elektra Birseck Münchenstein mitteilte. Betroffen waren Gemeinden im Gebiet zwischen Seewen SO und Bärschwil SO.

Der Kantonale Krisenstab in Baselland hat derweil die Sturmwarnung von Donnerstag bestätigt. Er empfahl für den ganzen Kanton, aber vor allem für die Jurahöhen, Gegenstände, Baugerüste und Ähnliches zu sichern sowie Baumgruppen und Wälder zu meiden und auf Aufenthalte im Wald ganz zu verzichten.

In Basel-Stadt schloss der Tierpark Lange Erlen aus Sicherheitsgründen ganztags seine Tore.
12:08
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Eine starke Sturmböe hat in Thun einen tonnenschweren Stahlcontainer durch die Luft geschleudert. Der Transportbehälter landete krachend auf einem Autodach. Hier lesen Sie den Artikel dazu.


12:01
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Nachtrag zum Flughafen Zürich: Weil «Joachim» mehr oder weniger den gesamten Flugverkehr nach Europa lahm gelegt hat, bieten die Fluggesellschaften den Reisenden Zug-Tickets an. «Ein Riesenchaos herrscht trotzdem», sagt 20-Minuten-Online-Redaktorin Simone Kubli. Zum Glück muss sie nicht weg, sonst wäre sie noch von der langen Warteschlange gefressen worden.


11:52
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Weg war das Gartenhäuschen des Nachbarns: Leser-Reporter Walter Wohlgemuth berichtet, dass es in Hölstein BL stark windet. «Böen blasen alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist.» Erwischt hat es das Gartenhaus des Nachbarn. «Es hängt nun in einem unserer Bäume im Garten. Wir hoffen, dass dieser stark genug ist», schreibt Wohlgemuth, «wenn nicht, besteht die Gefahr, dass das Häuschen in unser Haus fliegt.»

11:43
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Der Sturm «Joachim» wütet derzeit vor allem über dem Jura. Erneut hat ein umgestürzter Baum eine Bahnstrecke lahm gelegt: In Pruntrut riss der Wind Teile einer Wand der Eisbahn weg. Es sei niemand verletzt worden, sagte Michel Rotuno von den Stadtwerken auf Anfrage. Die Eisbahn bleibt für unbestimmte Zeit geschlossen. Gemäss Kantonspolizei ist die Lage im Kanton Jura sehr angespannt. Zahlreiche Strassen seien wegen entwurzelter Bäume gesperrt. Bis anhin sei aber niemand verletzt worden.

In Courrendlin, nahe Delsberg, musste ein Wohnhaus evakuiert werden. Der Wind hatte Teile des Dachs weggerissen, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die Bewohner des Hauses wurden in Folge wegen Einsturzgefahr evakuiert. Die Polizei konnte keine Angaben über die genaue Zahl der Evakuierten machen.

Auch in anderen Regionen blieb das Sturmtief nicht ohne Folgen: Zahlreiche Bergbahnen und exponierte Stationen haben wegen des Sturms dicht gemacht. So wurde die Station Rochers-de-Naye im Waadtland bis Betriebsschluss geschlossen. Die Zahnradbahn ist noch von Montreux bis Haut-de-Caux in Betrieb. Auch die Jungfraubahnen im Berner Oberland, die Gornergratbahn im Wallis, die Pilatusbahnen im Kanton Luzern und die Gondelbahn Engelberg-Trübsee im Kanton Obwalden haben den Betrieb zumindest teilweise eingestellt.
11:40
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Flieger müssen wegen Sturm am Boden bleiben: Am Flughafen Zürich sind bis zum Freitagmittag insgesamt 22 Flüge annulliert worden. Allein auf dem Flugplan der Swiss mussten 10 Starts und 11 Landungen gestrichen werden, wie Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage der sda sagte.

Annulliert wurden beispielsweise Flüge von Zürich nach Amsterdam, London oder Nizza. Der Grund dafür sei nicht das Schweizer Wetter, sondern jenes an der Ziel- oder Startdestination, sagte Zöchling. Neben der Swiss musste auch die Deutsche Lufthansa einen Flug streichen.

Noch sei es ruhig am Flughafen Zürich, sagte Zöchling weiter. Die Angestellten auf dem Flugfeld seien aber angewiesen, Abfertigungsmaterial wie Gepäck zu sichern. Zudem kontrolliere man, ob die Kleinflugzeuge auf Privatparkplätzen genug gesichert seien. Je nach Intensität des Sturmes seien weitere Massnahmen denkbar.
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Leser-Reporter Roli Meyer berichtet von der aktuellen Lage am Genfersee: «Bonjour Deutschschweiz», schreibt er per E-Mail: «Hier in Montreux herrscht verhalten angespannte Ruhe vor dem Sturm. Die Stimmung ist momentan mehr wildromantisch als furchterregend! Der Horizont und das Rauschen der Wellen erinnert zur Zeit eher an den Ausblick aufs Meer als den sich warmlaufenden Lac Léman.»
11:27
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«Joachim» erreicht Deutschland mit orkanartigen Böen: Im Saarland seien bereits Böen mit Geschwindigkeiten von 104 Stundenkilometer gemessen worden, auf dem Feldberg im Schwarzwald Böen von 158 Stundenkilometern, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Freitag. Auch auf den Alpengipfeln gebe es schwere Orkanböen: «Joachim» werde sich im Laufe des Freitags noch weiter verstärken und starke Niederschläge mit sich bringen, von denen vor allem Bayern, Sachsen und Thüringen betroffen seien.
Wie die Meteorologen berichten, sei von der Rhön bis in den Thüringer Wald in Lagen bis zu 400 Metern Höhe mit starken Schneefällen zu rechnen, die wegen des starken Winds auch zu Schneeverwehungen führen werden. Dies werde zu erheblichen Behinderungen im Strassenverkehr führen. Die Stürme halten laut Deutschem Wetterdienst bis in den Samstag hinein an.
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Leser Marco Trové hört «Joachim» pfeiffen, wie er schreibt: «In Ennetmoos NW ist es noch ruhig. Aber auf dem Stanserhorn höre ich ein lautes Pfeifen!» Kein Wunder: Die Meteorologen rechnen mit Orkanböen in den Bergen mit Windgeschwindigkeiten von bis 170 Stundenkilometern. Auf dem Stanserhorn mit seinen 1898 Meter über Meer dürfte zurzeit die Situation alles andere als gastlich sein.
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Da war mal eine Wand: Bei Leser-Reporter Ivan Richon in Delémont hat Jochaim die Wand eines Unternehmens herausgerissen. Das Element fiel auf ein Auto. «Verletzt wurde niemand», so Richon weiter.


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Leser David Gredig aus Luzern ahnt Böses: «Ein laues Lüftchen weht hier bei 11,8 Grad. Es ist die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm
11:05
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Noch tobt «Joachim» nicht überall: Leser-Reporter Michel Gisler schreibt: «Steckborn, leichter Regen und Windstille.» Der Glückliche.
10:47
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«Von wegen knapp verfehlt», schreibt Seraina Manzanell aus Herznach AG. Die Hälfte der Thuia bei ihr vor dem Haus stürzte direkt auf ihren Golf. Wir hatten ursprünglich geschrieben, dass sie Glück hatte, dass der Baum ihren Wagen verfehlte. «Ich wollte gerade wegfahren, als es grausam ‹gekroset› hat.» Als sie zu ihrem Auto blickte, krachte der Spitz des Baumes aufs Auto. «Ich bin froh, hat es mich nicht getroffen», so Manzanell weiter. Ob der Schaden gross ist, weiss sie nicht. «Ich hab meine Termine abgesagt und bleib im Haus - ist sicherer.»


10:27
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Leser «Müller» aus Thun berichtet im Kommentar über seine Nacht mit «Joachim»: «Ich hatte das Gefühl, es reisst mir bald das Dach vom Kopf.» Nicht besser erging es ihm am Freitagmorgen: «Es pfeifft ums Haus...Wahnsinn!»

10:20
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Bei der Polizei Basel-Landschaft klingelt das Telefon Sturm. Wie die Baselbieter in einem Communiqué schreiben, gingen bei der Einsatzleitzentrale dutzende Meldungen im Zusammenhang mit dem derzeitigen Sturm ein. Verletzt wurde bislang niemand. In diversen Gemeinden stürzten demnach Bäume oder Äste auf die Strasse. Sie mussten durch die örtlichen Feuerwehren weggeräumt werden.

In mehreren Ortschaften wurden zudem Teile von Dächern abgedeckt und auf die Strasse geweht. Auch Strommasten, Beleuchtungskandelaber und Baustellenabschrankungen wurden zum Teil massiv beschädigt. «Die Situation hat sich bis zur Stunde noch nicht beruhigt und es kommt laufend zu neuen Meldungen», so die Polizei weiter.
10:19
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Reagiert auf die Sturm-Prognosen haben auch die Bergbahnen Titlis Rotair in Engelberg OW. Alle Anlagen und Pisten bleiben am Freitag gesperrt.
10:13
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Tierpark Goldau vorsorglich geschlossen: Nach der Sturmwarnung bleibt der Natur- und Tierpark Goldau am Freitag geschlossen. Die Geschäftsleitung hat dies am Freitagmorgen beschlossen, wie die sda berichtet. Für die Innerschweiz gilt eine grosse Gefahrstufe. Der Entscheid des Tierparks ist verständlich: Sie hat 1999 bittere Erfahrungen mit Sturm «Lothar» gemacht. Damals wurden 80 Porzent des Waldbestandes des Parks verwüstet.
10:10
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Der Jurabogen ist in der Nacht auf Freitag und am Freitagmorgen vom Sturm «Joachim» voll getroffen worden, wie die Nachrichtenagentur sda. Mehrere Strassen im Kanton Jura mussten gesperrt werden, nachdem Bäume auf die Fahrbahn gefallen waren.
10:01
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Leserin oder Leser A.F. berichtet im Kommentarfeld aus dem Baselbiet: «Die Sturmwarnung ist keine Falschmeldung! Bei uns in BL stürmt es heftig, ein herumfliegender Ast hat vor einer Stunde mein Küchenfenster zerschlagen. Passt gut auf euch auf!», schreibt sie.
09:55
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Eine stürmische Nacht hat Leser-Reporter Cello erlebt. «Heftigste Windböen haben die ganze Nacht hindurch im Laufental gewütet.» Stühle, Tische und Bänke seien herumgewirbelt worden, schreibt er weiter. Er sei nur überrascht, dass die Bäume nicht umgekippt seien. Tatsächlich ist das einige Kilometer weiter in Reinach BL passiert: Wie das Bild von Nicole Neff zeigt, entwurzelte «Joachim» gleich zwei Bäume vor ihrem Haus (siehe Bildstrecke).
09:51
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Gigantische Wellen in Frankreich und peitschende Winde in England: Sturmtief «Joachim» erreicht heute die Schweiz, unsicher machte er bereits den europäischen Westen. Unsere Bildstrecke zeigt das Naturspektakel.
09:48
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Im Jura ist am Freitagmorgen ein Zug in einen umgestürzten Baum gekracht. Der Jura-Zug entgleiste in der Folge in der Nähe von Tramelan BE. Ein Dutzend Personen wurden leicht verletzt.
09:47
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Fehlinformation: Sturmböen von über 300 km/h haben nichts mit «Joachim» zu tun. In einigen Medien wurde von Windgeschwindigkeiten über 300 km/h in Norwegen berichtet und in Zusammenhang mit Sturmtief «Joachim» gebracht. Wie MeteoNews in einem Communiqué schreibt, liegt die erwähnte Station Skrova Fyr auf den Lofoten - mehrere hundert Kilometer abseits der Zugbahn von «Joachim» am nördlichen Polarkreis. Diese Spitzenböen hätten folglich nichts mit dem Sturmtief über der Schweiz zu tun. «Wenn überhaupt wurden diese Spitzenböen durch das Sturmtief ‹Horgen› verursacht», so Meteonews weiter.
09:45
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Der Sturm «Joachim» nähert sich der Schweiz. In der Nacht wurden auf dem Chasseral JU bereits Windböen mit Geschwindigkeiten von 120 km/h registriert, wie Meteoschweiz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das Sturmfeld hat auch das Oberbaselbiet sowie das westliche Mittelland erfasst, teilte Meteomedia mit. Im Mittelland wehte nach Angaben von Meteoschweiz bis am Freitagmorgen jedoch erst ein mässiger bis starker Wind mit 40 bis 60 km/h. Der Hauptsturm werde in der Schweiz am späteren Vormittag erwartet.
09:45
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Laut Reto Vögeli von Meteonews wütet der Wintersturm im Flachland mit bis zu 110 km/h. In den Alpen werden gar Orkanböen erwartet; Spitzen von 140 bis 170 km/h sind möglich, wie Meteonews schreibt. Bei derartigen Windgeschwindigkeiten muss damit gerechnet werden, dass vereinzelt Bäume umknicken oder Gegenstände durch die Luft fliegen. Deshalb rät MeteoNews zu Vorsicht in der Nähe von Bäumen oder Bauabschrankungen.
09:44
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Die SBB haben vorsorglich die Strecke der Jungfraubahn zwischen Grindelwald und Wengen für den Bahnverkehr unterbrochen. Die Störung dauert laut einer Mitteilung bis Betriebsschluss.
09:44
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Der Kantonale Krisenstab Basel-Landschaft gab bereits am Donnerstag eine Sturmwarnung mit Verhaltensempfehlungen für seine Bürgerinnen und Bürger heraus. Die Schifffahrtsgesellschaft CGN stellte den Verkehr seiner Kursschiffe auf dem Genfersee ein.
09:43
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Das Tief «Joachim» wird von Nordfrankreich in Richtung Deutschland ziehen und in der Schweiz starke Winde und Orkanböen bringen. In den Alpen und Voralpen werden Windspitzen von bis zu 150 Stundenkilometern erwartet.
«Joachims» Vorboten
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Die Vorboten waren bereits gestern Morgen am Himmel sichtbar. Mehrere Leser-Reporter schickten 20 Minuten Online spektakuläre Fotos von ungewöhnlichen Wolken (siehe Bildstrecke).

Roger Perret von Meteonews hat sich die Bilder angeschaut und erklärt: «Das Phänomen heisst Mammatus.» So werden hängende, beutelartige Quellformen an der Unterseite von Wolken genannt. «Die Formen entstehen durch starke Winde in der Höhe», so Perret weiter. Mammatus, stammt vom lateinischen Wort Mamma, das soviel wie Brust, Busen oder Euter bedeutet. Der Busensturm ist also im Anzug.

Mit dem Wind kommt auch der Schnee. In der Nacht zum Samstag soll es bis in Tiefe Lagen schneien. Im Flachland fällt bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. In den Bergen dürfte es bis zu einem halben Meter geben.
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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nenita am 16.12.2011 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    o-oooo

    o-oooooo in zürich beginnt es langsam aber sicher an zu winden.... keine motivation um das büro zu verlassen o.o

  • Hermann am 16.12.2011 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Affoltern am Albis ZH

    gerade noch fast Windstill plötzlich gehts los, aber gewaltig

  • SH-ler am 16.12.2011 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schaffhausen

    In SH windets ein wenig, aber nicht mit einem Sturm zu vergleichen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandra am 16.12.2011 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ein kleines Wunder

    Bei uns im "Schwarzbubenland" ist's wieder ruhiger, zum Glück. Der Hartplatz wo die Pferde weideten sowie der Reitplatz sind von umstürzenden Bäumen massiv beschädigt worden. Wie durch ein Wunder wurde kein Pferd und kein Mensch verletzt!!!

  • Daniel am 16.12.2011 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    joachim ist ein lustiger name für einen sturm.. klignt seeehr bedrohlich..=D

  • Charly am 16.12.2011 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    St. Gallen

    so jetzt auch in St. Gallen ...genau jetzt wo ich Feierabend habe

  • jimmy1711 am 16.12.2011 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    NoGo

    In Gümilgen/Be Ein bisschen Wind

  • max wetterfrosch am 16.12.2011 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Sturm

    ...nun gehts in Fällanden und Umgebung los. Heftigste Böen.