Bier-diät

15. März 2011 18:07; Akt: 15.03.2011 18:07 Print

«Das Tagebuch eines Teilzeit-Mönchs»

J. Wilson aus Iowa plant für die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern eine besondere Diät. Er wird sich ausschliesslich von Bier ernähren. Grund für sein Vorhaben: Ein geschichtsträchtiges Projekt.

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J Wilson wird in den 46 Fastentagen sein «flüssiges Brot» selber brauen und sich ausschliesslich von Bier und Wasser ernähren. (Bild: Youtube)

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Ganz traditionell will der Redaktor einer US-Zeitung die Fastenzeit ohne feste Nahrung verbringen. Das heisst also mit ganz viel Wasser - und selbstgebrautem Bier. Damit bleibt er tatsächlich ganz nahe an der alten Tradition.

Wilson will nämlich mit seinem Projekt keinen zweimonatigen Vollrausch geniessen, sondern die Geschichte der deutschen Mönche im 17. Jahrhundert nachleben. Da die Klosterbrüder strengen Regeln unterlagen, mussten sie auch immer mal wieder fasten - am längsten in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Allerdings hatten sie bald den Trick raus, wie die 46 Tage ohne Hunger zu überstehen waren.

Flüssiges bricht das Fasten nicht

Die Mönche merkten nämlich bald, dass Bier ebenfalls satt macht. Vorausgesetzt, man begnügte sich nicht mit dem üblichen, dünnen Gebräu, sondern braute dicker und kräftiger. Mit diesem «flüssigen Brot» hatten die Mönche denn auch schon halb gegessen, und trotzdem alles richtig gemacht. Schliesslich lautete die Regel: «Flüssiges bricht das Fasten nicht.»

Genau wie die Mönche will auch Wilson sein Bier selber brauen. Nach einem 36-stündigen Test kam er zum Schluss, dass vier Glas Bier pro Tag kein Problem für seine allgemeine Verfassung sein sollten. Auch wenn sein Gebräu mit 6,6 Prozent Alkohol über dem Wert eines gängigen Biers liegt. Allerdings ist das immer noch schwächer als das Bier der Paulanermönche, die das erste Doppelbock-Bier – ein kalorienreiches Bier mit hohem Stammwürzgehalt - gebraut haben. Dieses hatte zum Teil einen Alkoholgehalt von bis zu 13 Prozent.

Der 38-Jährige erzählt im Youtube-Video (siehe unten), dass er schon immer von Bier und Geschichte fasziniert war. Sein Projekt mit dem Namen «Das Tagebuch eines Teilzeit-Mönchs» verbindet nun die beiden Leidenschaftenist als Experiment. Seine Erfahrungen als fastender Teilzeit-Mönch wird der Amerikaner in einem Blog niederschreiben.

Die etwas andere Diät

Haben Sie auch schon Erfahrungen mit einer etwas aussergewöhnlichen Diät oder Fastenkur gemacht? Schreiben Sie unten in einem Kommentar von Ihren Erfahrungen.

Wilson stellt sein Projekt vor

(Quelle: Youtube)

(fvo)

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