Lesergeschichten

17. Juni 2015 21:12; Akt: 17.06.2015 21:12 Print

«Der Rabe meisterte die Aufgaben perfekt»

Fangis spielen mit Krähen oder Raben Tricks beibringen: Die Leser erzählen von ihren Erlebnissen mit zahmen Wildvögeln.

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«Ich habe 2012 einen jungen, flugunfähigen Raben auf der Strasse gefunden. Zuhause zog ich ihn 8 Wochen auf. In dieser Zeit habe ich ihm diverse Aufgaben gestellt, die er perfekt meisterte. Zum Beispiel Futter aus einem geschlossenen Behälter holen. Als ich ihn freiliess, kam er danach täglich auf meinen Balkon oder ins Haus, verweilte ein, zwei Stunden und flog wieder in den Wald, bis er nach einem halben Jahr nicht mehr kam.» «Kollegen und ich machten eine Gummibootstour, als wir plötzlich im Wasser etwas zappeln sahen. Wir ruderten in die Nähe und retteten den ertrinkenden Vogel. Der Spatz postierte sich als Gallionsfigur vorne am Boot. Er begleitete uns ca. eine Stunde bis er dann getrocknet und aufgewärmt mit einem Zwitschern Richtung Ufer davonflog.» «Ein Freund hat letztes Jahr eine Krähe gefunden. Wir haben sie grossgezogen, gepflegt und am Schluss erfolgreich ausgewildert. In der Wohnung und im Garten hat sie so manchen Schabernack getrieben. Als sie im November 2014 ausgezogen ist, waren wir sehr traurig, aber auch glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Seit März besucht sie uns wieder jeden Tag mit einem Partner.» «Als ich letzten Oktober in der Znünipause auf der Terrasse war, flog ein Vogel recht wacklig auf unsere Sträucher zu. Vor seinem Absturz hab ich den Kleinen aus der Luft gepflückt. Der kleine Kerl, Marke Goldhähnchen, erholte sich ca. 10 Minuten auf meiner Hand, bevor er weiterflog.» «Ich finde, Krähen sind unglaublich schöne und mystische Vögel. Ich begegne ihnen immer wieder. Eine Krähe habe ich zweimal innert 10 Minuten aus dem Wasser gefischt. Wenn der Schwarm kommt, ist sie mir immer am nächsten. An verstorbenen Krähen lässt mich der Schwarm nie vorbeigehen, sie krächzen so lange, bis ich sie beerdigt habe. Zum Dank fliegen sie so nahe an mir vorbei, dass ich den Wind ihrer Flügelschläge fühlen kann.» «In der Siedlung, in der ich aufgewachsen bin, war eine zahme Krähe. Rocco spielte mit Begeisterung mit uns Kindern Fangis. Wir rannten über den Rasen, riefen ihn und er flog uns hinterher! Manchmal krallte er sich auch bei uns im Nacken fest! Das war immer ein Riesenspass! Doch Rocco verschwand leider auch so plötzlich wie er kam!» «Letzten Sommer brachte meine Tochter ein Meisenbaby nach Hause, mit wenig Flaum und sehr hungrig. Ich begann es aufzuziehen und fütterte es mit kleinen Maden und tröpfchenweise Wasser. Es erholte sich schnell und sein Appetit wurde immer grösser. Die Meise flog im ganzen Haus umher und weitete ihre Ausflüge immer weiter aus. Wenn ich rief, kam er zurück, bis er eines Tages wegblieb und wir ihn ertrunken im Wasserfass auffanden.» «Ich glaube es war 2001. Unsere Katze starrte stundenlang in einen Strauch. Als ich näher hinsah, fand ich einen jungen Raben. Wir haben ihn dann aufgezogen. Sein Name war Jimmy und er war ziemlich frech. Er konnte frei fliegen und kehrte eine Zeit lang immer zu uns zurück! Dann fand er wohl eine gute Rabenfrau und war glücklich, denke ich. Jimmy 4ever! War ne schöne Zeit.» «Ich habe nicht nur einen Vogel, sondern eine ganze Familie. Da ich meine Garage immer offen lasse, hat sich dort ein Vogel so wohl gefühlt, dass er sich gleich ein Nest eingerichtet hat. Ich kann die jungen Vögel jetzt immer anschauen gehen und sie schauen ganz neugierig zurück.» «Bei der Arbeit fanden wir einen jungen Spatz am Boden. Wir versuchten ihn zurück ins Nest zu tun, doch am Abend war er in den Laden geflüchtet. Ich beschloss, ihn nach Hause zu nehmen, da es schon dunkel wurde und eine Krähe auf den Nachtisch wartete. Der Vogel schlief in meiner Hand ein, die Nacht verbrachte er im Körbchen. Am nächsten Tag setzten wir ihn wieder ins Nest, wo er diesmal blieb.» «Während die Erwachsenen im Rebberg arbeiteten, fanden die Kinder unter Bäumen eine junge, noch flugunfähige Krähe. Ich hab Joggeli dann mitgenommen und auf dem Heimweg frisches Hackfleisch, Mehlwürmer und Vogelfutter gekauft. Bei jeder Bewegung in der Wohnung sperrte er den Schnabel weit auf. In der Volière Mythenquai lernte Joggeli fliegen.» «Wir haben diesen Jungspatz vor einer Katze gerettet, ab dann besuchte er uns regelmässig im Büro.» «In einem Café sprang ein frecher Spatz auf unseren Tisch und bettelte um ein paar Kekskrümel. Diese habe ich ihm direkt aus meiner Hand gegeben. Um besser an das Essen heranzukommen, setzte sich der Spatz auf meinen Daumen und pickte eifrig die restlichen Krümel aus der Hand.» «Auf dem Parkplatz kam ein kleines Vögelchen zu uns, es war völlig handzahm. Wir konnten es sogar füttern.»

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Jeannine Humbels Geschichte einer geretteten Krähe inspirierte die Community, von ihren eigenen Begegnungen mit zahmen Wildvögeln zu erzählen. Neben zahlreichen Kommentaren zum Artikel schickten 14 Leserinnen und Leser Fotos der Vögel. Ab und zu ist es bloss ein frecher Spatz, der Krümel aus der Hand schnabuliert. Die meisten Geschichten beginnen jedoch mit einer Lebensrettungsaktion. So auch die von Adrian: Auf einer Gummibootstour retteten er und seine Freunde einen ertrinkenden Vogel. Wieder bei Kräften, positionierte sich der kleine Kerl wie eine Gallionsfigur vorne am Boot und begleitete die Gruppe. Diese und 13 andere Anekdoten lesen Sie in der Bildstrecke!

(hüt)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • birdwatcher am 17.06.2015 22:34 Report Diesen Beitrag melden

    Natur in Ruhe lassen

    "Während die Erwachsenen im Rebberg arbeiteten, fanden die Kinder unter Bäumen eine junge, noch flugunfähige Krähe. Ich hab Joggeli dann mitgenommen...". Hier ist eher der Finder ein Joggeli. Es ist nicht nett, den Vogeleltern ihre Kinder wegzunehmen. Lasst die Tiere dort, wo sie sind.

  • Zitrone am 18.06.2015 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jeder Vogel braucht Hilfe

    Vögel die frisch das Nest verlassen haben sind noch schlechte Flieger und sitzen dann auch schonmal ausgepowert auf dem Boden. Aber sie werden von den Eltern noch gefüttert! Dass sie sich nicht bewegen wenn man zu ihnen hin geht liegt nicht daran dass ihr es gut mit ihnen meint, sondern daran dass sie sich im Angesicht mit einem viel grösseren Feind sehen und es mit "einfach nicht bewegen" versuchen. Also: Ist das Tier unverletzt und voll befiedert - lasst es wo es gerade sitzt.

  • Birdy am 18.06.2015 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zaunkönig nicht gleich Spatz

    Bei dem Vogel von Nummer 2 handelt es sich um einen Zaunkönig keinen Spatz ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julia am 18.06.2015 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht

    Wenn junge Vögel nicht verletzt sind und am Boden sitzen, sollte man erst abwarten und nicht gleich eingreifen... Und einen jungen Vogel ins Nest zurücksetzen ist eine ziemlich doofe Idee. Die Eltern nehmen den Kleinen in der Regel nicht mehr an, weil er anders riecht..

  • Zitrone am 18.06.2015 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jeder Vogel braucht Hilfe

    Vögel die frisch das Nest verlassen haben sind noch schlechte Flieger und sitzen dann auch schonmal ausgepowert auf dem Boden. Aber sie werden von den Eltern noch gefüttert! Dass sie sich nicht bewegen wenn man zu ihnen hin geht liegt nicht daran dass ihr es gut mit ihnen meint, sondern daran dass sie sich im Angesicht mit einem viel grösseren Feind sehen und es mit "einfach nicht bewegen" versuchen. Also: Ist das Tier unverletzt und voll befiedert - lasst es wo es gerade sitzt.

  • Alfred am 18.06.2015 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Vögel sind ungeheuer

    treffsicher. Einmal hat einer aus 50m Höhe "was" fallen lassen und (während ich lief!) genau die Nase getroffen...

  • Birdy am 18.06.2015 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zaunkönig nicht gleich Spatz

    Bei dem Vogel von Nummer 2 handelt es sich um einen Zaunkönig keinen Spatz ;)

  • birdwatcher am 17.06.2015 22:34 Report Diesen Beitrag melden

    Natur in Ruhe lassen

    "Während die Erwachsenen im Rebberg arbeiteten, fanden die Kinder unter Bäumen eine junge, noch flugunfähige Krähe. Ich hab Joggeli dann mitgenommen...". Hier ist eher der Finder ein Joggeli. Es ist nicht nett, den Vogeleltern ihre Kinder wegzunehmen. Lasst die Tiere dort, wo sie sind.

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