Jenseitskontakte

03. März 2011 12:13; Akt: 03.03.2011 13:47 Print

«Die Toten beobachten mich nicht beim Duschen»

von Franziska Voegeli - Beim Stichwort Esoterik verdreht mancher die Augen. Früher auch Pascal Voggenhuber. Heute bietet er Kontakte ins Jenseits an - mit Geld-zurück-Garantie. Interview mit dem jüngsten Medium der Schweiz.

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Pascal Voggenhuber: «Der Reiz, etwas zu sehen, ist nicht mehr so gross wie am Anfang.» (Bild: Karinheidmeier.de)

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Pascal Voggenhuber ist mit seinen 31 Jahren das bekannteste Medium im deutschsprachigen Raum. Nebst zahlreichen Medien-Auftritten tourt er mit Vorträgen und Seminaren durchs In- und Ausland, ausserdem suchen Interessierte ihn auf, um mit Verstorbenen in Verbindung zu treten. Die Nachfrage ist so gross, dass der Basler bis 2014 ausgebucht ist. Voggenhuber bildet selber Leute zum Medium aus. Heute und am Wochenende stellt er an einer Messe im Zürcher Kongresshaus seine Schüler und seine Arbeit vor.

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Glauben Sie, dass manche Menschen Kontakt mit dem Jenseits haben?
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Insgesamt 1579 Teilnehmer

Als Kind und Jugendlicher war Voggenhuber lange mit dem Geist Zoey befreundet. Diese Gestalt, die andere nicht sahen, war für ihn das Normalste der Welt. Dass es sich dabei um eine etwas ungewöhnliche Freundschaft handelte, wurde ihm erst im Alter von 19 richtig bewusst. Im Gespräch mit 20 Minuten Online erzählt er, wie es dazu kam.

Was hat Ihnen die Augen geöffnet?
Pascal Voggenhuber: Meine damalige Freundin hatte Probleme mit ihren Eltern. Ich sagte ihr, was Zoey dazu meinte. Sie wunderte sich allerdings mehr über diesen Zoey, als dass sie auf dessen Rat einging. Sie sagte mir, das sei nicht normal. Daraufhin suchte ich zum ersten Mal Kontakt mit anderen Medien.

Und vorher kam Zoey – oder ein anderes Wesen – nie zur Sprache?
Doch, schon, aber als Kind sagte man einfach, ich hätte halt zu viel Fantasie.

Sind Sie ständig von Geistern umgeben?
Sobald ich etwas sehen möchte, kommen bei mir Bilder. Es kommt aber auch vor, dass ich zum Beispiel zum Essen eingeladen werde, und dann tauchen dort plötzlich Verstorbene auf. Das finde ich nicht immer so toll. Aber zum Glück besitzen die Geister auch eine gewisse Ethik und schauen mir jetzt nicht einfach beim Duschen zu oder so.

Wie war es, andere Leute zu treffen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen?
Zuerst war es ehrlich gesagt ein Schock. Ich kam aus der Hip-Hop-Szene, und hatte mit Esoterik überhaupt nichts zu tun. Ich wollte auch gar nicht damit in Verbindung gebracht werden. In der insgesamt etwa zehnjährigen Ausbildung in der Schweiz und in England traf ich aber auch auf «normale» Leute, die waren wie ich. Da fühlte ich mich zuhause.

Wie reagierte Ihr Umfeld?
Meine Freunde haben es alle gut aufgenommen. Niemand hat mich für verrückt erklärt.

Was sehen Sie denn alles?
Ich sehe Auren um die Menschen herum, das ist wie eine Momentaufnahme des Zustands einer Person. Ich sehe Geisterführer, was andere vielleicht als Engel oder Schutzengel bezeichnen, und ich sehe Verstorbene.

Schauen Sie ständig in Ihre Mitmenschen hinein?
Nein. Einerseits ist der Reiz nicht mehr so gross wie früher. Vielleicht kann man es mit einem anderen Beruf vergleichen: Als angehender Zahnarzt ist man noch sehr neugierig, will allen in die Münder schauen, bohren, ziehen, flicken. Aber irgendwann ist es dann nicht mehr so interessant, es wird zum Alltag. Und gerade meine Freunde, die können mir ja auch selber erzählen, was gerade bei ihnen vorgeht. Aber manchmal macht man es sich natürlich schon zunutze. Zum Beispiel wenn ich jemanden einstelle, oder wenn ich das Gefühl habe, dass jemand lügt.

Liegen Sie immer richtig?
Nein. Auch ich habe mal einen schlechten Tag. Ich habe auch eine Geld-zurück-Garantie. In den letzten vier Jahren hatte ich etwa 8000 Sitzungen. Vier oder fünf Klienten wollten ihr Geld wieder haben.

Wie sehen die Geister aus?
Sie zeigen sich in der Form, in der man sie erkennt. Das heisst, dass der übergewichtige verstorbene Grossvater nicht plötzlich als jugendlicher Beau auftaucht. Bei meinen Sitzungen geht es eigentlich darum, den Leuten zu helfen, mit etwas abzuschliessen, manchmal auch darum, zusammen mit der Polizei etwas aufzuklären. Die Verstorbenen, die sich zeigen, wollen also auch erkannt werden, damit es den Klienten besser geht.

Und wo sind die Geister, wenn sie nicht gerade mit den Lebenden kommunizieren?
Das kann ich nicht sagen. Ich sehe sie halt einfach, wenn sie da sind. Ich könnte sie natürlich fragen, und wahrscheinlich würde ich auch eine Antwort bekommen. Aber das liesse sich nicht beweisen, und deshalb mache ich das nicht. Ich weiss dann schlussendlich nicht, ob mir die Fantasie einen Streich gespielt hat.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandra Hablützel am 04.03.2011 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Livia und Alessia

    Warum fragt Herr Voggenhuber Livia und Alessia nicht, wo sie grad stecken und was passiert ist? Da wäre der armen Mutter definitiv geholfen...

  • Justin am 03.03.2011 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    begabung hat jeder

    Natürlich hat jeder die begabung mit dem jenseitz in kontakt zu tretten. das macht jeder mindestens einmal im leben. vor allem wenn man stirbt ist da die verbindung am grössten ;)

  • OM am 03.03.2011 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Fähigkeit hat jeder

    Jeder hat die Fähigkeit mit Toten in Kontakt zu treten. Leider verschliessen sich die meisten Menschen gegenüber diesem Thema. Ich empfehle "Das Licht von da drüben" von Raymond Moody und seine anderen Werke.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sunsji am 15.03.2011 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das seine.

    Jeder soll an das glauben will, wenn es ihm hilft etwas zu verarbeiten oder etwas hinweg zu kommen. Ich selber glaube jedoch nicht an solche Dinge. Leben und Leben lassen

  • Claudia 05.03.2011 am 05.03.2011 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Ich durfte Pascal schon einige male Life erleben und kann nur sagen er ist einfach genial und vor allem ist er ein ganz normaler Mensch geblieben wie du und ich und genau dass macht ihn so sympatisch.

  • Dude am 05.03.2011 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Witzig

    In den Kommentaren werden Themen vermischt, dass es einem fast übel wird. Mit Hawkings schwarzen Löchern hat es genau nichts zu tun, er änderte seine Ansicht weg vom unerklärlichen zum erklärbaren, Quantenphysik ist ein ganz anderes paar Schuhe, nur weil man es jetzt noch nicht erklären kann, heisst dies noch lange nicht, dass es mysteriös sein muss. Die leichtgläubigen sind schon immer auf Humbug reingefallen, da sie nichts wissen, angefangen bei der Bibel/Gott und aufgehört bei Mike Shiva. Als ob diese Kommentar-Schreiber fähig wären schwarze Löcher oder Quantenphysik zu verstehen.

  • Beni Steiner am 04.03.2011 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Geist Gottes

    Liebe Befürworter. Lasst euch besser mal richtig vom Geist Gottes füllen, das übertrifft alles das ihr bis jetzt erlebt habt.

  • Sandra Hablützel am 04.03.2011 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Livia und Alessia

    Warum fragt Herr Voggenhuber Livia und Alessia nicht, wo sie grad stecken und was passiert ist? Da wäre der armen Mutter definitiv geholfen...

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