Leser-Kommentare

27. Januar 2015 17:33; Akt: 27.01.2015 18:05 Print

«Wir Schweizer sind verwöhnt und arrogant»

CNN-Moderator Richard Quest geht hart mit der Schweiz ins Gericht: Es gebe hier ein schwerwiegendes Service-Problem. Die Leser stimmen selbstkritisch zu.

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CNN-Moderator Richard Quest (rechts) und Chefredaktionsmitglied Gaudenz Looser im Newsroom von 20 Minuten. (Bild: Stevan Bukvic, Tilllate.com)

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Der CNN-Wirtschaftsmoderator Richard Quest beschwerte sich auf Twitter über die hohen Preise in der Schweiz. Im Interview mit 20 Minuten erklärt er: «Ich konnte es nicht glauben, als ich im Starbucks einen Kaffee kaufte. Sieben Franken! Das ist doppelt so teuer wie in New York.»

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Teuer und unfreundlich: «Die Schweiz hat ein Service-Problem», sagt Richard Quest. Stimmt das?
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Die Schweizer Tourismusindustrie werde böse auf die Nase fallen, prophezeit Quest und klagt weiter an: «Die Ausländer kommen nicht mehr und die Schweizer gehen nur noch ins Ausland – dieses Land hat ein Service-Problem!»

«Die Schweiz kapiert nicht, dass sie nicht der Nabel der Welt ist»

In über 550 Kommentaren taten die 20-Minuten-Leserinnen und -Leser Ihre Meinung kund – und zeigten sich erstaunlich selbstkritisch. Als Reaktion auf Quests harsche Kritik könnte man eine Kommentarspalte voller Beiträge wie jenen von Leser Reto B. erwarten: «Ein arroganter Ami geht am Central im Starbucks einen Kaffee trinken und erlaubt sich deswegen über unser Land herzuziehen? Neeext!»

Tatsächlich steht B. mit seiner Meinung allein auf weiter Flur. Die Leserinnen und Leser gehen fast durchwegs einig mit Quest: «Wir sind einfach mittlerweile arrogant und verwöhnt. Wir haben vergessen, dass nur schöne Landschaften allein keine Touristen anziehen», erklärt Leser TomTom. Auch Leserin S. Egli stimmt dem CNN-Moderator zu: «Die Schweiz hat einfach nicht kapiert, dass sie nicht der Nabel der Welt ist. Endlich einer, der es auf den Punkt bringt!»

«Es kann eine Chance sein!»

Ein Leser versucht die Ursachen des Schweizer Problems zu orten: «In der Gastronomie arbeiten einfach zu viele Leute, die da eigentlich gar nicht sein wollen, aber keine andere Wahl haben. Das schlägt sich auf die Qualität nieder. Macht den Beruf attraktiver, dann löst sich dieses Problem von selbst.»

Leser B. S. konzentriert sich derweil schon auf das Licht am Ende des Tunnels: «Die aktuelle Situation kann für Geschäfte mit gutem Service eine Chance sein. Ich achte nun viel mehr darauf und gehe dorthin, wo Qualität und Service stimmen. Für Unmotivierte und Unfreundliche wird es – zu Recht – eng.»

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(kam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Samuel Schori am 27.01.2015 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Er hat genau ins Schwarze getroffen

    Genauso ist es. Ich habe in anderen europäischen Ländern den viel besseren Service. Kürzlich in Katalanien wie auch in Österreich beim Skifahren. Billiger, freundlicher, aufmerksamer und geschultes Personal. Das ist das, was es ausmacht sonst nichts.

  • RiRi am 27.01.2015 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Frecher Vorschlag:

    Man könnte auch wieder mehr bieten für's Geld. Mehr Freundlichkeit, mehr Spass, mehr Sevice, mehr Perfektion, mehr Schweiz halt...

  • Durchschnittsverdiener am 27.01.2015 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    150 Franken...

    "durchschnittliches" Mittagessen... Ok...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mark am 31.01.2015 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gastgeber nicht Vollstrecker

    es braucht nicht anlosächsische Freundlichkeit. Zuvorkommenheit - Augenkontakt und ein Bewusstsein, dass Mann und Frau im Dienstleistungsektor einen wichtgen Job haben. Die Chefetage muss den Angestellten an der Front den Freiraum geben RELAXED auf den Kunden einzugehen. Solange für die Patrons der exakte Ablauf und die eingeräumten Regale wichtiger sind wird's fürs Service/Verkaufpersonal schwierig. In unserem Restaurant herrscht nach Torschluss manchmal ein ziemliches Chaos zu Gunsten einer "Ineffizienten" kundenfreundlichen Bedienung. Viele "Repeat Custommers" entschädigen für etwelche Überstunden die dieses System mit sich bringt. So liebe Dienstleister gebt euren Kunden Augenkontakt gebt ihnen was sie möchten und nicht war ihr denkt, dass sie es möchten (eine grosse Gefahr bei überqualifiziertem Personal) Und liebe Chefs hüben und drüben, gebt eurem Personal die Chance Gastgeber zu sein und nicht Vollstrecker in einer Dienstleistungsmaschinerie.

  • Giuseppe am 29.01.2015 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt, der Artikel

    Tja, unglaublich viele Kommentare. Der Schweizer ansich ist wohl am liebsten unter sich, und hält sich auch am liebsten in seinem kleinen verschlossenen Land unter gleichgesinnten auf. Woher der Glaube kommt im Ausland beliebt zu sein !? Keine Ahnung wie ihr darauf kommt. Ich lebe in mehreren Ländern und kann nur bestätigen dass Schweizer alles andere als beliebt sind... Sie wirken arrogant , möchten immer besonderst behandelt werden und lassen keine Minute aus zu erzählen wie toll doch die Schweiz ist ..

  • Peter Unlustig am 28.01.2015 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ein CNN-Star:

    Testet die Schweiz über Starbucks Kaffee und H&M T-Shirts..! Vielleicht sind die T-Shirts ja teurer weil der Verkäufer keinen Zweit-und Drittjob braucht? Vielleicht hätte er besser die Wohnungsmieten in New York mit denen in Zürich vergleichen sollen.. oder die Anzahl der Obdachlosen. Eben: Medienintelligenz made in USA.

  • Sibylle Dapp am 28.01.2015 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Er ist Mangelware

    Es liegt in der Natur des Menschen andere immer zu zu kritisieren, zu korrigieren, zu nörgeln, man tut das heute schon bei Babys

    • Mr. Napp am 28.01.2015 18:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Dapp

      das ist ein Fortschritt, früher haben sie die Babys geprügelt!

    einklappen einklappen
  • ami123 am 28.01.2015 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünschte...

    ... der Service der Restaurants in der Schweiz wäre so gut wie in den USA. Dort wird Service und Freundlichkeit Gross geschrieben... Hier wird mal leider nur in 2 von 10 Restaurants freundlich bedient...

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