Taschentuch-Momente

02. Juli 2014 06:32; Akt: 02.07.2014 08:55 Print

Die traurigsten Todesfälle aus TV, Film und Literatur

Filmproduzenten und Schriftsteller bringen uns immer wieder zur Verzweiflung mit ihren herzlosen Morden. Über diese fiktiven Todesfälle kommen die 20-Minuten-Leser nicht hinweg.

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Ein Todesfall, den kaum ein Kinozuschauer verkraftete. Leserin Mirjam beispielsweise weint heute noch, wenn Sie die Szene von Mufasas Tod sieht: «Ich habe als Kind immer gehofft, dass er nur schlafen würde.» Für Jule ist es gar ein Kindheitstrauma: «Der kleine Simba meint dann auch noch, es sei seine Schuld - ich bin seit 15 Jahren nicht drüber weg.» Auch das Schicksal von Bambi sorgt bis heute für grosse Trauer bei den 20-Minuten-Lesern. «Das war mein erster Kinofilm vor 46 Jahren und ich kann diese Szene immer noch nicht verkraften», schreibt Emilio. «Ihre Liebe war noch so jung, er hätte nicht sterben dürfen.» So wie Livia denken die meisten Leser. Eveline glaubt hingegen, dass ein Happy End möglich gewesen wäre, «wenn Rose nicht so viel Platz gebraucht hätte auf dem Floss.» Der Direktor der Zauberschule Hogwarts wird im 6. Band von Severus Snape getötet. Zudem war Dumbledore eine Art Vaterfigur für Harry Potter, nachdem dieser bereits sämtliche erwachsenen Bezugspersonen verloren hatte. «Dumbledore war in meinen Augen stets unsterblich», schreibt Leserin Lisa. Zu diesen Bezugspersonen gehörte auch Sirius Black (rechts), der Patenonkel von Harry Potter. Er wird von seiner eigenen Cousine, Bellatrix Lestrange, getötet. Der gutmütige, kleine Hauself rettete Harry Potter das Leben und stirbt anschliessend an den Folgen seiner Verletzungen. Für Sarah ist Dobby «der wahre Held der Geschichte». Zu den verstorbenen Charakteren aus den Harry-Potter-Büchern und Filmen gehört auch Fred von den Weasley-Zwillingen. Für Anja war dies ein schwerer Schlag: «Man kann einen Zwilling nicht einfach töten lassen. Sein Bruder George braucht ihn!» Der Jediritter Anakin Skywalker wechselt im Laufe seines Lebens zur dunklen Seite und wird zu Darth Vader. Kurz vor seinem Tod wechselt er aber nochmals die Seite, um seinen Sohn Luke vor dem Imperator zu retten. «Nach seinem erneuten Wandel hätte er den Tod nicht mehr verdient gehabt», findet Leser Alessio. Während seiner Zeit auf der dunklen Seite hat Darth Vader den Jediritter Obi-Wan Kenobi getötet. Emil findet dies bis heute schade: «Ich hatte ihn einfach liebgewonnen.» Einen Kloss im Hals verursachte der Tod von Jenny im Film «Forrest Gump». Sie war die grosse Liebe im Leben von Forrest und als sie ihn endlich heiratet, stirbt sie wenig später. Auch Bubba, einer der besten Freunde von Forrest, stirbt an seiner Seite im Vietnam-Krieg. «Dass genau er sterben musste, ist extrem niederschmetternd», findet Rilana. Für Leser Ilhan war der Tod des Labrador-Retrievers Marley «einer der traurigsten in der Filmgeschichte». Dieser Meinung ist auch Vanessa: «Die ganze Familie hat geweint.» Mit Sam trauern die Leser um ein weiteres Tier. Die Schäferhündin ist das einzige, nicht infizierte Lebewesen neben dem Hauptcharakter Robert Neville und ist dessen treue Begleiterin. Als sie schliesslich auch infiziert wird, sieht sich Neville gezwungen, die Hündin zu töten. «Diesen Film konnte ich nur schwer verarbeiten. Ich hab ihn nie mehr geschaut», schreibt Claudia über den Tod von John Coffey im Film «The Green Mile». «Ich bin jedes Mal wieder in Tränen gebadet, wenn diese Szene über den Bildschirm flimmert», sagt Jeannette. Nachdem sich Charlie Sheen mit den Produzenten der Show verstritten hatte, wurde er auch in der Serie ermordet. «Charlie ist viel zu früh von uns gegangen. Ich vermisse ihn sehr und werde ihn niemals vergessen», schreibt Tobias über seinen Tod. Ein unerwarteter Schlag für Fans der Serie « How I Met Your Mother»: Mit Marshalls Dad habe man eine Verbindung aufgebaut, die dann aus dem Nichts zerrissen wird, schreibt Antoine. Der von Josh Hartnett gespielte Pilot wird beim Gegenschlag auf Japan getötet und erfährt kurz vor seinem Tod, dass er Vater geworden ist. «Er sollte einfach nicht sterben, ich weine jedes mal wieder», schreibt Catia. Der krebskranke Hauptcharakter der US-Serie opferte sich in der letzten Folge selber, um seine Frau aus dem Gefängnis zu retten. «Ein Held, welcher alles andere als den Tod verdient hat», schreibt Leser Andy. «Beim Lesen musste ich eine lange Heulpause einlegen. Nun will ich erst gar nicht den Film schauen, da ich wahrscheinlich nur durchheulen würde», schreibt Aline über die Geschichte der krebskranken Hazel und Augustus, der an einem Tumor stirbt. Der tapfere Anführer der schottischen Armee wird in eine Falle gelockt und von den Engländern hingerichtet. «Die Endszenen verlangen mir heute noch viel ab», sagt Leser Marcel. Nachdem Maximus den Schaukampf gegen Commodus mit letzter Kraft gewinnt, stirbt er noch im Kolosseum. «Er hatte so lange für Rom gekämpft, verlor seine Familie und schlussendlich stirbt er kurz nach seinem Sieg. Ich finde das Ende immer wieder traurig», sagt Alexander. Der Hauptcharakter der ersten Episoden wird bereits am Ende der ersten Staffel hingerichtet. Viel zu früh, meinen die Leser: der Tod sei ganz und gar nicht gerechtfertigt gewesen. «Wer die Serie gesehen hat, weiss wieso der Tod von Walter White gleichzeitig unausweichlich wie auch zum Heulen ist», sagt Michael über den Tod des krebskranken Chemielehrers (links). «Er war nicht böse, liebte die Frau und wusste nicht, weshalb er gejagt wurde», schreibt Leserin Katharina. Es sei sehr traurig gewesen, als man seinen letzten Blick sah, bevor er vom Empire State Building stürzte. Der Vater, der seinem Sohn das Leben im Konzentrationslager so erträglich wie möglich machen will und ihm deshalb das Ganze als Spiel verkauft, wird auf der Suche nach seiner Frau Dora erschossen. Im Kampf gegen die Railtroublers (eine Bande von Zugräubern) und die mit ihnen verbündeten Sioux-Ogalallah findet der beliebte Charakter Winnetou den Tod. Vada, deren Freund Thomas an den Folgen eines Bienenstichs stirbt, ist über seinen Tod zutiefst erschüttert. «Jedes Mal heule ich mir aufs neue die Augen aus dem Kopf, wenn Thomas stirbt», so Stefanie.

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«Mich hat dieser Tod so sehr getroffen, ich habe ihn bis heute nicht verkraftet.» Das ist nur eine von rund 600 Rückmeldungen der 20-Minuten-Leser, die über ihre traurigsten Minuten vor dem Fernseher oder im Kino berichteten. Auf die Frage «Welche Figur hat den Tod nicht verdient?» wurde ein Löwe mit Abstand am meisten genannt: Mufasa, der Vater von Simba im Disney-Film «König der Löwen». Für viele Leser, die uns geschrieben haben, war dieser Film eine der ersten Kinoerfahrungen, die bis heute für Tränen sorgt.

Achtung: Wer die «Harry Potter»-Bücher noch nicht durchhat, sollte auch diesen Artikel nicht weiterlesen. Denn die Todesfälle in dieser Buchreihe haben den Lesern ebenfalls schwer zugesetzt. Egal ob Elf Dobby, Hogwarts-Direktor Dumbledore, Fred Weasley oder Harrys Patenonkel Sirius Black – die Fangemeinde trauert bis heute.

Und auch in der Welt der TV-Serien hätte man gerne auf die eine oder andere Todesanzeige verzichtet. So wünscht man sich beispielsweise Charlie Harper bei «Two and a Half Men» zurück oder litt mit den schwerkranken Walter White («Breaking Bad») oder Michael Scofield «(Prison Break») vor dem Fernseher mit.

Machen Sie sich selber ein Bild und schauen Sie sich die meistgenannten tragischen Todesfälle der 20-Minuten-Leser in der Diashow an.

(wed)

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