Viel Zunge

08. April 2014 12:06; Akt: 08.04.2014 12:18 Print

Küss den Hund auf den Mund

Die einen kraulen ihren Hund, andere tätscheln, streicheln, knuddeln den Vierbeiner. Und dann sind da noch diejenigen, die ihre Zuneigung mit einem Zungenkuss ausdrücken.

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Manche Leute zeigen ihre Zuneigung zu ihrem Hund auf spezielle Art. In seinem neuesten Projekt mit dem Titel «For the Love of Dog» schuf der in Philadelphia beheimatete Fotograf Chris Sembrot Porträts von Hundefreunden, die mit ihren Vierbeinern Zungenküsse tauschen.

Sein Projekt, schreibt der Künstler, sei inspiriert von der bedingungslosen Liebe und Zuneigung, die er für seinen Hund Sadie empfindet. «Jeder Hundebesitzer, den ich das Privileg zu kennen habe, teilt die gleiche grenzenlose Liebe für sein Tier wie ich. Manchmal zeigt sich diese Liebe in Form von schlabberigen Küssen. Obwohl ich persönlich Sadie nicht mit offenem Mund küsse, war ich inspiriert, diesen Ausdruck der ungezügelten, wahren Liebe für des Menschen besten Freund festzuhalten.»

«Verrückte süsse Liebe»

Die Bilder sollen einen persönlichen, beinahe intimen Moment zwischen Menschen und ihren Hunden einfangen. Chris Sembrot über seine Fotos: «Diese Bilder sind provokativ und vielleicht sogar abstossend für einige Leser. Aber was ich sehe, ist dieselbe verrückte süsse Liebe, die sich zeigt, wenn Eltern zulassen, dass ihre Babys ihnen die Hände in den Mund stecken. Es ist nicht sexy, es ist auch nicht unangebracht, es ist einfach nur Liebe. Und es gibt nichts Gesünderes als die Liebe.»

Kritiker fragen «Wissen die Leute, wo diese Schnauze überall war?» Eine berechtigte Frage, wenn man die Körperpflege-Gewohnheiten von Hunden auch nur ein wenig kennt. Hunde lecken sich die eigenen Geschlechtsteile, machen Kontakt mit den Hinterteilen von Artgenossen, stecken ihre Nase in frisch markierte Büsche und nehmen so ziemlich alles zwischen die Zähne, was essbar ist, oder wie ein Spielzeug aussieht.

Gesundheitliche Vorzüge

Sembrot hält den Kritikern entgegen, dass diese Form der Zuneigung wichtige gesundheitliche Vorzüge hat. «Die schmusenden Hundehalter verbessern ihre eigene Biochemie. Das ausgeschüttete Oxytocin verringert den Blutdruck und senkt den Kortisolspiegel.» Was der Fotograf nicht erwähnt, ist dass Hundespeichel trotz seiner nachgewiesenen antibiotischen Wirkung durchaus Bakterien enthalten kann, die für den Menschen schädlich sind. Auch umgekehrt ist der menschliche Speichel sicher nicht ungefährlich für den Hund.

(mec)

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