Der Abnehm-Report

22. Februar 2013 15:31; Akt: 22.02.2013 15:40 Print

Vom Pummelchen zum Pin-up-Model

von Lina Selmani - Ein Jahr USA - 30 Kilo mehr auf den Rippen: Leserin Gina Carla M. erzählt, wie sie die Pfunde wieder loswurde, welche Rolle Sophia Loren dabei spielte und warum der Sex nun besser ist.

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Gina Carla als Teenager im Austauschjahr. Nach zehn Monaten USA kam die heute 26-Jährige mit über 30 Kilo mehr auf den Rippen zurück in die Schweiz. Die 105 Kilo konnte sie zwar auf 87 reduzieren, bis vor einem Jahr blieb die Zahl auf der Waage jedoch unverändert. Bis Gina Carla endgültig den Entschluss fasste, etwas zu ändern. Sie fing an zu joggen, setzte auf Krafttraining und ass bewusster. Heute wiegt sie noch 63 Kilo bei einer Grösse von 1.73 Metern. Mit ihrer neuen Figur fühlte sie sich schliesslich auch dazu, bereit bei der Wahl der Schönsten Frau der Schweiz von 20 Minuten Online teilzunehmen und schaffte es unter die ersten zehn. «Früher hätte ich mich das nie getraut» - heute sieht das ganz anders aus... Das Modeln macht Gina Carla nicht nur Spass, sie möchte es zu ihrem Beruf machen. Ihren Job als Hörgeräteakustikerin hat sie bereits gekündigt. Die meisten Bilder schiesst ihr Freund Sebastian: «Er weiss am besten, wie er mich ins rechte Licht rückt.» Die Verwandlung von dem «Pummelchen», wie sie selbst sagt, zum Pin-up-Girl kam allerdings nicht von ungefähr. Ihre grösste Inspiration und Motivation war und ist immer noch die italienische Schauspielerin Sophia Loren. «Ich bekam ein Bilderbuch von ihr geschenkt und sagte mir: So will ich aussehen!» «Die Mode aus der Zeit fand ich schon immer toll! Die Kleider passen einfach zu mir und meinem jetzigen Lebensgefühl», so Gina Carla. Egal ob als Lady aus den 30er-Jahre oder ... ... mit Vespentaille und Zigarette vor einem Oldtimer: «In diesen Rollen fühle ich mich am wohlsten.» Um ihren Wunsch umzusetzen, brauchte sie viel Disziplin und war vor allen Dingen um die Hilfe ihres Freundes Sebastian dankbar. «Er war früher Kickboxer, macht immer noch viel Sport und entwickelt Nahrugnsmittelergänzungszusätze.Dank seinem Wissen konnte ich viele Fehler beim Abnehmen vermeiden und mein Gewicht halten.»

Von 105 auf 63 Kilo: Gina Carla hat sich nach ihrem Gewichtsverlust zum angesagten Pin-up-Girl gemausert.

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«Morgen fange ich an!» - eine Ankündigung, die all jene, die sich für eine Diät entschieden haben, nur zu gut kennen dürften. Aber was muss eigentlich geschehen, damit aus Morgen heute wird? Findet die Umstellung nur im Kopf statt? Und wie hält man sein Traumgewicht, wenn man es mal erreicht hat?

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Eine, die es ganz ohne Jo-Jo-Effekt geschafft hat, ist Leserin Gina Carla M. Die heute 26-Jährige aus Bäretswil im Kanton Zürich kam von einem zehnmonatigen Sprachaufenthalt aus den USA zurück. Mitgenommen hat sie nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch 30 Kilo mehr an Körpergewicht. Mit stolzen 105 Kilogramm auf den Rippen betrat sie also wieder Schweizer Boden. Das war vor zehn Jahren.

Erst vor ungefähr zwölf Monaten hat sich die einstige Hörgeräteakustikerin entschlossen, den Kilos endgültig den Kampf anzusagen und ihre Ernährung und vor allen Dingen ihre Einstellung zum Essen zu ändern. «Ich habe nicht unbedingt zugenommen, weil an jeder Ecke eine Burgerbude wartete, sondern weil ich einfach völlig unbewusst gegessen habe. Ich habe ganz nach Lust und Laune gemampft. Zudem habe ich überhaupt keinen Sport getrieben», erinnert sich Gina Carla an ihre Teenagerzeit zurück.

«Schönheitsoperationen? Nein, ein Ziel reicht.»

Den ausschlaggebende Punkt für ihre Metamorphose vom «Pummelchen» zum Pin-up-Girl lieferte ein Bilderbuch von Sophia Loren. «Sie war schon immer eine Inspiration für mich.» Nebst der eigenen Willensstärke verdankt Gina Carla ihren Erfolg auch ihrem Freund Sebastian: «Er hat mich zum Sport ermuntert, hat mir gezeigt, dass man auch mit gesundem Essen satt wird, hat Shootings organisiert und mich auch dazu ermutigt, mich beim Schönheitswettbewerb von 20 Minuten Online im letzten Jahr zu bewerben.» Damals schaffte es die Rock’n’Roll-Begeisterte in die Top Ten. «Das hätte ich mir vor einem Jahr ganz sicher nicht zugetraut. Bis vor einigen Monaten hatte ich ja noch 87 Kilo auf den Hüften.» Jetzt wiegt sie noch 63 Kilo.

Gina Carla im Mai 2012 im Interview zur Wahl der schönsten Frau der Schweiz:

(Kamera: Debby Galka/Schnitt: Marion Bangerter)

Dass sie in fünf Monaten über 20 Kilo «gesund abgenommen» hatte, erstaunte Gina Carla selbst ein bisschen. Hat sie chirurgisch nachhelfen lassen? «Schönheitsoperationen? Nein. Jeder, der sich einen Sportplan nach seinen eigenen Bedürfnissen zusammenstellt, und die Nahrung, die er verzehrt, kennt und weiss, was drin steckt, schafft das auch», verspricht das 1.73 Meter grosse Model. «Man muss nicht einfach eine Diät machen, um sein Traumgewicht zu erreichen. Man muss sich ein klares Ziel setzen und dieses vor Augen haben und darauf hinarbeiten.»

«Der Sex ist fantastisch – ich habe jetzt eine bessere Kondition»

Um ihr Gewicht zu halten, geht Gina Carla mindestens dreimal in der Woche joggen und setzt auf Krafttraining. Süsses isst sie fast nicht mehr, Alkohol gibt’s auch nur ganz selten, «höchstens mal ein Bier im Sommer». Dafür greift sie bei anderen Nahrungsmitteln umso mehr zu: «Ich liebe zum Beispiel gekochte Artischocken. Die sind lecker und ein super Chipsersatz!» Und wenn der Hunger dann doch mal zu gross ist, empfiehlt sie viel Wasser zu trinken.

Das Wort «Diät» mag Gina Carla nicht. «Es klingt für mich zu sehr nach Verzicht» - so müsse es aber gar nicht sein. Wenn der Erfolg dauerhaft anhalten soll, muss man sich als Erstes im Klaren darüber sein, wohin man mit sich und seinem Körper will. «Man sollte ein ganz persönliches Idealbild kreieren und bereits die Traumfigur fühlen und spüren. Dann hat man auch die richtige Motivation, etwas zu ändern.»

Und was sagt der Freund zu der krassen Typveränderung? «Wir sind schon seit vier Jahren ein Paar. Er hat mich als Pummelchen kennengelernt und mag den ‹neuen› Körper genauso wie vorher. Und ja, auch der Sex ist fantastisch – ich habe jetzt eine bessere Kondition», lacht Gina Carla.

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