Urbane Legende

28. Juli 2014 14:10; Akt: 28.07.2014 15:01 Print

Die tote Braut im Schaufenster

In einem mexikanischen Brautmodegeschäft steht seit 1930 ein äusserst lebensecht aussehendes Mannequin. Der Legende nach ist es die balsamierte Tochter der ehemaligen Besitzerin.

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Mitten im historischen Zentrum von Chihuahua, Mexiko, steht ein berühmtes Brautmodegeschäft. Allerdings ist es nicht bekannt für die Kleider, sondern für eine Schaufensterpuppe. Das unglaublich lebensecht aussehende Mannequin steht seit 1930 im Fenster und beschäftigt seither die Fantasie der Betrachter. Nach der Legende handelt es sich nämlich um die balsamierte Tochter der ehemaligen Besitzerin, die Pasquala Esperza de Perez hiess. Von da stammt ihr Name, die kleine Pasquala oder eben «La Pasqualita».

Pasqualita soll am Tage ihrer Hochzeit von einer Giftspinne, einer schwarzen Witwe, gebissen worden und daran gestorben sein. Kurz darauf, am 25. März 1930 hatte die neue Puppe ihr Debüt im Fenster des Brautmodegeschäfts. Schon bald machte das Gerücht die Runde, Pasqualita sei die balsamierte Tochter. Wahrheit oder Legende? Pasquala Esperza de Perez hat dies immer dementiert, aber das Gerücht hat ein Eigenleben entwickelt. Heute weiss niemand ausser den Ladenbesitzern und einigen engen Mitarbeitern die Wahrheit, und die hüten sich, ein Geheimnis preiszugeben, das ihren Laden bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt macht.

Gar eine Heilige

Pasqualita wird öfter umgekleidet als andere Mannequins, schreibt das Newsportal R7 Noticias. Dies geschieht immer bei verhülltem Schaufenster und in der Nacht. Nur die Ladenbesitzer und langjährige Mitarbeiter dürfen sich am Mannequin zu schaffen machen. Es gibt Betrachter, die behaupten, Pasqualita ändere tagsüber ihre Haltung. Mal soll sie den Arm oder die Finger etwas mehr beugen, ein andermal ihr Gewicht etwas verlagern. Es gibt auch Leute, die behaupten, sie verfolge sie mit ihrem Blick. Pasqualita ist für einige sogar eine Heilige. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen vor dem Schaufenster Kerzen anzünden und beten, oder dass man bei der Belegschaft Gaben hinterlässt.

Ob raffinierte Puppe, Wachsfigur oder balsamierte Frau – Schauen sie sich die Bilder an, und bilden Sie sich selber ein Urteil.

Der Bericht von Antena Radio y TV über Pasqualita. (Quelle: Youtube/AntenaRadioyTV)

(mec)

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