Sicherheitsbedenken beim iPhone

22. Juli 2014 13:42; Akt: 22.07.2014 13:50 Print

Hacker deckt Lücke in iOS auf

Das als sicher geltende Betriebssystem iOS hat offenbar ein Hintertürchen. Apple bestätigt dies. Allerdings sei die Lücke zur «Fehlerbehebung» eingerichtet worden.

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iOS-Geräte haben Lücken. (Bild: Keystone/AP/Alan Diaz)

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An der Hackers on Planet Earth Conference (HOPE) in New York hat der Sicherheitsforscher Jonathan Zdziarski aufgezeigt, dass Apple bewusst Hintertüren im Betriebssystem iOS installiert hat. So könne der iPhone-Konzern seine Nutzer ausspionieren. Inzwischen hat das Unternehmen auf die Anschuldigungen reagiert und die Lücken bestätigt. Jedoch sei das Betriebssystem so entwickelt, dass dadurch Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer nicht in Mitleidenschaft gezogen würden, schreibt Apple. Damit man an die Daten der User herankomme, müssten diese ihre Geräte demnach erst entsichern und einem Zugriff von Seiten von Apple zustimmen. Der Konzern nutze das Leck lediglich zur «Fehlerbehebung» und für «technische Angelegenheiten».

Vier Möglichkeiten zur Datenspionage

Zdziarski hingegen nennt vier Wege, die Apple zumindest theoretisch die Möglichkeit geben, jede vom Nutzer ergriffene Sicherheitsmassnahme zu umgehen und Zugriff auf seine Daten zu erhalten (siehe Infobox).

Das alles bedeute zwar nicht, dass das Unternehmen diese Hintertüren auch tatsächlich aktiv nutzt – es heisse aber auch nicht, dass es das nicht tut, sagte Zdziarski. Der Sicherheitsexperte schliesst auch nicht aus, dass sich die NSA oder andere Behörden über diese Lücken Zugang zu vertraulichen Nutzer-Daten verschaffen könnten oder es bereits getan haben.

Ende letzten Jahres war Apple wegen der vermeintlichen Weitergabe von Nutzerdaten an die NSA in die Schlagzeilen geraten. Anhand eines durchgesickerten NSA-Dokuments konnte aufgezeigt werden, dass der amerikanische Geheimdienst mithilfe des Programms «DROPOUTJEEP» Daten von iPhone-Nutzern ausspionieren konnte. Apple bestreitet die Zusammenarbeit mit der NSA heute wie damals. Man habe nie mit einer Regierungsbehörde zusammengearbeitet, um in Apple-Produkten Hintertüren zur Spionage zu schaffen.

(pst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • User153 am 22.07.2014 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Warum fällt es mir schwer, das zu

    glauben. Ich habe zwar ein Nexus 5, dafür aber den iPad mini welcher mit iOS läuft. Diese Spioniererei geht mir langsam auf die Nerven. Was ich mache, geht niemanden etwas an solange es legal ist. Bin so wütend auf die heutige Spionagewelt.

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  • Chris am 22.07.2014 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Feature

    Das ist kein Fehler, dass ist ein Feature! ;-)

  • Informatiker am 22.07.2014 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Alte Leier

    An die paranoide Gesellschaft: Der Mensch ist ein Glashaus, wenn man weiss wie kann man alles über einen herausfinden, ohne das die jeweilige Person überhaupt Ihren Mund geöffnet hat. Die USA hat sogar ein Abkommen mit Microsoft, dass die extra Backdoors einbauen. Nichts Neues. Wenn man Privatsphäre will, dann geht man am besten nie ins Internet :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Johnson and Mac am 23.07.2014 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer es glaubt

    Und es ist sicher ein Zufall, dass diese "Erkenntnis" gerade nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen von Apple kommuniziert wird.

  • Marco R. am 23.07.2014 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlerbehebung - ha ha ha

    Sei nur zur Fehlerbehebung eingerichtet worden - was für ein Witz. NSA und Staatsschutz der USA freuen sich riesig über bewusst offen stehende Türen, wo Nutzer nach Lust und Laune überwacht werden können.

    • N. SA am 24.07.2014 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz klar Fehlerbehebung

      Wenn Du einen Fehler machst, kommt die nächste Drohne und löscht Dich aus. Fehler behoben, also ganz klar Fehlerbehebung

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  • Stefan Berger am 23.07.2014 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Unterschied

    Ob iOS, Android oder WinMobil... Fakt ist doch: Wenn es einen Weg nach draussen gibt, gibt es auch einen nach drinnen. Ich bin Android-User, kann NICHT hacken, bin aber im Bild, dass meine Daten sicher des öfteren auf Reisen waren. Gefährlich sind nicht die Systeme, sondern die Einstellung, das eines davon sicher sein könnte. Darum schaue ich nicht auf mein System, sondern auf die Daten, welche über das System laufen. Was ich für persönliche Angaben auf mein Handy donnere, kann ich selbst entscheiden. By the way: Dass ich meine Daten damit Googke serviere, ist mir klar... Appleuser servieren es aber an beide: Apple UND Google.

  • Taddel am 23.07.2014 03:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Huere schlimm?!

    Habt ihr alle etwas zu verbergen? Wenn ich mir die Kommentare durchlese wohl schon.. Mich interessierts auf jeden fall nicht ob apple jetzt weiss mit wem ich befreundet bin usw. Wenn euch eure privatsphäre so wichtig ist geht halt nicht ins internet...

    • 1d1ot am 23.07.2014 16:36 Report Diesen Beitrag melden

      Jup hab ich

      Meine Krankenkasse geht es nichts an dass ich Rauche und was ich esse und wieviel ich Trinke. Ich will keine prämienerhöhung.

    • Leddat am 24.07.2014 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      Alle ! So wie Taddel auch

      Oder warum nennst Du nicht Deinen echten Namen und nimmst ein Pseudonym ?

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  • Rambo am 23.07.2014 00:54 Report Diesen Beitrag melden

    FB hat iOS längst geknackt - legal

    Ob ihrs glaubt oder nicht aber FB hat jedes iOS device, auf welchem FB installiert ist geknackt - legal. Deal erlaubt das. So können sie noch mehr Nummern ergaunern und Leute zu FB locken.