Kalifornien

18. Februar 2011 08:54; Akt: 18.02.2011 11:16 Print

Obama trifft IT-Grössen

Obama hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Google-Chef Eric Schmidt, Apple-Chef Steve Jobs und andere getroffen. Wer auf Nachrichten über den angeschlagenen Steve Jobs hoffte, wurde enttäuscht.

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US-Präsident Obama bei der Ankunft in San Francisco. (Bild: Reuters)

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Jobs' erneute Auszeit schürt derzeit bei Anlegern auch Sorgen über die Zukunft von Apple. Der Konzern wird wie kaum ein anderer mit seinem Konzernchef identifiziert. 2009 musste sich Jobs einer Lebertransplantation unterziehen, fünf Jahre zuvor war er wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert worden.

Ein US-Boulevardmagazin hatte am Donnerstag Fotos von Jobs veröffentlicht, auf denen der Apple-Gründer gebrechlich aussieht. Apple wollte sich nicht zu Jobs Gesundheitszustand äussern.

Keine Bilder aus Woodside

Bilder aus Woodside gab es keine: Das Treffen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Neben Jobs, Schmidt und Zuckerberg waren auch die Chefs von Twitter, Yahoo, NetFlix und Oracle sowie der Präsident der Universität Stanford gekommen. Worüber im Einzelnen gesprochen wurde, ist nicht bekannt. Das Treffen fand bei einem Essen im Haus von John und Ann Doerr fand statt. Doerr ist Partner einer Risikokapitalfirma.

Mit einem zweitägigen Besuch in der Region um San Francisco will Obama nach Wegen suchen, besser mit privaten Unternehmern zusammenzuarbeiten. Nach seinem Besuch in Kalifornien will Obama am Freitag eine Chip-Fabrik von Intel in Oregon besuchen und dort mit Intel-Chef Paul Otellini sprechen. Otellini war schon bei einem anderen Treffen im Dezember dabei und hatte Obama zuletzt für seine Wirtschaftspolitik kritisiert. Sie schaffe Unsicherheit für die Unternehmen.

«Welle von Innovationen» kostet einiges

Der US-Präsident hatte zuletzt mehrfach die Bedeutung von Investitionen in Bildung, Forschung, saubere Energien und den Ausbau von schnellen Internetverbindungen betont. Damit solle eine «Welle von Innovationen» ausgelöst werden. Doch die dafür vorgesehenen Milliardeninvestitionen stossen den Republikanern, die im Repräsentantenhaus nach den Kongresswahlen Ende November über die Mehrheit verfügen, bitter auf.

Sie setzen Obama angesichts des Rekorddefizits unter Druck, die Ausgaben zu kürzen und wollen auch diesen Bereich zusammenstreichen. Obama hat sich zwar auch dem Abbau des Schuldenbergs verschrieben und vorgeschlagen, einige Etatposten für fünf Jahre einzufrieren. An seiner Innovationsinitiative will er jedoch festhalten. Unterstützung sucht er nun bei den führenden IT-Unternehmen des Landes. Die Unterstützung führender Unternehmer Kaliforniens würde den Demokraten sicher helfen.

(ast/sda/ap)