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28. Juli 2014 16:27; Akt: 28.07.2014 16:27 Print

Apple will Bücher analysieren

Mit dem Kauf von Booklamp stärkt Apple seine Position gegen Amazon. Das Start-up-Unternehmen analysiert Bücher auf Inhalt und Sprache und kann den Nutzern ähnliche Werke empfehlen.

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Booklamp wird als eine Art «Pandora für Bücher» bezeichnet – also als ein Dienst, der mithilfe einer Datenanalyse herausfinden will, welche Bücher einem Leser oder einer Leserin gefallen könnten. Anscheinend wittert Apple darin einen Nutzen für den eigenen iBook Store.

Im Book Genome Project von Booklamp werden E-Books nach Inhalt und Schreibstil analysiert. Dabei werden die Schriften in tausende sogenannte Datenpunkte (data points) zerlegt, um anhand von verschiedenen Kategorien ähnliche Werke zu finden.

Digitale Bücher-Analyse

Die Untersuchung des Inhaltes eines Buches wird genau festgehalten. So besteht etwa das Buch «Sakrileg» (Originaltitel: «The Da Vinci Code») aus 18,6 Prozent religiösen Inhalten, 9,4 Prozent Untersuchungen durch die Polizei, 8,2 Prozent Kunst und 6,7 Prozent sozialen Inhalten. Mit diesen Angaben geht Booklamp in der Bücher-Datenbank auf die Suche nach ähnlichen Texten.

Bereits im April kündigte Booklamp an, den Dienst einstellen zu wollen. Inzwischen haben mehrere Angestellte zu Apple gewechselt. Wie nun bekannt wurde, hat Apple das Unternehmen aufgekauft. Einem Bericht von Techcrunch zufolge hat Apple für den Booklamp-Dienst 10 bis 15 Millionen US-Dollar bezahlt.

Konkurrenz zu Amazon und Goodreads

Weniger auf eine technische Analyse als vielmehr auf Empfehlungen von anderen Lesern stützen sich die Buch-Vorschläge von Goodreads. Auf der Social-Reading-Plattform, die im letzten Jahr von Amazon aufgekauft wurde, werden Buchbesprechungen veröffentlicht und Buchempfehlungen für registrierte Benutzer gemacht. Goodreads hat nach eigenen Angaben 30 Millionen Mitglieder.

(ray)