Facebook versus Google

09. März 2011 11:54; Akt: 09.03.2011 12:58 Print

Facebook stoppt Google-Werbung in den Apps

Zwischen den Web-Titanen tobt ein Kampf um die Nutzerdaten. Da das Soziale Netzwerk die Regeln für Webetreibende verschärft hat, ist nun Schluss mit Google-AdSense-Werbung in den Apps.

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Facebook und Google kommen sich wegen den wertvollen Nutzerdaten ins Gehege. (Bild: 20 Minuten/Fotomantage)

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Entwickler von Facebook-Anwendungen wird die neue Marschrichtung kaum freuen. Google-AdSense-Werbung kann nicht mehr in den Apps des Social Networks verwendet werden, schreibt das Computermagazin Chip. App-Entwickler müssen somit auf einen grossen Werbepartner verzichten. Facebook läutet damit eine neue Runde im Kampf mit Google um die Vormacht im Internet ein.

Auf der Liste der Werbepartner taucht Google AdSense nicht mehr auf. Grund für Googles Absenz dürften die neuen Richtlinien sein, denen sich der Suchmaschinen-Gigant nicht unterwerfen will. Diese sind sehr strikt und geben Facebook die maximale Kontrolle. So darf der Werbepartner nicht mit Daten arbeiten – beispielsweise Kontaktinfos –, die aus der Facebook-Datenbank stammen. Auch durch den reinen Betrieb der Anwendung anfallende Daten dürfen nicht für die Optimierung der Werbung verwendet werden. Kleinere Werbefirmen nehmen diese Beschränkungen um der grossen Reichweite willen in Kauf; Google ist vermutlich gross genug, um eigene Wege zu gehen.

Die Verschärfung der Werberegeln kann als Retourkutsche gegen Google und weitere Episode im Streit der Web-Titanen um die Nutzerdaten interpretiert werden. Google hat erst kürzlich damit begonnen, die Integration von Facebook-Kontaktdaten ins Android-Adressbuch zu sperren, da Facebook nur eine Datenportabilität vortäusche (20 Minuten Online berichtete). Dass die beiden Firmen sich momentan nicht grün sind, ist auch daran zu erkennen, dass Googles Gmail in der Freunde-Finden-Funktion von Facebook nicht mehr erscheint.

(owi)