Gewusst?

14. März 2011 15:10; Akt: 14.03.2011 15:34 Print

Facebook versteckt «Freunde»

Wegen einer Standardeinstellung bei Facebook werden auf der Pinnwand nicht sämtliche Beiträge angezeigt. Das kann ärgerliche Folgen haben - für Private und Firmen.

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Ob Royal-Fan oder Monarchie-Hasser: Über Facebook tauschen sich die User aus, wenn sie denn die Beiträge voneinander überhaupt zu Gesicht bekommen. (Bild: Keystone)

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Dank Facebook-Pinnwand halten sich die User auf dem Laufenden - oder auch nicht. Auf der Timeline sollten fortlaufend die Neuigkeiten aus dem virtuellen Freundeskreis aufgelistet sein. Ob tatsächlich die Beiträge aller «Freunde» aufgeführt werden, ist nicht sicher. Bei Millionen von Usern trifft Facebook eine Auswahl, die es in sich hat. «Facebook versteckt eure Freunde vor euch und euch vor ihnen», warnt der Blogger Florian Altherr von netzpolitik.org.

Schuld ist eine Standardeinstellung, die ohne Vorwarnung geändert wurde. Demnach werden nicht die aus User-Sicht wichtigsten oder liebsten Kontakte berücksichtigt. Vielmehr kommen nur jene «Freunde» und Websites zum Zug, mit denen in der Vergangenheit am häufigsten «interagiert» wurde. So kann es einem passieren, dass man die Postings eines guten Bekannten verpasst, oder wichtige Artikel nicht liest, weil eben auf der eigenen Pinnwand gar nicht darauf hingewiesen wurde.

So wirds geändert

Die Standardeinstellung kann mit wenigen Klicks geändert werden. Zunächst gilt es, bis zum unteren Ende des Newsfeeds zu scrollen. Dort klickt man auf «Optionen bearbeiten». Nun gilt es im Pop-up-Fenster die Einstellung zu ändern auf «Zeige Beiträge von: Alle deine Freunde und Seiten». Die erwähnte Einstellung kann auch geändert werden, indem man auf der Startseite auf «Neueste Meldungen» klickt und anschliessend auf den kleinen blauen Pfeil rechts davon.

Haben Sie's gewusst?

Einigen Facebook-Usern dürfte das Problem bereits bekannt sein. Die ersten Warnungen, dass Facebook die Freunde verstecke, haben längst die Runde gemacht. Seit Anfang Februar gibt es eine von Gerhard Sandskær verfasste Seite, die auf das Problem hinweist.

Mit dem Ändern der oben erwähnten Einstellung ist es allerdings noch nicht getan. So kann man sich zwar wieder alle Beiträge anzeigen lassen, ob das auch die Freunde mitbekommen haben, ist ungewiss. «Wer zukünftig wieder mit seinen Freunden Kontakt haben will und sich per Update auch tatsächlich gegenseitig austauschen will, muss sie auf einem anderen Kanal informieren», heisst es dazu auf netzpolitik.org. Dazu könne man Direktnachrichten nutzen, Gruppen gründen, Events erstellen (oder Freunde dazu einladen) oder die Information über andere Kanäle verbreiten.

(dsc)